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Inhalt:
Maritime Technologien
Wasser wird zu einem der Wirtschaftssektoren der Zukunft. Galten die Weltmeere bislang in erster Linie als Nahrungsquelle und weltweiter Transportweg, gewinnen sie seit kurzem eine wachsende Bedeutung für die Entwicklung und den Einsatz von Hochtechnologien. Die Ozeane und Küstenmeere als Standorte großer Offshore-Windenergieanlagen, als Energiequelle durch unterseeische Methanquellen, als Rohstofflieferant, als Raum für die Kultivierung von aquatischen Organismen und mit biologischen Prozessen als Muster für Bioverfahrenstechniken und neue Lebensmittel-Ingredienzen eröffnen ein weites Forschungsfeld sowie vielfältige Berufsaussichten. Daher entwickelte die Hochschule Bremerhaven in Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) den Studiengang Maritime Technologien. Im Studium werden die über 100-jährigen gewachsenen Kernkompetenzen der Hochschule Bremerhaven im Bereich der Seefahrt mit neuen modernen Technologien und Anforderungen der maritimen Wirtschaft, Windenergie und Meeresforschung verknüpft. Durch die maßgebliche Beteiligung des AWI, des Instituts für Windenergie (FK-Wind) und des Instituts für Marine Ressourcen (IMARE) fließt zudem Know-how der führenden Forschungseinrichtungen in die Lehre. So wird die Aktualität der Inhalte im Studium gewährleistet.
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- Zielsetzung und Besonderheiten
- Einsatzfelder der Absolventen
- Studienaufbau
- Studienschwerpunkte
- Praxisorientierte Ausbildung
- Zulassungsvoraussetzungen
- Bewerbung
- Professoren im Studiengang
- Studienberatung
- Links
- Webseite des Studiengangs
MAR_Bachelor_2008.pdf
Studiengangsbroschüre Maritime Technologien
MAR_Flyer_Internet.pdf
Flyer Maritime Technologien deutsch
Der Studiengang Maritime Technologien (MAR) ist ein solides und international anerkanntes Ingenieurstudium mit technisch-maritimer und biotechnologischer Ausrichtung. Ausgebildet werden Ingenieure für einen zukunftsweisenden Wirtschaftszweig. Die praxisorientierte Ausbildung und die fundierte Vermittlung wissenschaftlicher Methoden in naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Modulen ermöglicht es den Absolventen in allen Bereichen der maritimen Technologien selbstständig und erfolgreich national und international zu arbeiten.
Der Studiengang zeichnet sich aus durch:
- 3 Jahre Vollzeitstudium mit hohem Praxisbezug
- Abschluss mit dem Bachelor of Science (B.Sc.)
- 45 Studienplätze pro Jahr
- Unterrichtssprache in Deutsch (70%) und Englisch (30%)
- Schwerpunkte „Maritime Biotechnologie“ sowie „Windenergie- und Meerestechnik“
- Praxisphase über 10 Wochen sowie Schiffsexpeditionen mit meeresphysikalischer, -biologischer und -chemischer Grundausbildung.

MAR ist ein anwendungsorientiertes Studium. Die Absolventen sind vorbereitet auf anspruchsvolle Aufgabenstellung in der Maritimen Wirtschaft, der Offshore-Windenergie, der Meeresforschungstechnik, dem Biotechnologie- und Lebensmittelsektor sowie der Aquakultur. Die Einsatzfelder liegen in allen Bereichen, in denen es um die technologische Nutzung des Meeres und seiner Ressourcen geht. Hier sind zum Beispiel zu nennen: Technischer Betrieb bei Entwicklungstätigkeiten verschiedener Forschungseinrichtungen, Offshore-Zulieferindustrie, Windenergieindustrie und -anwendung, marine Umweltüberwachung, Hafenwirtschaft, Gewinnung und Produktion von maritimen Naturstoffen für Medizin und Pharmaindustrie, Gewinnung von Trink- und Prozesswasser aus Meerwasser, Fischfang und Fischwirtschaft oder Zier- und Nutzfischproduktion sowie andere Nahrungsmittel. Der Bedarf an Fachleuten im Bereich Maritimer Technologien ist im nationalen wie auch im internationalen Raum groß. Ein großes Potenzial bietet zukünftig unter anderem die Nutzung der Windenergie und anderer regenerativer Energiequellen auf See. Die Hochschule Bremerhaven bietet den Absolventen darüber hinaus zur Vertiefung der wissenschaftlichen Qualifikation zwei Masterstudiengänge an: „Biotechnologie“ oder „Process Engineering and Energy Technology“.
Die ersten drei Semester vermitteln überwiegend die grundlegenden natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer, die sich aber schon an den inhaltlichen Studienzielen von MAR orientieren. So stehen vor allem begeleitende Übungen und Praktika auf dem Studienplan. Daneben wird in spezifischen Fächern wie Meereskunde, Küstenzonenmanagement, Meeresmesstechnik auf die Vertiefungen hingeleitet: MAR ist in die beiden Schwerpunkte „Windenergie- und Meerestechnik“ sowie „Marine Biotechnologie“ gegliedert, die ab dem vierten Semester angeboten werden. Der Bereich Windenergie- und Meerestechnik umfasst u.a. die Entwicklung, Auslegung und Betrieb von Windenergieanlagen im On- und Offshorebereich, den Bau von Überwachungsplattformen und Offshore-Anlagen, die Gewinnung von Trink- und Prozesswasser aus Meerwasser und die Entwicklung von Mess- und Robotersystemen im Meer. Im zweiten Schwerpunkt „Marine Biotechnologie“ steht die Nutzung der Ressource Meer als Rohstoff- und Nahrungsmittellieferant im Mittelpunkt. Während die Messtechnik und der Anlagenbau die technischen Voraussetzungen für die Aquakultur schaffen sollen, richtet sich die Biotechnologie auf die Erzeugung, Aufbereitung und auch Vermarktung von Organismen und Naturstoffen mariner Herkunft.
Nach dem dritten Semester erfolgt die Wahl des Studienschwerpunktes.Beim Schwerpunkt „Windenergie- und Meerestechnik“ werden die Studierenden in die Lage versetzt, auf der Basis der vertiefenden Fachinhalte Windenergiesysteme und Meerestechniksysteme zu projektieren, in Betrieb zu nehmen und zu betreiben. Dazu gehören Kompetenzen in den Feldern der Ozeanographie, der maritimen Werkstoffe, der Wasseraufbereitung, der Windenergietechnik wie auch der Mess- und Automatisierungstechnik. Zentrales Element stellen die Projektierungsmodule dar, die einen Schwerpunkt im Bereich der Offshore-Windenergie und der Meerestechnik aufweisen. In diesen Modulen werden die verschiedenen Fachinhalte verknüpft. Beim Schwerpunkt „Marine Biotechnologie“ konzentrieren sich die Inhalte auf die Nutzung der Meeresfrüchte Algen, Schalentiere und Fische sowie
deren Inhaltsstoffe. Die Studierenden erlangen durch die Fächergruppen Verfahrenstechnik, Biotechnologie und Aquakultur Kompetenzen zur Entwicklung wie auch zum Betrieb von entsprechenden Zuchtanlagen sowie zur Vorverarbeitung der Meeresfrüchte. Die erforderlichen Grundlagen werden über die marine Biologie, Mikrobiologie, Biochemie in Vorlesungen und Praktika vermittelt. Mit diesen Inhalten wird zudem die Basis für das Masterstudium der Biotechnologie geschaffen.
Fächerkatalog
Im Grundstudium:
Mathematik
Physik
Chemie
Technische Mechanik
Elektrotechnik
Biologie
Techn.Zeichn.Maschinenelemente
Informatik
Thermodynamik u. Wärmeübertragung
Werkstofftechnik
Strömungslehre/Ozeanographie
Elektronik, Prozessmesstechnik
Technisches Englisch / Technisches Deutsch
Betriebswirtschaftslehre I
Studienrichtung Mess- und Anlagentechnik (Bachelor):
Küstenzonenmanagement
Apparate, Anlagen
Maritime Energiesysteme
Grundlagen Wasseraufbereitung
Datentechnik
Roboter- und Automatisierungstechnik
Strömungs- und Verdrängungsmaschinen
Grundlagen Schiffbau
Umweltrecht und Umweltmesstechnik
Betriebswirtschaftslehre II
Vergabe- und Vertragsrecht
Technisches Englisch / Technisches Deutsch
Instandhaltung und Arbeitsschutz
Wahlpflichtveranstaltungen (z.B. Anleitung zu wissen. Arbeiten)
Studienrichtung Biotechnologie (Bachelor):
Küstenzonenmanagement
Marine Flora und Fauna II
Apparatetechnik und Anlagenbau für die Biotechnologie
Wasserchemie
Biotechnologische Prozesse
Messtechnik im maritimen Bereich
Mechanische Abtrennung und Aufbereitung
Lebensmittelchemie
Einführung Umweltrecht
Strömungs- und Verdrängungsmaschinen
Technisches Englisch / Technisches Deutsch
Betriebswirtschaftslehre II
Vergabe- Vertragsrecht
Instandhaltung und Arbeitsschutz
Wahlpflichtveranstaltungen
Die im Studium enthaltenen umfangreichen Praktika und Übungen sorgen für eine zielorientierte Berufsbefähigung. Dabei wird in kleinen Gruppen unterrichtet. So erhalten die Studierenden einen direkten Einblick in die praktischen Aufgaben und Lösungsansätze, die sie an der Hochschule durch eigene Versuche und Projektbearbeitungen vertiefen. Durch die Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut können dortige Laboreinrichtungen für die Lehre in MAR eingesetzt werden. Die Praxisphase, die in Kooperation mit Industrieunternehmen absolviert wird, sowie die Bachelorarbeit, die wiederum in einem Industrieunternehmen angefertigt werden kann, runden die praxisorientierte Ausbildung ab.
Neben der Vermittlung der ingenieurtechnischen Grundlagen und der Vertiefung in den Studienschwerpunkten werden Schlüsselqualifikationen wie Präsentationstechniken und Projektmanagement vermittelt. Diese werden durch spezielle Fachinhalte im Bereich von Ingenieursoftware, Fremdsprachen, Betriebswirtschaftslehre und Recht vertieft. Besondere Bedeutung kommt zudem dem Fach „Anleitung zu wissenschaftlichem Arbeiten“ zu.
Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist die Fachhochschulreife. Über Möglichkeiten für Sonderzulassungen informiert das Immatrikulationsamt der Hochschule Bremerhaven. Europäische und US-amerikanische Schulabschlüsse werden meist als gleichwertig anerkannt. Beim Schulabschluss aus einem anderen Land müssen die Zeugnisse für eine Vorprüfung der Prüfstelle ASSIST vorgelegt werden. Nähere Informationen gibt es www.uni-assist.de. Weiterhin werden sehr gute deutsche und gute englische Sprachkenntnisse erwartet. Ein englisches Sprachzertifikat wird nicht vorausgesetzt. Allerdings werden im Laufe des Studiums auch einzelne Fächer ausschließlich in englischer Sprache angeboten, worauf sich die Studierenden einstellen sollten. Spätestens zum Abschluss des dritten Semesters müssen ausreichende allgemeinsprachliche Englischkenntnisse nachgewiesen werden.
Um sich für MAR zu bewerben, müssen das entsprechende Bewerbungsformular vollständig ausgefüllt und mit allen erforderlichen Anlagen versehen rechtzeitig zum Ende der Bewerbungsfrist dem Immatrikulationsamt der Hochschule vorgelegt oder per Post zugesandt werden. Das Formular ist bei der Zentralen Studienberatung oder auf der Homepage der Hochschule Bremerhaven erhältlich.
Bewerbungstermine und weitere Fristen sind auf der Homepage der Hochschule zu finden oder können bei der Zentralen Studienberatung erfragt werden. 40 Studienplätze stehen jährlich zur Verfügung.
Ausländische Interessierte sollten - neben der Bewerbung an die Hochschule – rechtzeitig die weiteren Einreisebestimmungen beachten. Hier gibt die Deutsche Botschaft in den jeweiligen Ländern nähere Auskünfte (www.auswaertiges-amt.de).
Name | Organisation | Sprechzeiten | Telefon |
Fachbereich 1, Studiengang Maritime Technologien (Bachelor), Studiengang Biotechnologie (Master) | nach Vereinbarung | 0471 4823 - 239 | |
Studiengang Maritime Technologien (Bc), Biotechnologie (MSc) | nach telefonischer Vereinbarung! | 0471 4831 - 1346 | |
Studiengang Maritime Technologien / FK-Wind | 0471 4823 - 547 | ||
Masterstudiengang Biotechnologie | Raum Z 1020 nach Vereinbahrung | 0471 4823 - 205 | |
Studiengang Maritime Technologien | 0471 4823 - 546 |
Die Zentrale Studienberatung steht für allgemeine Fragen zum Studium zur Verfügung.
Telefon: | 0471 4823 - 558 |
|---|---|
Fax: | 0471 4823 - 555 |
Fragen zur Zugangsvorausstzung bzw. zur Zulassung zum Studiengang Maritime Technologien erteilt das Immatrikulations- und Prüfungsamt. Ansprechpartnerin ist:
Telefon: | 0471 4823 - 128 |
|---|---|
Fax: | 0471 4823 - 127 |
Für Fragen zu den fachlichen, detaillierten Inhalten des Studiengangs steht zur Verfügung:
Telefon: | 0471 4823 - 546 |
|---|---|
Fax: | 0471 4823 - 346 |
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik
Biolabor Bremen GmbH & Co. KG
GAUSS - Gesellschaft für angewandten Umweltschutz und Sicherheit im Seeverkehr GmbH
BL BioTech GmbH
Technologische Beratungs- und Entwicklungslabor IBEN GmbH
Institut für Energie- und Verfahrenstechnik
MRUTZEK Meeres-Aquaristik
Deutsche See GmbH & Co. KG
Frozen Fish International GmbH
Biotechnologiezentrum Bremerhaven
Bundesforschungsanstalt für Fischerei
DFG-Forschungsgruppe "BioGeoChemie des Watts"
MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften

