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Process Engineering and Energy Technology (Master)

 

Für unsere Gesellschaft ist die Verfahrenstechnik bzw. Prozess- und Energietechnik von überragender Bedeutung. Sie gibt Antworten auf Fragen des täglichen Lebens: Wie wird aus Erdöl Benzin, Heizöl oder Kunststoffe? Wie wird aus Meerwasser Trinkwasser, wie aus Kalk und Ton Zement? Wie wird aus schadstoffhaltigen Abgasen umweltverträgliche Abluft? Insgesamt untersucht und entwickelt die Verfahrenstechnik technische Verfahren, die Stoffe nach ihrer Art, ihren Eigenschaften und ihrer Zusammensetzung auf chemischem, physikalischem oder biologischem Wege zu gebrauchsfähigen Zwischen- oder Endprodukten umwandelt. Hierzu gehört auch die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Wartung der dazu erforderlichen Apparate und Anlagen sowie deren optimaler Betrieb. An der Hochschule Bremerhaven wird das Wissensgebiet der Verfahrenstechnik aufbauend auf entsprechende Bachelorkurse im internationalen Masterstudiengang „Process Engineering and Energy Technology (PEET)“ tiefergehend vermittelt. Im Sinne der Ingenieurgesetze der Länder der Bundesrepublik Deutschland ist der Master mit den Titel „Master of Science“ des Studiengangs „Process Engineering and Energy Technology“ ein Ingenieur.

 
 

Zielsetzungen und Besonderheiten

 

Die Verfahrenstechnik umfasst ein sehr weites Wissensgebiet, das in der Zukunft noch größere Breite gewinnen wird. Da die Verfahrenstechnik eine Mittelstellung zwischen dem Maschinenbau, der Chemie, Elektrotechnik und Biologie einnimmt erfordert sie ein hohes Maß an interdisziplinärem Verständnis. Wie kaum in einer anderen Ingenieurdisziplin muss in der Verfahrenstechnik stets Neuland betreten werden. Eine für den Einzelnen nicht mehr überschaubare Menge von jährlich um die 100.000 Veröffentlichungen und 15.000 Patenten zeugen von dieser Entwicklung. Auch die Zahl technisch hergestellter Stoffe ist unübersehbar groß geworden. Die Praxis hat gezeigt, dass Umweltschutz und Sicherheit nur auf Basis gründlicher Kenntnisse in der Verfahrenstechnik optimal gestaltet werden können. Dementsprechend fließen ganzheitliche, systemtechnische Betrachtungen zunehmend in die Forschung ein, die auch in der Lehre vermittelt werden. Nicht nur die Optimierung eines einzelnen Teilschritts, sondern die Optimierung des Gesamtsystems steht dabei im Vordergrund: Neben der naturwissenschaftlich-technischen Dimension weisen die Verfahren und Produkte auch eine wirtschaftliche Dimension auf und fügen sich in einen politisch-gesellschaftlichen Rahmen ein. Gefragt ist also nicht nur die technisch brillante Lösung, sondern auch deren Umsetzbarkeit im gegebenen ökonomischen und politischen Umfeld.

 
 
 

Einsatzfelder der Absolventen

 

Eine laufende Steigerung der Anforderungen an Vielfalt, Qualität und Quantität der verfahrenstechnischen Produkte und der Zwang zu immer größerer Wirtschaftlichkeit der Produktionsverfahren führte im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einer stürmischen Entwicklung spezieller Verfahren, Apparate und Anlagenteile und bescherte der Verfahrenstechnik interessante Ingenieuraufgaben in Forschung und Praxis. Auch in Zukunft wird die Verfahrenstechnik vor faszinierenden Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, noch mehr als bisher Ressourcen schonende, umweltfreundliche und sichere Anlagen zur Erzeugung absatzfähiger Produkte einzurichten. Der zunehmend im internationalen Umfeld tätige Ingenieur der Verfahrenstechnik wird sich diesen Herausforderungen stellen und in Zusammenarbeit mit Ingenieuren anderer Fachrichtungen, Naturwissenschaftlern, Ökonomen und Ökologen im interdisziplinären Team hochinteressante, zukunftsträchtige Aufgaben zu lösen haben. All diesen Kriterien trägt das Studium im internationalen Masterstudiengang PEET an der Hochschule Bremerhaven Rechnung. Der Masterabschluss in diesem Studiengang ermöglicht den Einstieg in eine gehobene Beamtenlaufbahn im öffentlichen Dienst oder in eine gehobene Stellung in der Wirtschaft als:
- Leider der Entwicklung oder
- Produktionsleiter oder
- Produktmanager

 
 
 

Studienaufbau

 

Das praxisorientierte Masterstudium „Process Engineering and Energy Technology (PEET)“ ist als konsekutives Studium auf drei Semester (90 CPS) und als nichtkonsekutives Studium auf vier Semester (120 CPS) ausgelegt. Die Internationalität sowie die Anwendung moderner Ausbildungsmethoden stehen im Vordergrund:

- Lehrveranstaltungen zu 100% in Englisch
- Austausch von Studierenden und mit Universitäten im Ausland
- Durchf. der Masterarbeit im In- oder Ausland
- Vermittlung übergreifender Qualifikationen (z. B. Vertrieb u. Marketing)
- Praktika im Kontext mit den Vorlesungen

Ein besonders starker Akzent wird auf die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen gelegt. Diese Softskills sind für eine qualifizierte Führungsaufgabe in Unternehmen von zentraler Bedeutung. Weiterhin werden im Masterstudium aufbauende Qualifikationen wie Simulation und Management vermittelt und der Bereich Energie- und Umwelttechnik vertieft. Durch den Masterabschluss mit dem Titel „Master of Science“ ist die Durchführung einer Promotion („PhD“) möglich.

 
 
 

Module im Studiengang

 

O. Semester

  • Bau und Betrieb von Anlagen
  • Sprachen
  • Strömungsmaschinen und Rohrleitungssysteme
  • Thermischer Anlagenbau
  • Zentrale Praktika Anlagentechnik
  • Zentrale Praktika energetische Verfahrenstechnik

1. bis 3. Semester

  • Anteilung zu Projekt- und Labortätigkeit
  • Betrechnung von Stoffdaten
  • Biochemie
  • Fortschrittliche Energieumwandlung
  • Innovationsmanagement
  • Kommunale und industrielle Umwelttechnik
  • Numerische Mathematik
  • Organisationsmanagement
  • Planung, Bau und Kostenanalye
  • Produktentwicklung und -planung
  • Projektierung umwelttechnischer Anlagen
  • Research Essay / Messung von Stoffdaten
  • Risikoabschätzung
  • Simulation von verfahrenstechnischen Anlagen
  • Simulations von Prozesssteuerung
  • Umwandlung erneuerbarer Energien
  • Wahlpflichtfächer
 
 
 

Internationale Ausrichtung

 

Für den praxisorientierten Masterstudiengang „Process Engineering and Energy Technology (PEET)“ ist Internationalisierung ein wesentlicher Qualifizierungsaspekt. Die internationale Ausrichtung wird durch Lehrveranstaltungen in englischer Sprache von 100 % deutlich. Zugleich werden in allen Lehrveranstaltungen internationale Dimensionen des jeweiligen Themas – soweit relevant – behandelt. Weiterhin ist der Studiengang bestrebt, einen Anteil an ausländischen Studierenden von ca. 50 % zu haben. Hierfür wurde der Studiengang vom „Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)“ in der Anfangsphase gefördert. Internationalisierung heißt weiterhin, dass Studierende zu einem internationalen Austausch angeregt werden. Dies ist zum Beispiel im Rahmen eines Auslandssemesters oder des praktischen Studiensemesters möglich. Die Hochschule Bremerhaven pflegt Kooperationen u. a. mit der International School of Economics in Rotterdam (Niederlande), mit dem Mikkeli Institute of Business Studies in Mikkeli (Finnland), mit der Universidad de Vigo (Spanien), mit der Satakunta Polytechnic in Rauma (Finnland), mit der Universidad de Barcelona, Facultat de Cieneces Econömiqües i Empresarials in Barcelona (Spanien), mit der Akademia Morska Gdynia (Polen), mit der Universität Teesside (England) oder mit der Universite du Havre (Frankreich).

 
 
 

Zulassungsvoraussetzungen

 

Wer im Masterstudiengang „Process Engineering and Energy Technology (PEET)“ studieren möchte, muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

a) der Nachweis eines mindestens mit der Durchschnittsnote „gut“ (2,3) (ECTS-Grade A bis B-) bewerteten ersten berufsqualifizierenden Abschlusses (Bachelor oder Diplom einer Universität, Fachhochschule oder vergleichbaren ausländischen Hochschule) in einem einschlägigen für das Masterprogramm PEET relevanten Studium. Bewerber, die ein sechssemestriges Bachelorprogramm mit 180 ECTS-Leistungspunkten absolviert haben, müssen vor Studienbeginn ein fachlich einschlägiges Industriepraktikum von mindestens 20 Wochen nachweisen sowie einen schriftlichen wissenschaftlichen Bericht hierüber in englischer Sprache vorlegen

b) die Vorlage von zwei Referenzen von Personen, die die akademischen Fähigkeiten und die Motivation des Bewerbers einschätzen können und d) die schriftliche Darlegung der eigenen Motivation für das Studium eines Programms des Studiengangs

c) gute Sprachkenntnisse


Deutsche Bewerber


Englisch als Muttersprache

Andere Länder

Englisch

B 2


---

C 1

Deutsch

---


A1 - B2*

A1 - B2*

*für deutsche Studienbewerber auf dem Niveau Stufe B2 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen, nachgewiesen durch entsprechende Zeugnisse oder Auslandsstudium im Rahmen des vorausgegangenen Studiums. *Ausländische Studienbewerber können ihre Englischkenntnisse nachweisen durch das erfolgreiche Bestehen eines Sprachtests z.B. IELTS (International English Language Testing System) oder TOEFL (computer-based, Test of English as a Foreign Language). Die Deutschkenntnisse entspr. A1 für ausländische Studienbewerber sind in der Regel zu Studienbeginn nachzuweisen.
B1*: Nach dem zweiten Semester ist das Bestehen der entsprechende Prüfung gemäß dem Sprachniveau B1 des Europäischen Referenzrahmens nachzuweisen.

 
 
 

Bewerbung aus Auswahlverfahren

 

Um sich für PEET zu bewerben, muss das entsprechende Bewerbungsformular vollständig ausgefüllt und mit allen erforderlichen Anlagen versehen rechtzeitig zum Ende der Bewerbungsfrist dem Immatrikulationsamt der Hochschule vorgelegt oder per Post zugesandt werden. Das Formular ist bei der Studienberatung oder auf der Homepage der Hochschule Bremerhaven erhältlich. Bewerbungstermine und sonstige Fristen werden auf der Homepage publiziert oder können bei der Studienberatung erfragt werden. PEET ist zulassungsbeschränkt. 15 Studienplätze stehen jährlich zur Verfügung. Die Zulassung erfolgt jeweils zum Winter- oder Sommersemester. Für die Bewerberauswahl führt die Hochschule Bremerhaven ein spezielles Verfahren durch. Über Einzelheiten des Verfahrens können Sie sich auf der Homepage der Hochschule informieren.

 
 
 

Institute und Netzwerke

 

Besonders geprägt wird der Masterstudiengang PEET durch eine Vielfalt des Studiums und der Beteiligten. Technisch sehr gut ausgestattete Labore und Institute sorgen für die Praxisorientierung im Masterstudiengang. Die Labore Angewandte Chemie/Chemische Prozesstechnik, Prozessautomation und Elektrotechnik, Mechanische Verfahrenstechnik und Thermische Verfahrenstechnik/Energietechnik dienen der praktischen Ausbildung im Kontext zu den Vorlesungen. Auf diese Weise werden die theoretischen Kenntnisse an praktischen Beispielen weiter vertieft. Im „Institut für mechanische und thermische Grundoperationen“ werden beispielsweise auf hohem Niveau moderne Prozesssimulationsprogramme (Aspen, Hysis, etc.) und weitere Standardsoftwareprodukte (Fluent, Mathcad, etc.) erläutert. Eine weitere Plattform stellt der Verein „Förderkreis zur Förderung verfahrenstechnischer Studiengänge an der Hochschule Bremerhaven e.V.” dar. Er wird von ehemaligen und aktiven Studierenden, Professoren sowie Unternehmen und Förderern getragen und versteht sich als lebendiges Netzwerk in der Verfahrenstechnik ( http://peet.hsbremerhaven.de).

 
 
 

Studienberatung und Kontakt

 

Die Zentrale Studienberatung steht für allgemeine Fragen zum Studiengang zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen sind:

Susanne Zerbst

Claudia Krieten

An der Karlstadt 8
Haus V Raum 302
27568 Bremerhaven

Tel.: 0471/ 4823-556

zsb@hs-bremerhaven.de

Fragen zur Zugangsvoraussetzung bzw. zur Zulassung zum Studium beantwortet das Immatrikulations- und Prüfungsamt. Ansprechpartnerin ist:

Susanne Zerbst

Telefon: 

0471 4823 - 558

Fax:

0471 4823 - 555

szerbst@hs-bremerhaven.de


Für Fragen zu den fachlichen, detaillierten Inhalten des Studienganges seht zur Verfügung:

Prof. Dr. Katharina Theis-Bröhl

Telefon: 

0471 4823 - 471

Fax:

0471 4823 - 145

ktheis-broehl@hs-bremerhaven.de


 
 
 

Webseite des Studienganges

 

Professoren im Studiengang

 

Name

Organisation

Raum

Telefon

Großmann, Uwe

Studiengang Process Engineering and Energy Technologie

Raum L 300

0471 4823 - 259 

Haase, Brigitte

Angewandte Chemie - Applied Chemistry

Z 3310 (Büro)
L 207 (Labor)

0471 4823 - 109 

Mostofizadeh, Chahpar

Studiengang Process Engineering and Energy Technology

Raum Z 1030/1020

0471 4823 - 492 

Schütz, Wilfried

Studiengang Process Engineering and Energy Technology

Raum L 300

0471 4823 - 258 

Theis-Bröhl, Katharina

Studiengang Process Engineering and Energy Technology

Raum T 3.602

0471 4823 - 471