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Inhalt:
Technische Dokumentation
- Rechnernetze der Hochschule Bremerhaven
- Aufbau der Funknetzinfrastruktur (Wireless LAN)
- Umsetzung des IT-Sicherheitskonzeptes
- Integration von Sprachdiensten im Rechnernetz (Voice over IP, Fax over IP)
- zentrale Server-Einheiten
- Einführung eines hochschulweiten Anwendungsdienstes mit zentraler Datenhaltung
- Integration einer "redundanten Stromversorgung"
Rechnernetze als Kommunikationsmedium rücken immer mehr in den Mittelpunkt der Lehre an Hochschulen. Von der Informationsrecherche im Internet bis zur Server basierten Verteilung und Bereitstellung von Unterichtsmaterialien und Lehrmodulen stellen leistungsfähige Rechner- oder Datennetzwerke immer mehr eine Grundvorraussetzung für eine multimediale Infrastruktur dar. Allein das in der Hochschule Bremerhaven transferierte Datenvolumen zum / vom Internet hat sich im Laufe der letzten 10 Jahre mehr als verzehnfacht (von ca. 160 Gbyte auf ca. 2,1 Tbyte pro Monat). Die Hochschule Bremerhaven strebt zudem eine Attraktivitäts- und Effizienzsteigerung der Lehre durch den Einsatz neuer multimedialer Medien an. Der quantitative und qualitative Ausbau der Netzwerkinfrastruktur ist daher stetig erforderlich, um den Anforderungen der Lehrenden und Lernenden gegenwärtig und zukünftig gerecht zu werden.
Durch den quantitativen und qualitativen Ausbau der Netzwerkinfrastruktur, d.h. im Kernnetz- und Anschlußbereich werden folgende Ziele realisiert:
- Campusweit einheitliche akzeptable bis echtzeitnahe Übertragungsqualität für
- Server basierte Verteilung und Bereitstellung von insbesondere visualisiertem Lehrmaterial
- Server basierte Bereitstellung von Anwendungs-Software (Application Service Providing)
- Verteilte Bearbeitung und Entwicklung von Lehrmodulen
- Internet Protokoll basierte Sprach-Daten-Integration (Voice over IP, Unified Messaging)
- Interaktive Anwendungen (z.B. Computer Based Training, Prozesssteuerung ) - Erweiterung der Rechneranschlusskapazitäten und -möglichkeiten zur aktuellen und zukünftigen Bedarfsdeckung sowie zur Realisierung eines mobilen Campus ( "Notebook University" ).

In der Hochschule Bremerhaven steht eine flächendeckende Funknetzinfrastruktur (WLAN) zur Verfügung.
Der Zugang zu öffentlichen Rechner-Ressourcen der Hochschule ist im Netz "mobilecampus" (SSID) frei. Der Zugang zum Internet kann für Studierende der Hochschule Bremerhaven derzeit nur per VPN (Virtual private Network) erfolgen, bei dem eine Authentifizierung und damit verbunden eine vorherige Registrierung notwendig ist. Für Mitarbeiter und Gäste (Mitarbeiter und Studierende anderer Hochschulen) gibt es zudem die Möglichkeit, das Eduroam-Funknetz zu nutzen

Der Funknetzbereich der Hochschule Bremerhaven
Für das Campusnetz der Hochschule Bremerhaven wurde von der ZBRV eine "zweistufige Verteidigung" gegen das Internet sowie eine Abschottung des Verwaltungsnetzwerkes gegen das lokale Hochschulnetz umgesetzt. Für zentrale Server ist zudem eine Demilitarisierte Zone (DMZ) eingerichtet worden, bei der nur für bestimmte Internetdienste Zugriff gewährt wird.
Weiterhin ist für das öffentliche Netz für Studierende sowie das Funknetz (WLAN) eine Firewall eingerichtet worden, um unerlaubte Zugriffe auf Netzressourcen der Hochschule zu verhindern und Internetdienste einschränken zu können. Die Firewall-Rechner wurden zudem mit Antiviren-Software ausgestattet und fungieren als WWW- und Email-Proxy-Server.
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Die zweistufige Firewall-Struktur der Hochschule Bremerhaven
Die bestehendeTelefonanlage der Hochschule Bremerhaven ist nicht ohne erheblichen Kostenaufwand erweiterbar. Es sind Engpässe bei der Versorgung mit Telefon- und Telefaxendgeräten entstanden.
Lösung: Von der ZBRV wurde eine relativ kostengünstige flexibel erweiterbare Voice-Over-IP-Anlage zwischen dem PBX-Anschluß und der bestehenden Telefonanlage geschaltet, die es ermöglicht, mit IP-Telefonen (H.323-Telefone) über das Rechnernetz intern und nach extern zu telefonieren. Weiterhin ist eine Fax-Service-Lösung integriert worden, mit der mittels PC Telefaxe gesendet und empfangen werden können. Die ZBRV setzt Produkte der Firma Innovaphone ein.
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Der geplante neue Gebäudeabschnitt soll komplett mit IP-Telefonen ausgestattet werden.
- 3 Mail-
- 2 WWW-
- 2 Elearning-
- 1 DNS-
- 2 FTP-
- 3 Terminal-
- 2 Backup-
- 2 Storage
- 1 Accounting-
- 2 VPN-
- 2 Radius/LDAP-
- 2 WWW/FTP-Proxy-Server
und 2 Firewall-Server
Die ZBRV setzt mit Ausnahme der Terminal-Server auf allen o.g. Systemen Linux und Free BSD- Betriebssysteme ein. Mit Ausnahme der VPN- und Firewallserver werden alle Plattformen virtualisiert auf Bladeservern betrieben
Die ZBRV betreibt einen Server basierten hochschulweiten Dienst für die Bereitstellung von Standard- und Spezial-Anwendungen. Signifikante Vorteile sind die Minimierung von Anschaffungskosten für Rechner-Hardware und -Software, die zentrale Datenhaltung und -sicherung sowie die Minimierung des Wartungsaufwands. Arbeitsplatz-PCs und Notebooks können damit zu flexibel austauschbaren Terminals umfunktioniert werden (Thin Clients).
Die ZBRV hat für Studierende, Verwaltungsangestellte und wissenschaftliches Personal mit der Software-Lösung Citrix Metaframe Xpe Anwendungsdienst-Systeme bereitgestellt (Application Service Providing), die jedem Anwender u.a. folgende Vorteile verschaffen.
1. Ein eigenes "Home-Directory" auf dem Server, welches zentral automatisch und regelmäßig gesichert wird.
2. Gemeinsame zentrale Ordner für geschlossene Benutzergruppen
3. Nutzung spezieller Anwendungen, die nicht lokal auf dem PC installiert sind.
4. Ortsunabhängiger Zugriff auf Daten und Anwendungen.
5. Aktueller zentraler Antivirenschutz.
6. Automatische Aktualisierung (Update) der Software.
7. Ausschluß einer Softwareinkompatibilität
8. Minimierung der PC-Ausfallzeiten durch beliebige Austauschbarkeit
Alle zentralen Netzwerk- und Serverkomponenten sind von der ZBRV mit USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) ausgerüstet worden, die zum einen die Spannungsversorgung stabil halten und zum anderen bei kurzzeitgen Stromausfällen ( bis maximal 45 Min.) die Stromversorgung aufrecht erhalten. Bei Überschreitung der o.g. Zeit werden Server-Rechner per Triggersignal zum "herunterfahren" veranlasst.
Die ZBRV setzt Produkte der Firma Riello und APC ein.


