Zur Bremerhaven International Summer School dank Stipendium

Zwei Studenten aus Kaliningrad wieder in Bremerhaven dabei

Für Pavel Makarov und Alexey Pyatikop war es ein langer Weg bis in die Seestadt. Denn bevor sie die 24-stündige Reise zur 9. Bremerhavener International Summer School an der Hochschule Bremerhaven in Kaliningrad antreten durften, mussten sie sich Monate vorher erst um das begehrte Stipendium bewerben. Denn den beiden riussichen Studenten war die Teilnahme an dem zweiwöchigen Sommerprogramm nur dank der finanziellen Unterstützung der Sparkasse Bremerhaven und der Vergabe der Stipendien durch die Partnerstädte Bremerhaven und Kaliningrad möglich. Seit 2006 eröffnen die beiden Schwesterstädte jedes Jahr zwei russischen Studierenden das Stipendium zur Teilnahme am Sommerprogramm.

"Die Stadt ist wunderschön", findet Pyatikop. Nur der Wind sei etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Schiffe im Hafen hätten es ihm sofort angetan. Besonders fasziniert hat ihn aber auch das Klimahaus. "Dort konnte ich in Länder reisen, die ich im realen Leben vermutlich nie sehen werde", erzählt Pyatikop. Der Student der Baltischen Akademie für Wirtschaft nutzt das Stipendium aber auch, um sein Englisch zu verbessern: "Es wird auf Englisch unterrichtet und auch nur Englisch untereinander gesprochen. Auf diese Weise können wir neben den Fachkenntnissen noch unsere Sprachkenntnisse erweitern, was für unseren späteren Beruf sehr nützlich ist", meint Pyatikop.

Makarov ist es dagegen besonders wichtig, neue Leute kennenzulernen. "Wir können hier Kontakte zu Menschen aus verschiedenen Ländern knüpfen und zum Beispiel über Kulturunterschiede diskutieren", sagt der 25-Jährige Aspirant der Sankt-Petersburger Universität, Filiale Kaliningrad, für Service und Wirtschaft. Insgesamt sind in diesem Jahr 48 Studierende und Berufseinsteiger aus sechs Nationen beim Sommerprogramm an der Hochschule.

Entstanden ist das Stipendium anlässlich der 700-Jahr Feier der Partnerstadt Kaliningrad. "Wir wollten ein bleibendes Geschenk mitbringen, von dem junge Menschen jährlich profitieren", so Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken. Da sich die Sparkasse bereit erklärt habe, das notwendige Geld zur Verfügung zu stellen, wird die Teilnahme zweier Studierender aus Kaliningrad seit 2006 ununterbrochen ermöglicht. "Die Sparkasse fördert gerne Projekte, die der Region zu Gute kommen und die Hochschule ist ein langjähriger und wichtiger Partner für uns", stimmt Peter Klett, Vorstand der Sparkasse Bremerhaven, zu.

"Und von den Erlebnissen hier berichten die Studierenden ihren Freunden in der Heimat", ergänzt Prof. Feldmeier. So könne das Programm immer weiter laufen und immer mehr Studierenden würden neugierig auf die Bremerhaven International Summer Scholl der Hochschule am Meer. Und wer weiß, vielleicht entscheidet sich der ein oder andere auch ein oder zwei Semester in Bremerhaven zu studieren oder für ein Masterstudium zurückzukommen. "Ich bin sehr interessiert daran, wiederzukommen. Insbesondere das Masterprogramm Management im Mittelstand ist sehr interessant", pflichtet auch gleich der Stipendiat Pyatikop bei und macht erste Pläne für seinen weiteren beruflichen Lebensweg.

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