Einmaliges Forschungsprojekt: Windenergiepotenziale auf Hausdächern nutzen

STÄWOG-Chef Christian Bruns, Prof. Henry Seifert, und Jörn Böcker von der fk-wind: und STAWÖG-Architekt Hans-Joachim Ewert möchten herausfinden, ob sich Kleinwindanlagen auf Hausdächern wirtschaftlich rentieren
STÄWOG-Chef Christian Bruns, Prof. Henry Seifert, und Jörn Böcker von der fk-wind: und STAWÖG-Architekt Hans-Joachim Ewert möchten herausfinden, ob sich Kleinwindanlagen auf Hausdächern wirtschaftlich rentieren
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Seinen Strom selbst produzieren und auch genau dort verbrauchen, wo er entsteht, das ist der Zukunftstraum von Hans-Joachim Ewert von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven (STÄWOG). Gemeinsam mit dem Institut für Windenergie, der fk-wind: der Hochschule Bremerhaven soll diese Vision nun ein Stück näher rücken: Windenergie auf einem Einfamilienhaus oder dem Wohnblock - ist das möglich? Diese Frage stellten sich die fk-wind: und STÄWOG im Rahmen des Forschungsprojektes "Windenergiepotentiale auf Dächern" (WiPoDa).

Dabei wurde ein fünf Meter hoher Messmast auf einem Wohnblock der STÄWOG installiert. "In einigen Tagen werden wir mit den Messungen auf dem Dach beginnen um herauszufinden, wie die Windstrukturen auf typischen Wohngebäuden beschaffen sind", so Prof. Henry Seifert, Institutsleiter und Studiengangsleiter des Master Windenergietechnik der Hochschule Bremerhaven. Ziel des deutschlandweit einmaligen Projekts ist es, eine Prognose über die Wirtschaftlichkeit einer solchen Kleinwindanlage zu stellen. Professor Seifert betont, dass die Erträge einer solchen kleinen Windanlage analysiert werden müssten. Außerdem will er herausfinden, wie ein Windrad überhaupt beschaffen sein müsste, um für ein Hausdach geeignet zu sein.

Die Messtechnik dieser Anlagen wurde auf einem typischen Einfamilienhaus und einem typischen Wohnblock installiert. Zirka ein Jahr lang wird nun die Windgeschwindigkeit gemessen und die Windrichtung analysiert, um Erträge und Anschaffungskosten einer Kleinwindanlage abschätzen zu können. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Messung des Windprofils über dem Dach. Die Wissenschaftler der fk-wind: wollen herausfinden, wie hoch die Windeenergieanlage über dem Dach installiert werden muss."

Weiterhin können wir die Messdaten für unsere Lehre an der Hochschule verwenden", lobt Prof. Seifert die Untersuchung. Das Projekt "Windenergiepotentiale auf Dächern" der fk-wind: und der STÄWOG wird von dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen gefördert und hat bereits im Januar 2013 begonnen.

Die Förderung erfolgt durch das Land Bremen aus dem Förderprogramm Angewandte Umweltforschung und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE 2007-2013. EUROPÄISCHE UNION: Investition in Ihre Zukunft - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung.

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