Hochschule Bremerhaven erfolgreich beim Professorinnenprogramm Teil II

Dank des Erfolgs beim Professorinnenprogramm Teil II kann die Hochschule Bremerhaven eine finanzielle Unterstützung in der Berufung von bis zu drei Professorinnen erhalten. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Land in den ersten fünf Jahren jeweils eine Anschubfinanzierung von bis zu 150.000 Euro jährlich zur Verfügung. Gleichzeitig kann die Hochschule am Meer aufgrund der positiven Bewertung des eingereichten Gleichstellungskonzepts im wissenschaftlichen Bereich ihr Engagement weiter verstärken. Insgesamt beteiligten sich 131 Hochschulen, von denen in der zweiten Auswahlrunde 96 Hochschulen mit Gleichstellungskonzepten überzeugten und nun mit insgesamt 150 Mio. Euro gefördert werden.

"Für uns ist es eine besondere Anerkennung unserer bereits geleisteten Aktivitäten und Maßnahmen in diesem Bereich, die wir nun noch weiter ausbauen können", so der Rektor der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Josef Stockemer. Denn die Mittel, die in den Hochschulen durch die Finanzierung der Professuren aus dem Programm frei werden, muss die Hochschule im Gegenzug in ihre Gleichstellungsarbeit investieren. So sollen mehr Studentinnen für MINT-Studiengänge gewonnen und die Förderung dieser Studentinnen während des Studiums gestärkt werden sowie der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert und der Anteil an Professorinnen und Frauen in Spitzenpositionen weiter erhöht werden.

Auch die Zentralen Frauenbeauftragten Prof. Dr. Sofie Czernik und Prof. Dr. Karin Vosseberg freuen sich, dass die bisherige Gleichstellungsarbeit der Hochschule Bremerhaven honoriert wurde und sie nun die geplanten Umsetzungen neuer Maßnahmen in Angriff nehmen können. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise ein Mentoring-Programm zur Unterstützung von Bewerberinnen in Auswahl- und Berufungsverfahren im wissenschaftlichen Bereich und bei der Eingliederung in den Hochschulalltag nach Antritt der Stelle eingeführt wird. Eine weitere Maßnahme wird die Erarbeitung von wissenschaftlich fundierten Handlungsempfehlungen sein, mit dem Ziel, nachhaltig Gender-Aspekte in die Gestaltung von einzelnen Veranstaltungen, Studieneingangsphasen und Curricula der Studiengänge zu etablieren. Auf diese Weise soll auch ein Beitrag dazu geleistet werden, mehr Frauen für ein Studium in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern zu gewinnen. Bislang ist der durchschnittliche Anteil der Studentinnen seit dem Wintersemester 2005/2006 leicht gestiegen und liegt seit fünf Jahren relativ konstant bei 35 bis 36%. "Dies ist für eine technisch orientierte Hochschule schon ein ganz beachtlicher Anteil. Aber auch an der Hochschule Bremerhaven liegt gerade in den sogenannten MINT-Studiengängen der Anteil an Studentinnen deutlich unter diesem Mittelwert. Die Aktivitäten zur Förderung junger Frauen soll in diesen Studiengängen besonders gestärkt werden", so die Intention der Zentralen Frauenbeauftragten.

"Die Kompetenzen hochqualifizierter Frauen werden in der Wissenschaft dringend gebraucht", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. "Das Professorinnenprogramm hat dazu beigetragen, den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu steigern und das Bewusstsein für eine stärkere Frauenförderung an den Hochschulen zu verankern. Die hohe Zahl der Bewerbungen zeigt, dass an den Hochschulen ein Kulturwandel begonnen hat. Diesen Schwung gilt es zu nutzen, denn wir brauchen bei der Frauenförderung noch mehr Dynamik."

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