Klimapolitik selber machen: Spiel „KEEP COOL“ zu Gast am Klimahaus Bremerhaven

Brettspiel Keep cool
Brettspiel Keep cool
Quelle: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Grünes Wachstum oder globale Erwärmung? Beim Brettspiel "KEEP COOL" des Oldenburger Hochschullehrers Klaus Eisenack steht das Klima auf dem Spiel. Am Samstag, den 24. August, ist KEEP COOL von 12.30 bis 16.30 Uhr zu Gast am Klimahaus Bremerhaven. Gemeinsam mit Studierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Hochschule Bremerhaven können Umwelt- und Spielinteressierte ab zehn Jahren die Brettspiel- und Online-Version des Spiels kennenlernen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das deutsch-/englischsprachige Spiel KEEP COOL - entwickelt am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung - wird seit vielen Jahren an Schulen, Universitäten, in Umweltgruppen und in privaten Runden begeistert gespielt. Neben dem Brettspiel ist bereits eine Online-Version von KEEP COOL entstanden, die jetzt von Ulrike Erb an der Hochschule Bremerhaven mit Studierenden des Master Anwendungsorientierte Informatik weiterentwickelt wird.

"Angebote wie KEEP COOL machen nicht nur Spaß, sie vermitteln auch auf unkonventionelle Weise wichtiges Wissen zum Klimawandel", erklärt Eisenack. "Ich freue mich sehr, KEEP COOL an spannende Orte wie das Klimahaus zu bringen und hierdurch einen Austausch mit der Öffentlichkeit anzuregen." Umweltökonom Eisenack geht gerne neue Wege: das Spiel KEEP COOL setzt er in der eigenen Lehre ein, und aktuell führt er mit Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung eine Crowdfunding-Kampagne für die Neuauflage von KEEP COOL durch. Mit dieser neuen Finanzierungsmethode im Internet ist es möglich, alle Interessierten an der Neuauflage zu beteiligen und damit den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit konsequent zu vertiefen. Ulrike Erb erklärt: "Neue Medien und Technologien bieten ein großes Potenzial, um gesellschaftlich wichtige Themen zu kommunizieren und in einen Austausch zu treten."

In einer Partie KEEP COOL stellen drei bis sechs Spielerinnen / Spieler Staatengruppen wie Europa, die Opec oder die Entwicklungsländer dar. Für ein bis zwei Stunden können sie zwischen "schwarzem" und "grünem" Wachstum wählen, sich aber auch an unvermeidbare Klimafolgen wie Dürren und Überschwemmungen anpassen. Diese nehmen an Stärke zu, wenn die Welttemperatur steigt. Zudem gilt es, Lobbygruppen wie die Ölindustrie oder Umweltverbände zu berücksichtigen. Es gewinnt die Person, die Klimaschutz und Lobby-Interessen am besten in Einklang bringt. Wenn aber einige zu rücksichtslos vorgehen, verlieren alle.

Weitere Informationen zum Spiel KEEP COOL und zum Crowdfunding: www.spiel-keep-cool.de

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