Überzeugendes Konzept eingereicht

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Quelle: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Hochschule Bremerhaven im Finale des Wettbewerbs „Studienpioniere“

Mit ihrem Konzept "Alle an Bord! Studienpioniere anheuern und auf Kurs bringen" überzeugte die Hochschule Bremerhaven und zieht damit mit 16 weiteren Fachhochschulen ins Finale des Wettbewerbs "Studienpioniere", den die Stiftung Mercator und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgelobt hatten. Bis zu zehn Fachhochschulen werden bei der Verwirklichung ihrer Konzepte zur gezielten Ansprache und Unterstützung von sogenannten Studienpionieren mit Strukturfördermitteln von jeweils bis zu 170000 Euro unterstützt. Zusätzlich stellen Stiftung Mercator und Stifterverband den ausgewählten Hochschulen für eine Laufzeit von bis zu vier Jahren je 18 Stipendien in Höhe von monatlich 150 Euro pro Studienpionier zur Verfügung. Am 21. und 22. Oktober geht es in die zweite Runde - dann präsentieren die 17 Finalisten im Rahmen einer öffentlichen Jury-Sitzung ihre Konzepte in Berlin.

Mit dem Programm "Studienpioniere" haben sich die Stiftung Mercator und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft das Ziel gesetzt, mehr Menschen aus Familien ohne akademische Tradition zur Aufnahme und zum Abschluss eines Studiums zu motivieren und ihnen damit den Bildungsaufstieg zu ermöglichen. Denn noch immer sind junge Menschen aus Elternhäusern ohne akademische Tradition an deutschen Hochschulen unterrepräsentiert und brechen ihr Studium überdurchschnittlich häufig ab.

"Bildung ist nach wie vor die wesentliche Voraussetzung für chancengleiche Teilhabe an der Gesellschaft. Mit dem Programm adressieren wir die erhebliche Bildungsungleichheit in Deutschland, die sich vor allem für junge Menschen aus bildungsfernen Familien mit Migrationshintergrund fatal auswirkt", erläutert Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, die Motivation für die Initiative. Denn während neun von zehn Kindern aus Akademiker-Familien den Schritt an eine Hochschule gehen, beginnt noch nicht einmal jedes zweite Kind aus einem Arbeiterhaushalt ein Studium.

Deshalb waren Fachhochschulen in ganz Deutschland aufgerufen, Konzepte zur Rekrutierung und Begleitung von Studierenden aus Nicht-Akademiker-Familien zu entwickeln und einzureichen. Insgesamt sind 61 Hochschulen aus 15 Bundesländern dem Aufruf nachgekommen. "Aufstieg durch Bildung gehört zum Gründungsauftrag der Fachhochschulen. Das Programm soll Fachhochschulen in ihrem Bemühen stärken, sich beim Thema chancengerechte Bildung im Hochschulsystem zu profilieren", so Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes.

17 Fachhochschulen haben es nun in die nächste Runde geschafft. Stiftung Mercator und Stifterverband stellen für die Initiative gemeinsam 3,2 Millionen Euro zur Verfügung. Neben der Hochschule Bremerhaven haben noch folgende Fachhochschulen haben das Finale des Wettbewerbs erreicht:

  • Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (Bochum): Chancengleich und inklusiv. Anpassung der Hochschule an die Studienbedarfe von Studierenden aus Nicht-Akademiker-Familien
  • Hochschule Bochum: Beraten.Investieren.Vernetzen.BO-Bildungspioniere
  • Fachhochschule Brandenburg: "Studieren-Erfahren!" Ein Projekt zur Gewinnung, Integration, Bindung und erfolgreichen Verabschiedung von beruflich qualifizierten Studierenden als "First Generation Studierende" an der FH Brandenburg 
  • Fachhochschule Dortmund: studienpioniere@fh-dortmund
  • Fachhochschule Düsseldorf: Studienpioniere - Ein inklusives Hochschulkonzept zur Studierendenförderung
  • Hochschule Esslingen: Studieren wagen!
  • Technische Hochschule Ingolstadt: First-IN-Family - Studienpioniere an der Technischen Hochschule Ingolstadt
  • Fachhochschule Kaiserslautern: BASE-BildungsAufstieg StudienpionierE
  • Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Lemgo): Studieren an der Hochschule OWL für Studienpioniere
  • Hochschule Ludwigshafen am Rhein: FöBiLu: Förderung und Begleitung von Bildungsaufsteigerinnen und Bildungsaufsteigern an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein 
  • Hochschule Magdeburg-Stendal (FH): "Von Pionier zu Peer-Mint" der Hochschule Magdeburg-Stendal
  • Hochschule der Wirtschaft für Management gGmbH (Mannheim): Studienpioniere
  • Hochschule Neubrandenburg: Studienstarter/Generation 1
  • Technische Hochschule Nürnberg: Mut zum Studium an der TH Nürnberg für Studienpioniere
  • Hochschule Offenburg: "PioneerING" Ingenieurkarriere in der Region als Lebens- und Berufsperspektive
  • Hochschule Osnabrück: Auf ins Studium! Service für Studienpioniere an der Hochschule Osnabrück

Die Westfälische Hochschule (Gelsenkirchen) hat in den letzten Jahren Erfahrung im Aufbau von Studienangeboten gesammelt, die neue Studierendengruppen ansprechen, und wurde für diese Angebote bereits ausgezeichnet. Sie unterstützte die Konzeption des Wettbewerbs mit ihrer Expertise und wird an dem Förderprogramm teilnehmen.

Weitere Informationen unter zur Ausschreibung unter www.stiftung-mercator.de/studienpioniere oder www.stifterverband.de/studienpioniere

Zugehörige Dokumente

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