Was Eigenspannungen und Türme mit Windenergie zu tun haben?

Antworten gibt es beim fk-wind:energiekolloquium am Mittwoch, 6. November

Gleich mit zwei Vorträgen startet das fk-wind:energiekolloquium in das Wintersemester: "Türme für Binnenwindenergieanlagen" und eine "Untersuchung von Eigenspannungen mit Hilfe von zerstörungsfreien Prüfverfahren" lauten die Themen. Prof. Dr. Holger Lange sowie Sascha Raatz stellen am Mittwoch, den 6. November, im Rahmen des fk-wind:energiekolloquiums, ihre Studien vor. Ab 18 Uhr können alle Interessierten, Mitarbeiter und Studierenden im Raum K 125 der Hochschule Bremerhaven (Haus K, An der Karlstadt 8 in Bremerhaven) einen spannenden Einblick in die Forschungsaktivitäten der beiden Referenten erhalten.

Ein Stahlturm einer Windenergieanlage verschlingt bis zu 30 % der Gesamtkosten eines solchen Megaprojekts. Aufgrund dieser hohen Kosten ist der Druck auf die Industrie, kostengünstige und effiziente Lösungen zu entwickeln, sehr hoch. Prof Dr. Holger Lange forscht deshalb in einem vom Bundesministerium für Bildung Forschung geförderten Projekt nach günstigen Turmvarianten für Binnenwindenergieanlagen. Die ersten Ergebnisse dieser Untersuchungen stellt der Professor der Hochschule Bremerhaven vor.

Prof. Lange lehrt seit Januar 2011 an der Hochschule Bremerhaven im Studiengang Windenergietechnik. Nach seiner Doktorarbeit hatte der Ingenineur Lehraufträge an der Universität Duisburg-Essen zu den Themen "Ermüdungsprobleme im Stahlbau", "Ermüdung von Stahlkonstruktionen" sowie "Konstruktion und Berechnung von Schalen, Türmen und Masten aus Stahl". Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit verfügt Prof. Lange über einen großen Erfahrungsschatz als praktischer Ingenieur, insbesondere als geschäftsführender Gesellschafter der P.E. Concepts GmbH, die er 2002 gegründet hat.

Weiter geht es beim bei der Veranstaltung dann mit Physiker Sascha Raatz. Er untersuchte Eigenspannungen, denn diese stellen ein hohes Risiko dar. So könnte ein Defekt in einem Pipelinerohr - verursacht durch eine zu hohe Spannung in einem Bauteil - beispielsweise katastrophale Folgen für die Umwelt haben. Um diese Gefahren zu minimieren, hat der Doktorand der Hochschule Bremerhaven verschiedene zerstörungsfreie Prüfverfahren für Eigenspannungen untersucht und stellt seine Studie ebenfalls beim fk-wind:energiekolloquium vor.

Seit seinem Abschluss als Diplom-Physiker im Jahr 2010, arbeitet Sascha Raatz als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Bremerhaven. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert Projektes "Charakterisierung des Eigenspannungszustandes von Stahlbauteilen" promoviert er seitdem an der Hochschule Bremerhaven. In der Studie werden unter anderem verschiedenen Verfahren eingesetzt, um die Eigenspannungen in niedrig legierten Stahlrohren zu untersuchen. Während seines Vortrags unter dem Titel "Untersuchung von Eigenspannungen mit Hilfe von zerstörungsfreien Prüfverfahren - Einsatz auch an Stahlbaukomponenten von Windenergieanlagen" geht der Diplom-Physiker auf diese Verfahren ein und erläutert am Beispiel eines Stahlrohrs die angewandte Technik.

In den fk-wind:energiekolloquien wird anhand einer aktuellen Thematik wissenschaftliches und technisches Know-how vermittelt. Dank der Unterstützung der swb AG kann in regelmäßigen Abständen Studierenden und Auszubildende sowie Forschende, Ingenieure und Interessierte innovative und aktuelle Entwicklungen präsentiert werden. Um eine Anmeldung zu der Veranstaltung bei Frau Regina Kück per Email unter regina.kueck@fk-wind.de wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.

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