Berater für die Klimastadt

Pedelec hat Potential: Studierende untersuchten für die Stadt die Nutzung von Elektrofahrrädern.
Pedelec hat Potential: Studierende untersuchten für die Stadt die Nutzung von Elektrofahrrädern.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Hochschulstudierende untersuchen die Nutzung von Elektrofahrrädern

Mit einer umfassenden Marktforschung sind Studierende des Studiengangs Cruise Tourism Management in die Beraterrolle geschlüpft. Ein Jahr lang haben sie im Auftrag des Arbeitskreises E-Mobilität der Klimastadt Bremerhaven das Potential sogenannter Pedelecs (Pedal Electric Cycle) untersucht. Deren Elektromotor unterstützt den Fahrer je nachdem, ob und wie kräftig er in die Pedale tritt - eine umweltschonende und zugleich gesundheitsfördernde Fortbewegungsart, die den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß in der Seestadt verringern kann. Mithilfe von Pedelec-Leihstationen könnten darüber hinaus touristische Attraktionen in Bremerhaven miteinander verbunden und das Elektrofahrrad generell als alternatives Fortbewegungsmittel in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden - so die Idee des Arbeitskreises.

Die Idee: Pedelecs in Bremerhaven?

Doch was halten die Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger davon? Welche Kosten würden dadurch entstehen und wie kann solch eine Station wirtschaftlich betrieben werden? Diesen elementaren Fragen gingen die Studierenden der Hochschule nach.

Ein Projekt, das der Stadt zugutekommt

"Für unser Jahresprojekt im siebten und achten Semester haben wir uns bewusst ein Thema ausgesucht, das der Region und der Stadt zugutekommt", sagt Daniel Lukas, einer der insgesamt fünf Studierenden, welche die Pedelecs genau unter die Lupe genommen haben.

Mehr als 400 Personen - Touristen, Pendler und Einheimische - haben sie direkt und online befragt. Darüber hinaus sprachen sie mit Expertinnen und Experten in Fahrrad- und Küstenstädten, die Elektrofahrräder erfolgreich einsetzen. Auch das Wissen des Arbeitskreises E-Mobilität der Klimastadt Bremerhaven wurde in die studentische Forschungsarbeit miteinbezogen.

Ergebnis: Pedelec als Alternative denkbar

Das Ergebnis: "Rund 30 Prozent der Befragten können sich das Pedelec als Alternative zum Auto oder zu öffentlichen Verkehrsmitteln vorstellen", sagt Daniel Lukas. Doch insgesamt sei das Thema E-Mobilität in vielen Städten und Gemeinden eher unbekannt. Daher gibt die Studie dem Arbeitskreis auch Vorschläge für Marketingmaßnahmen und ein Finanzierungskonzept mit auf den Weg.

"Die Studierenden haben einen super Job gemacht. Ihre Ergebnisse sind eine der Grundlagen, auf der wir nun entscheiden, wie es mit dem Pedelec-Projekt weiter geht", sagt Axel Siemsen, Geschäftsführer von swb Bremerhaven und Leiter des Arbeitskreises E-Mobilität.

Auch Prof. Dr. Kai Havekost, Betreuer der Studierenden, ist stolz auf die Studie, die gleichermaßen als praktische Übung wie auch als gesellschaftliches Engagement angelegt sei: "Die Studierenden haben nicht nur den wichtigen Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis hergestellt, sondern das Projekt auch methodisch eigenständig und mit viel Engagement zum Erfolg geführt. Zudem haben sie sich mit dem Projekt für das Gemeinwohl eingesetzt. Das ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil unseres Studiengangs, sondern wird zunehmend auch von Arbeitgebern erwartet."

Die Studierenden hoffen nun, dass ihre Untersuchungsergebnisse umgesetzt werden, wie Daniel Lukas sagt: "Wenn in ein paar Jahren die Pedelecs durch Bremerhaven fahren sollten, können wir sagen: Wir haben mitgeholfen, das auf den Weg zu bringen."

Zugehörige Dokumente

  • Hochschule BremerhavenDie CTM-Studierenden (von links oben) Heike Nicolai, Rebecca Pflaum, Berit Lemke, Daniel Lukas und Skrollan Schnedler.

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