Studierende der Hochschule Bremerhaven machen Expedition nach Schweden

Mithilfe der Kette des Ankers konnten die Studierenden gemeinsam mit Prof. Dr. Bochert die Wellenmessboje aus dem Meer ziehen.
Mithilfe der Kette des Ankers konnten die Studierenden gemeinsam mit Prof. Dr. Bochert die Wellenmessboje aus dem Meer ziehen.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Maritimes Forschungszentrum ist Ziel einer Studienfahrt des Studiengangs MAR

Ein kleines Forschungsschiff auf dem offenen Meer: Der Seegang lässt das Boot wie eine Wiege wippen. Die Sonne brennt auf der Haut der Bremerhavener Studierenden und lässt sie bei ihrer Arbeit ins Schwitzen kommen. In 24 Metern Tiefe haben sie eine Wellenmessboje am Meeresboden mit einem Anker befestigt. Nach vier Stunden Messzeit konnte sie wieder eingeholt und die Daten ausgewertet werden: „Die Boje hat für uns die Bewegungen der Wellen gemessen. Anhand der Daten können wir nun feststellen, ob beispielsweise große oder kleine Wellen die Boje erreicht haben“, erklärt Student Hendrik Mundt den Vorgang.

Das Verankern der Boje war nur einer der Gründe für die Forschungsreise des Studiengangs Maritime Technologien der Hochschule am Meer. Um das gelernte Wissen praktisch umzusetzen, trafen sich die Bremerhavener Studierenden mit dem Schwerpunkt für Meeresenergiesysteme mit Kommilitoninnen und Kommilitonen der Universität Uppsala im Sven Lóven Centre in Schweden zu einem internationalen Workshop. Der Austausch untereinander sowie Forschungsfahrten auf dem Meer waren Mittelpunkt der Tagung.

Organisator der Fahrt und Leiter des Studiengangsschwerpunkts Meeresenergiesysteme und Messtechnik, Prof. Dr. Axel Bochert, freute sich über die Expedition: „Es ist gut, dass die Studierenden hier praktisch arbeiten können. Sie sind voller Eifer dabei und versuchen ihre Projekte zum Erfolg zu bringen. Diese Erfahrungen werden ihnen später im Berufsleben weiterhelfen.“

Neben der Wellenmessboje wollten die Bremerhavener Studierenden ein mitgebrachtes Unterwasserfahrzeug, auch ROV (remote operating vehicle) genannt, in der schwedischen Skagerrak Nordsee testen. Doch obwohl sie sich wochenlang auf diesen Tag vorbereitet haben und viele Tests im Versuchsbecken bei Falck Safety Service in Bremerhaven durchgeführt haben, hatten sie mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Das ROV hatte Probleme mit dem Salzwasser der Nordsee. Es konnte keine stabile Verbindung zwischen dem Fahrzeug und dem Laptop auf der Forschungsstation herstellt werden. In langen Nachtschichten versuchten die zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure dann ihr ROV für den Einsatz auf dem Forschungsschiff bereit zu machen um über eine Kamera die Bauweise eines Wellenkraftwerkes der Universität Uppsala unter Wasser zu untersuchen.

Möglich wurde diese einwöchige Forschungsreise durch eine Förderung der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Mehr als 13.000 Euro stellte die höchste wissenschaftliche Einrichtung in Schweden dafür der Hochschule Bremerhaven zur Verfügung. „Ich freue mich, dass wir unseren Studierenden diese Reise bieten konnten. Alle 24 Teilnehmenden haben viel dazu gelernt und hatten viel Spaß. Mein Wunsch ist nun, dass wir diese Lehrfahrt auch im nächsten Jahr wieder organisieren können“, erklärt Prof. Dr. Axel Bochert.   

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