Studierende forschen in Schweden zum Thema Meeresenergie

Studentin Luisa Mende arbeitet an der Wellenmessboje für die Exkursion. Dafür werden Sensoren für das Gerät entwickelt.
Studentin Luisa Mende arbeitet an der Wellenmessboje für die Exkursion. Dafür werden Sensoren für das Gerät entwickelt.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Hochschule Bremerhaven erhält Fördergelder der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften

Ein Unterwasserkraftwerk zu erforschen ist das Ziel einer Exkursion zum Sven Lovén Centre, einer schwedischen Forschungsstation, im Juni dieses Jahres. Mit Hilfe einer Wellenmessboje und eines Unterwasserfahrzeugs (ROV) wollen Studierende und Lehrende der Hochschule Bremerhaven Wellen an dem schwedischen Kraftwerk vermessen und so ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umsetzen.

Für Prof. Dr. Axel Bochert, Organisator der Lehrfahrt und Professor für Meeresenergiesysteme und Messtechnik, ist die Reise besonders wichtig, um das selbständige Arbeiten zu fördern: „Wir machen diese Exkursion, um die Studierenden auf das wirkliche Leben vorzubereiten. Ihre Ausbildung soll so praxisnah wie möglich sein. In Schweden können sie ihre teils selbst konstruierten Geräte testen und erfahren was es bedeutet, ein eigenes Projekt zu managen.“

Während ihrer einwöchigen Reise treffen die 17 Studierenden des Studiengangs Maritime Technologien mit dem Schwerpunkt Meeresenergiesysteme 10 Kommilitonen der Universität Uppsala. Ermöglicht wird dieser internationale Workshop durch eine Förderung der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Mehr als 13.000 Euro stellt die höchste wissenschaftliche Einrichtung in Schweden dafür der Hochschule Bremerhaven zur Verfügung.

Der zweite wichtige Aspekt der Reise ist der wissenschaftliche Austausch zwischen Studierenden: „Unsere Sechstsemester müssen einen Vortrag vor den Schwedinnen und Schweden halten. Das ist eine ganz neue Herausforderung. So können Sie erste Erfahrungen auf internationaler Ebene machen“, erklärt Prof. Dr. Axel Bochert.

Neben dieser wissenschaftlichen Konferenz werden die zukünftigen Akademikerinnen und Akademiker Laborübungen im Sven Lovén Centre, nahe Göteborg, durchführen. Höhepunkt der Exkursion sind die Fahrten zu einem Wellenkraftwerk. Ein solches Testkraftwerk gibt es nur wenige Male weltweit. Dort wollen die Expertinnen und Experten der Meeresenergie eine Wellenmessboje am Kraftwerk verankern, um das Energiepotential der Wellen aufzuzeichnen. Zudem soll ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug, auch ROV (remote operating vehicle) genannt, weitere Daten aus dem Meer sammeln.

Durch dieses praktische Arbeiten sollen die Studierenden optimal auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden: „Wir entwickeln zwar keine Innovationen, aber für unsere Studierenden ist dieses forschende lernen sehr wichtig, damit sie später selbst die Innovationen entwickeln können“, verdeutlicht Prof. Dr. Axel Bochert, Leiter des Schwerpunkts Meeresenergiesysteme im Studiengang Maritime Technologien.

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