Warum die Wasserakademie ohne Colaflaschen nicht funktioniert?

Schülerinnen und Schüler zeigen ihre Ergebnisse am Montag, den 10. Februar, im Schulzentrum Geschwister Scholl

Gleichzeitig tauchen die beiden Cola-Flaschen in das Wasser, tanzen ein wenig und sinken dann. Nicole und Silvia Heins beobachten das Phänomen in dem Plastikbecken vor ihnen ganz genau, denn die Zwillinge wollen herausbekommen, welche der beiden tiefer taucht - die Light-Version oder die normale Cola. Das Experiment ist ein Teil des Kurses, den die beiden mit ihrer Klasse im Rahmen der Wasserakademie an der Hochschule Bremerhaven absolvieren. Insgesamt gehen über 200 Schülerinnen und Schüler in dieser Woche dem kühlen Nass in neun verschiedenen Einrichtungen auf die Spur.

Bei der 4. Wasserakademie dreht sich wieder alles um das vierte Element, entweder politisch mit der Frage, wem Wasser eigentlich gehört, nautisch-historisch oder eben naturwissenschaftlich wie im Schullabor der Hochschule am Meer. Neben der Hochschule laden diesmal auch das Deutsche Schiffahrtsmuseum, das Klimahaus 8°Ost, das Schiffahrtsmuseum Unterweser, das Historische Museum Bremerhaven, die Volkshochschule Bremerhaven in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, das Alfred-Wegener-Institut - Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, der Zoo am Meer und die Phänomenta die Bremerhavener Oberstufenschülerinnen und -schüler dazu ein, sich mit Wasser zu beschäftigten. "Die Idee hinter dem Projekt ist es, Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche Phänomene zu begeistern", sagt Stefanie Uhe, die den Kurs im Schullabor leitet.

"Wir haben hier zahlreiche Experimente gemacht", berichten die beiden Schwestern, die gerade die Cola-Flaschen versenkt haben. Dazu gehörte zum Beispiel, Wasser zu stapeln. "Ich habe gar nicht gewusst, wie das geht", sagt eine ihrer Mitschülerinnen. Die Klasse kommt von der Max-Eyth-Schule und besteht aus angehenden Sozialassistentinnen und -assistenten, die später zum Beispiel in Kindergärten arbeiten werden. "Ich denke, das kann man gut in den Kindergarten mitnehmen", sagt Nicole Heins.

Acht Gruppen mit über 200 Schülern haben in diesem Jahr an der Wasserakademie teilgenommen, sie stammen von den Schulzentren Carl von Ossietzky und Geschwister Scholl, dem Gymnasium Wesermünde, den Lehranstalten für Sozialpädagogik und Hauswirtschaft sowie der Max-Eyth-Schule. "Wir sind sehr zufrieden", sagt Uhe und freut sich auf die Abschlusspräsentation am Montag, den 10. Februar. Dann werden alle Schülerinnen und Schüler in der Aula des Schulzentrums Geschwister Scholl zusammenkommen und ihre Ergebnisse präsentieren. Dazu gehört auch, warum eigentlich die normale Cola tiefer einsinkt als die Light-Version. Das hängt nämlich, wissen die Schülerinnen und Schüler jetzt, mit der Dichte zusammen. Die ist bei gleicher Menge durch den Zucker höher als ohne Zucker. Und lässt sie tatsächlich auch etwas mehr tanzen im Schullabor.

Ermöglicht wird die Fortführung der Wasserakademie durch die Auszeichnung "Stadt der Wissenschaft - Finale" des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft würdigt mit dem Wettbewerb das Engagement von Städten zur Förderung der Wissenschaft und ihrer Vernetzung mit Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Er wird dabei unterstützt von der Deutschen Bank.

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