Was uns Biofilm erzählt

Im Labor der Hochschule untersuchten die Studierenden rund 50 Biofilm-Proben.
Im Labor der Hochschule untersuchten die Studierenden rund 50 Biofilm-Proben.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Forschendes Lernen: Studierende der Maritimen Technologien untersuchen Umweltbelastung im Meer

"Genau so soll die Grafik aussehen", sagt Prof. Dr. Stefan Wittke, Professor im Studiengang Maritime Technologien, über die Messergebnisse der Studierenden. Im Rahmen ihres Projektstudiums haben sie Biofilme, von Mikroorganismen an Grenzflächen gebildete Schichten, auf Schwermetalle untersucht - und überaus interessante Ergebnisse erhalten.

"Nachgewiesen haben wir Schwermetalle, unter anderem Cadmium, aber auch Zink und Magnesium", sagt Michael Streuber, einer von insgesamt drei forschenden MAR-Studierenden, die an unterschiedlichen Standorten an der Küste und auf offenem Meer rund 50 Biofilm-Proben genommen haben. Schon vor Abschluss der Untersuchungen deute sich bei einem der untersuchten Schwermetalle eine unerwartet hohe Konzentration an. Dieses könnte ein Hinweis auf eine spezifische, also für dieses Schwermetall charakteristische Anreicherung im Biofilm sein, wie Prof. Wittke erklärt.

Diese Ergebnisse will der Professor der Hochschule Bremerhaven für einen Forschungsantrag nutzen, um die Auswirkungen der Anreicherung von Schwermetallen in Biofilmen an Offshore-Anlagen (beispielsweise Windkraftanlagen) weiter zu untersuchen. Kontinuierlich über mehrere Semester sollen dabei insbesondere die Daten aus studentischen Projektstudien miteinfließen.

Doch nicht nur durch diese zusätzlich gewonnenen Daten sei das von den Studierenden realisierte Projekt ein Erfolg: "Wir haben vor allem gelernt, selbstständig zu arbeiten - von der Probennahme vor Helgoland oder Bremerhaven, bis zur Aufbereitung und Analyse der Daten hier an der Hochschule", sagt Student Martin Streuber. Studentin Jennifer Normann fügt hinzu: "Während der letzten vier Wochen haben wir für die Auswertung mehrere Tage in der Woche mit Professor Wittke im Labor verbracht und gemeinsam Probleme gelöst, auch wenn nicht immer sofort alles perfekt funktioniert hat." Für das anstehende Praxissemester und die darauf folgende Bachelorthesis sei das die perfekte Vorbereitung. Für weitere Informationen steht Prof. Dr. Stefan Wittke zur Verfügung unter swittke@hs-bremerhaven.de.

Zugehörige Dokumente

  • Hochschule BremerhavenDie Studierenden Martin Streuber, Jennifer Norman und Micheal Streuber (von links) im Labor.

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