„Das Leben, you know“

Filmplakat "Das Leben, you know"
Filmplakat "Das Leben, you know"
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Studierende der Hochschule Bremerhaven produzieren Dokumentarfilm über Bremerhaven-Lehe

Leerstehende Häuser und herausgeputzte Villen: Bremerhaven-Lehe. Ein Stadtteil, der geprägt wird durch Vielfalt und durch Kontraste. Studierende des Studiengangs Digitale Medienproduktion der Hochschule Bremerhaven produzieren derzeit im Rahmen eines Projekts einen Dokumentarfilm über das Stadtviertel der Seestadt. "Das Leben, you know" ist ein etwa 70-minütiger Film, der weder ein einseitiges noch wertendes Bild von Bremerhaven-Lehe zeigt, sondern durch die Geschichten der Menschen, die dort leben, Vielfalt, Kontraste und Widersprüche eines städtischen Raumes im Wandel darstellt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Rada begleiteten drei unabhängige Filmteams unterschiedliche Personen - Einwohnerinnen und Einwohner von Lehe - in ihrem Alltag. In einem Zeitraum von mehreren Wochen nahmen die Studierenden Ann-Kristin Hitzemann, Adrian Büsing, Tim Müller-Zitzke, Mariana Parra Bello, Nina Schonebeck, Lena Schwarze, Lisa Schwarze, Matthieu Liénart, Armin Schuder, Basri Sali und Janina Freistedt am Leben der Protagonisten teil. Dabei stand das Leben von Menschen im Fokus, die aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten stammen und unterschiedliche Bezüge zum Stadtteil haben. Ihre Probleme werden dabei ebenso thematisiert wie ihre Chancen und Perspektiven. Sie erzählen von ihren Geschichten, ihren Lebensumständen und ihrem Lebensweg.

"Wir wollen den Menschen ein ehrliches Bild von unserer Stadt zeigen", so das Filmteam. Oftmals prägten Vorurteile und Schlagworte wie "Kriminalität", "Leerstand" und "Arbeitslosigkeit" das Bild des Stadtteils. Doch es lohne sich, genauer hinzuschauen und das zu sehen, was Lehe eben auch ausmache: kulturelle Vielfalt und Menschen, die sich gegenseitig helfen. Während der Recherchen trafen die Studierenden Menschen, die kein einziges gutes Wort über Lehe verloren haben: Wut über den Verfall des Stadtviertels, Unzufriedenheit mit der Politik und ausländerfeindliche Stereotype. Sie trafen aber auch Menschen, die eine komplett andere Sichtweise auf Lehe haben und gerne in ihrem Stadtteil leben und "den Atem jedes Straßenzuges" lieben.

So hat das Projektteam sich zum Ziel gesetzt, den bevölkerungsreichsten Stadtteil Bremerhavens aus verschiedenen Perspektiven in ihrem Dokumentarfilm zu zeigen. "Wir beschönigen nichts, hoffen aber, mit dem Film dem verbreiteten, schlechten Ruf des Stadtteils auch positive Geschichten und Aspekte gegenüberzustellen", so die Studierenden. Die visuelle Vielfalt des Stadtteils, also Lehes Straßen, Häuser und Parks, spielen dabei ebenso eine große Rolle wie die urbane Ästhetik mit all ihren Kontrasten und Widersprüchen.

Dank der Förderung des Medienprojekts vom Filmbüro Bremen aus Mitteln des Senators für Kultur, kann der Film von einer Projektgruppe des Studiengangs Digitale Medienproduktion an der Hochschule Bremerhaven produziert werden. Der Trailer ist bereits online unter www.youtube.com/watch?v=bQSL_88aewc Der Film wird voraussichtlich im Juli/August fertiggestellt werden. Weitere Informationen zum Projekt sind online unter www.o-ton-bremerhaven.de

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