Hochschulallianz für den Mittelstand begrüßt Beschlüsse zur Förderung der Forschung an Fachhochschulen

Hochschulallianz für den Mittelstand, der auch die Hochschule Bremerhaven als Gründer angehört, unterstützt den Beschluss der großen Koalition

Die Hochschulallianz für den Mittelstand, der auch die Hochschule Bremerhaven als Gründer angehört, unterstützt den Beschluss der großen Koalition, "die Förderung der Forschung an Fachhochschulen für angewandte Wissenschaft deutlich auszubauen und inhaltlich zu stärken". Mit der Stärkung der Fachhochschulen will die Koalition den Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft der jeweiligen Region intensivieren und so die Innovationsfähigkeit der Unternehmen sichern. Diesem Ziel fühlt sich auch die Hochschulallianz für den Mittelstand, ein bundesweiter Zusammenschluss forschungs- und transferorientierter Hochschulen, verpflichtet.

"Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften verfügen über langjährig gewachsene Forschungskooperationen mit regional orientierten Unternehmen und haben eine kaum zu überschätzende Bedeutung für die Innovationsfähigkeit des deutschen Mittelstandes. Es ist zu begrüßen, dass regional- und anwendungsorientierte Hochschulen in ihrer Funktion für die mittelständische Wirtschaft nun auch von der Bundesregierung systematisch gefördert werden sollen", sagt Hans-Hennig von Grünberg, Vorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand und Präsident der Hochschule Niederrhein.

"Insbesondere in der Region Bremerhaven mit ihrer mittelstandsgeprägten Wirtschaftsregion sind die Unternehmen auf eine anwendungsbezogene und praxisorientierte Hochschule angewiesen, um ihre Innovationskraft zu erhalten", so Prof. Dr. Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven. Gerade in der intensiven Vernetzung der Fachhochschulen mit der regionalen Wirtschaft lägen besondere Chancen zur Stimulierung von Innovationsprozessen. "Wer Spitzenforschung an anwendungsorientierten Hochschulen fördert, betreibt Mittelstandsförderung mit erheblicher innovations- und strukturpolitischer Relevanz", so Stockemer weiter. Bisher würden die Chancen, die sich aus den gut entwickelten Netzwerkstrukturen von Mittelstand und Hochschulen ergeben, nicht immer erkannt.

Generell müssten der Wissens- und Technologietransfer und der Anwendungsbezug von Wissenschaft als Leistungsdimensionen von Hochschulen mehr Wertschätzung erfahren und den gleichen Rang eingeräumt bekommen wie die Grundlagenforschung, erklärt von Grünberg. Die Hochschulallianz für den Mittelstand begrüßt deshalb auch die grundsätzliche Einigung der Koalition, im Rahmen der neuen Exzellenzinitiative von 2018 bis 2028 eine Förderlinie "Konzepte für Regionen" einzurichten, bei der sich mehrere Einrichtungen unter einem thematischen Aspekt zusammentun können.

"Es ist sinnvoll, Exzellenz auch in der Breite zu fördern", erklärt von Grünberg. Mit einer Förderung von Netzwerken und Verbünden von Hochschulen mit außeruniversitären Instituten und der Wirtschaft, würden vor allem den anwendungsorientiert forschenden Hochschulen Türen geöffnet werden. Warum dies stets unter der Ägide einer Universität geschehen solle, sei allerdings nicht unmittelbar ersichtlich, denn "wer anspruchsvolle Algorithmen für die Spracherkennung entwickelt, kann prinzipiell ebenso eine Spitzenleistung in der Wissenschaft erbringen wie derjenige, der die Transportwege von Zellen erforscht", meint von Grünberg.

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