Hochschule Bremerhaven ist Gründungsmitglied der Hochschulallianz für den Mittelstand

Gründungsmitglieder der HAfM: Prof. Dr. Michael Braun, Prof. Dr. Hartmut Ihne, Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Prof. Dr. Anne Lequy, Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Prof. Dr. Günther Grabatin und Prof. Dr. Josef Stockemer
Gründungsmitglieder der HAfM: Prof. Dr. Michael Braun, Prof. Dr. Hartmut Ihne, Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Prof. Dr. Anne Lequy, Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Prof. Dr. Günther Grabatin und Prof. Dr. Josef Stockemer
Quelle: Matthew Schoenfelder/HAfM

Neue Hochschulinitiative für die mittelständische Wirtschaft

Die Hochschule Bremerhaven ist Mitglied der Hochschulinitiative "Hochschulallianz für den Mittelstand" (HAfM). Ziel des Netzwerks ist es, das Potential von Hochschulen für angewandte Wissenschaften bundesweit zu kommunizieren und jungen Menschen ein arbeitsmarktbezogenes, anwendungsnahes und wissenschaftliches Studium nahe zu bringen.

"Die Hochschule am Meer versteht sich als Fachhochschule aus Überzeugung, zu deren Aufgaben es gehört, die regionale mittelständische Wirtschaft sowohl durch die Ausbildung qualifizierter Fach- und Führungskräfte, als auch durch den entsprechenden Wissens- und Technologietransfer zu unterstützen", sagt Rektor Prof. Dr. Josef Stockemer. Als eine von derzeit insgesamt sieben Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Allianz liege der Hochschule Bremerhaven viel daran, dem Mangel an Fachkräften gerade im technischen Bereich entgegen zu wirken. "Unsere praxisorientierte Ausbildung ist ein wesentlicher Grund, weshalb unsere Absolventinnen und Absolventen so kurze Übergangszeiten von Studium in die Arbeitswelt haben: 95 Prozent finden innerhalb von sechs Monaten eine Anstellung", sagt Prof. Stockemer.

Die Idee eines akademischen Studiums, das sich eng an den Bedürfnissen der mittelständischen Wirtschaft orientiert, sei richtig und derzeit so aktuell wie nie, betont auch Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Vorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand. Gebot der Stunde sei es daher, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um die Studierendenströme verstärkt in die Richtung von Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu lenken.

Ein weiteres Ziel der Hochschulallianz ist die Sichtbarmachung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf europäischer Ebene. Große, von der Europäischen Union aufgelegte Forschungsförderprogramme wie "Horizon 2020" zielten auf den anwendungsorientierten Bereich - und seien wie geschaffen für Hochschulen für angewandte Wissenschaften. "Hier müssen wir als anwendungsorientierte Hochschulen deutlich mehr Präsenz zeigen, nicht zuletzt auch, um den deutschen Mittelstand voranzubringen", sagte von Grünberg.

Derzeit gebe es an Hochschulen für angewandte Wissenschaften rund 850.000 Studierenden im Vergleich zu 1,6 Millionen an den Universitäten. "Über eine Ressourcenumverteilung muss es in den kommenden Jahren gelingen, den Anteil der Studierenden an Hochschulen für angewandte Wissenschaften signifikant zu erhöhen, sonst laufen wir Gefahr, den Fachkräftemangel insbesondere im Mittelstand deutlich zu verschärfen", erklärte von Grünberg.

Ein Bachelor-Abschluss an einer Universität koste den Steuerzahler durchschnittlich 27.400 Euro; an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften hingegen nur 13.600 Euro. "Diese unterschiedliche Finanzierung ist nicht mehr zeitgemäß: Unsere Studierenden brechen seltener ihr Studium ab, kommen besser auf dem Arbeitsmarkt unter und haben in der Regel auch bessere Einstiegsgehälter", so von Grünberg.

Die HAfM plant, weitere Hochschulen aufzunehmen. Für die Aufnahme ist nicht der Hochschultyp entscheidend, sondern die Anwendungsorientierung in Forschung und Lehre und der Mittelstandsbezug der jeweiligen Hochschule. Die Mitgliedshochschulen fühlen sich den kleinen und mittelständischen Unternehmen ihrer Region als Rückgrat der deutschen Wirtschaft verpflichtet. Sie eint außerdem der Gedanke, dass eine Vernetzung untereinander besser geeignet ist, Antworten auf drängende Fragen in der bildungspolitischen Debatte zu geben.

Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz zählen die Hochschule Bremerhaven, vertreten durch den Rektor Prof. Dr. Josef Stockemer; die Hochschule Niederrhein, vertreten durch den Präsidenten Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg; die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, vertreten durch den Präsidenten Prof. Dr. Hartmut Ihne; die Hochschule Koblenz, vertreten durch den Präsidenten Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran; die Technische Hochschule Mittelhessen, vertreten durch den Präsidenten Prof. Dr. Günther Grabatin; die Technische Hochschule Nürnberg, vertreten durch den Präsidenten Prof. Dr. Michael Braun sowie die Hochschule Magdeburg-Stendal, vertreten durch die Rektorin Prof. Dr. Anne Lequy.

Zu den Beiratsmitgliedern der Hochschulallianz zählen hochrangige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Verbänden und Politik.

Weitere Informationen unter www.hochschulallianz.de

 

 

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