„Maritime Security and Offshore Activities: Legal Aspects” - Konferenz

Verbundvorhaben OWiSS ist Mitinitiator der internationalen Konferenz am 12. Juni

Die Gefahrenabwehr auf See (Maritime Security) hat zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des umfassenden und verpflichtenden Sicherheitsregimes im Rahmen der International Maritime Organization (IMO), noch immer nicht an Brisanz und Dynamik verloren. Ganz im Gegenteil hat die Bedeutung der Gefahrenabwehr auf See im Zusammenhang mit der modernen Piraterie und Terrorismus, aber auch anderer Aspekte, wie bspw. der Schutz der Umwelt und den zunehmenden Offshore-Aktivitäten in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Im Mittelpunkt der international hochkarätig besetzten Konferenz "Maritime Security and Offshore Activities: Legal Aspects" stehen deshalb unter anderem die Übertragbarkeit der Security Initiative der IMO auf Offshore Windenergieparks und diverse nationale und internationale Offshore-Aktivitäten mit Fokus auf rechtlichen Aspekten. Für den 12. Juni haben das Institut ISRIM, das Network of Experts on the Legal Aspects of Maritime Safety and Security (Marsafenet), das IMO International Maritime Law Institute (IMLI) und die Hochschule Bremerhaven ein eintägiges Vortrags- und Diskussionsprogramm im Haus Schütting, der Handelskammer Bremen, organisiert. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen per Email unter info@isrim.de

"Zunächst lag der Schwerpunkt der unmittelbaren Reaktionen der internationalen Staatengemeinschaft auf den Ereignissen vom 11. September 2001, in einer für völkerrechtliche Verhältnisse ungewöhnlich schnellen Annahme von neuen Rechtsinstrumenten", so Prof. Dr. Andree Kirchner, Institutsleitung ISRIM. Diese setzten insbesondere Sicherheitsanforderungen für Regierungen, Hafenbehörden und Reedereien, u. a. in der Safety of Life at Sea Convention (SOLAS) und im International Ship and Port Facility Security Code (ISPS-Code). Weitere Offshore-Aktivitäten und -Installationen auf dem Festlandsockel bzw. in der AWZ blieben jedoch bisher noch unberücksichtigt.

Bei der Beurteilung und Umsetzung der vielschichtigen Sicherheitsfragen in der "Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ)" eines Landes haben das Völkerrecht, das Europarecht und das nationale Recht einen wesentlichen Anteil. Innerhalb der AWZ, einschließlich des darüber befindlichen Luftraums, ergeben sich unterschiedliche Rechte, Hoheitsbefugnisse und Pflichten des Küstenstaates aus dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ). Mit dieser Thematik beschäftigt sich das Institut für Seevölkerrecht und Internationales Meeresumweltrecht (ISRIM) gemeinsam mit der Deutschen Offshore Consult GmbH (DOC), dem Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM), dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) sowie dem Institut für Windenergie fk-wind: und dem Institute for Safety and Security Studies (ISaSS) der Hochschule Bremerhaven im Rahmen des Verbundvorhabens Offshore Windenergie - Schutz und Sicherheit (OWiSS), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Die Konferenz ist ein Teil des Verbundprojektes.

Nähere Informationen zum Konferenzprogramm finden sie unter www.owiss.de/news/veranstaltung/internationale-konferenz-maritime-security-and-offshore-activities-legal-aspects

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