Neue Maschinen für die Hochschulwerkstatt

Profitiert im Studium von seiner früheren Ausbildung: PT-Student Christian Fahrmeier.
Profitiert im Studium von seiner früheren Ausbildung: PT-Student Christian Fahrmeier.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Innovationsprogramm vereinfacht Metall- und Kunststoffarbeiten für Studium und Lehre

Mit den Maschinen in der Zentralen Werkstatt der Hochschule Bremerhaven kennt sich Christian Fahrmeier aus. Vor seinem Studium der Produktionstechnologie hat er in der Lloyd Werft eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht. Als studentische Hilfskraft arbeitet er neben dem Studium an der frisch eingetroffenen Drehmaschine. Zusammen mit einer Hochleistungssäge und einer Fräse konnte sie dank einer zusätzlichen Mittelzuweisung des Rektorats an die Labore angeschafft werden. Insgesamt hat die Hochschule am Meer fast eine halbe Million Euro zur Verbesserung der Ausstattung und zur Unterstützung der praxisbezogenen Lehre zur Verfügung gestellt.

"Unser Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Hochschulwerkstatt zu erhöhen und schneller, wirtschaftlicher und präziser zu arbeiten als zuvor", erklärt Werkstattverantwortlicher Prof. Dr.-Ing. Roland Behrens. Und das ist notwendig, denn die Werkstatt, die für die gesamte Hochschule produziert, hat eine ganze Reihe Aufträge: weit über 1000 Teile aus Metall oder Kunststoff werden dort pro Semester für die praktischen Arbeiten, Versuche oder Abschlussprojekte der Studierenden gefertigt: von Titanelementen für Prothesen in der Medizintechnik über Probenkörper aus hochfestem Stahl bis zu Anlagenteilen aus rostfreiem Stahl in der Lebensmitteltechnologie.

In dem Bestreben, die praxisbezogene Ausbildung auch für die Zukunft auf höchstem Niveau zu garantieren, hat die Hochschulleitung im letzten Jahr ein Innovationsprogramm aufgelegt und die Labore gebeten, ihren zusätzlichen Ausstattungsbedarf für eine exzellente Lehre zu beziffern. "In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger stark gestiegen, dies wirkt sich selbstverständlich auch auf die Labore aus", so die Kanzlerin Dr. Helga Schiwek. Deshalb sei es der Hochschule ein besonderes Anliegen, die Studierenden unter anderem optimal durch ausgezeichnete Laborausstattung auf das spätere Berufsleben vorzubereiten und eine praxisnahe Lehre zu ermöglichen. Damit nehme die Hochschule Bremerhaven ihre wissenschaftspolitische Verantwortung im Land Bremen ernst, um den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Innovationskraft Deutschlands zu sichern.

An der Drehmaschine stellt Christian Fahrmeier gerade Proben für die spätere Härteprüfung von Stahl her - ein Versuch, den der Drittsemester in seinem Studium bereits selbst durchgeführt hat. Damit die Messungen gelingen und die Daten verwertbar sind, müssen die Anfertigungen sehr genau sein. "Die neuen Maschinen bieten uns für die Lehre ein hohes Maß an Verlässlichkeit - und das locker für die nächsten 20 Jahre", freut sich Professor Behrens.

Zugehörige Dokumente

  • Hochschule BremerhavenStudent Christian Fahrmeier in der Zentralen Werkstatt der Hochschule Bremerhaven.

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