Produktion wie in der Lebensmittelindustrie

Studentin Barbara Babic freut sich auf die neuen Projektarbeiten mit dem Wirbelschichttrockner.
Studentin Barbara Babic freut sich auf die neuen Projektarbeiten mit dem Wirbelschichttrockner.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Innovationsprogramm ermöglicht modernste Laborausstattung für Lebensmitteltechnologie

Cornflakes mit Kokosaroma, blaugefärbte Haferflocken oder überzogenes Baisergebäck - im Lebensmittelverfahrenstechnik-Labor der Hochschule Bremerhaven können solche außergewöhnlichen Kreationen ab sofort hergestellt werden. Ein neu angeschaffter Wirbelschichttrockner lässt keine Wünsche der Lebensmitteltechnologinnen und Lebensmitteltechnologen mehr offen.

Durch eine zusätzliche Mittelzuweisung an die Labore hat das Rektorat der Hochschule Bremerhaven unter anderem die Anschaffung dieses innovativen Geräts ermöglicht. Insgesamt wurde den Laboren der Hochschule am Meer fast eine halbe Million Euro zur Verbesserung der Ausstattung und zur Unterstützung der praxisbezogenen Lehre zur Verfügung gestellt.

Mit dem Wirbelschichttrockner können die Studierenden zukünftig Lebensmittel "coaten", also mit etwas überziehen und anschließend trocknen. Studentin Barbara Babic schwebt dabei schon eine Idee vor: "Ich möchte Baiserstückchen mit Fett coaten und anschließend unter eine Eiscreme mischen. Durch das Fett bleibt das Baiser schön knackig und weicht im Eis nicht auf."

Laborleiter Prof. Dr. Edgar Langenberg freut sich über den Tatendrang seiner Studierenden: "Es ist wichtig, dass die angehenden Lebensmitteltechnologinnen und Lebensmitteltechnologen lernen wie der Wirbelschichttrockner funktioniert. An der Hochschule Bremerhaven können die Studierenden die Arbeit mit dem Laborgerät in kleiner Form erlernen, um die Erfahrungen dann im großen Stil im Berufsleben einsetzen zu können." Denn in der Industrie würde diese Technologie sehr häufig benutzt, beispielsweise für die Herstellung von Instant-Pulver. Die Maschine sei dabei unerlässlich, da die einzelnen Bestandteile agglomeriert, also vergrößert werden müssten. Ohne den Wirbelschichttrockner sei das Pulver sehr staubig und würde sich kaum unterrühren lassen, so Prof. Langenberg.

In dem Bestreben, die praxisbezogene Ausbildung auch für die Zukunft auf höchstem Niveau zu garantieren, hat die Hochschulleitung im vergangenen Jahr ein Innovationsprogramm aufgelegt und die Labore gebeten, ihren zusätzlichen Ausstattungsbedarf für eine exzellente Lehre zu beziffern. "In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger stark gestiegen, dies wirkt sich selbstverständlich auch auf die Labore aus", so die Kanzlerin Dr. Helga Schiwek. Deshalb sei es der Hochschule ein besonderes Anliegen, die Studierenden unter anderem optimal durch ausgezeichnete Laborausstattung auf das spätere Berufsleben vorzubereiten und eine praxisnahe Lehre zu ermöglichen. Damit nehme die Hochschule Bremerhaven ihre wissenschaftspolitische Verantwortung im Land Bremen ernst, um den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Innovationskraft Deutschlands zu sichern.

Prof. Langenberg, Professor im Studiengang Lebensmitteltechnologie /-wirtschaft, hätte ohne die zusätzliche Mittelzuweisung seinen Studierenden diese Technologie vorenthalten müssen: "Aufgrund der Zunahme an Instant-Produkten auf dem Markt werden Wirbelschichttrockner für Lebensmitteltechnologinnen und Lebensmitteltechnologen immer wichtiger und daher wichtig für die Lehre im Lebensmittelverfahrenstechnik-Labor."

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