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Die Technische Angestellte Claudia Burau erklärt Studierenden, wie der neue Gaschromatograph funktioniert.
Die Technische Angestellte Claudia Burau erklärt Studierenden, wie der neue Gaschromatograph funktioniert.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Förderprogramm der Hochschule ermöglicht Analysegerät für Studierende der Marinen Biotechnologie

Wieviel Mikrogramm der Omega-3-Fettsäure steckt eigentlich in einem Gramm Lachs? Um diese Frage künftig einfacher beantworten zu können, hat das Labor für Marine Biotechnologie an der Hochschule Bremerhaven einen aufwendig modernisierten Gaschromatographen angeschafft. Möglich war dies im Rahmen einer zusätzlichen Mittelzuweisung des Rektorats. Insgesamt wurde den Laboren der Hochschule am Meer fast eine halbe Million Euro zur Verbesserung der Ausstattung und zur Unterstützung der praxisbezogenen Lehre zur Verfügung gestellt.

Der Gaschromatograph, der auch mit Unterstützung des Leibniz-Instituts für Evolutions- und Biodiversitätsforschung angeschafft werden konnte, trennt Stoffgemische in einzelne chemische Verbindungen und soll die Arbeit der Studierenden erleichtern, wie Prof. Dr. Boris Koch erklärt: "Früher mussten die Studierenden die zu untersuchenden Extrakte mit hauchdünnen und zerbrechlichen Dosiernadeln millimetergenau in das Gerät einführen." Jetzt läuft der Vorgang vollautomatisch und spart nicht nur Verbrauchsmaterial: "Eine Analyse dauert nur noch 35 Minuten. Bis zu 96 Proben können wir von dem Gerät selbstständig analysieren lassen und die Ergebnisse danach einfach ablesen. Vorher war rund eine Stunde Wartezeit notwendig, bevor die nächste Probe neu gestartet werden konnte", sagt die Technische Angestellte Claudia Burau.

Laborleiter Prof. Dr. Stefan Wittke betont zudem die Verlässlichkeit der gemessenen Daten: "Die Studierenden können abgleichen, ob die Messwerte konstant oder fehlerbehaftet sind. Die Ergebnisse am alten Gerät waren für eine valide Analyse in Bachelor- oder Masterarbeiten schlecht verwendbar."

Rund 40 Studierende im Bachelorstudiengang Maritime Technologien mit dem Schwerpunkt Marine Biotechnologie sowie Studierende im Master Biotechnologie werden pro Semester am neuen Gaschromatographen arbeiten können. Um diese praxisbezogene Ausbildung auch für die Zukunft zu garantieren, hat die Hochschulleitung im vergangenen Jahr ein Innovationsprogramm aufgelegt und die Labore gebeten, ihren zusätzlichen Ausstattungsbedarf für eine exzellente Lehre zu beziffern. "In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger stark gestiegen, dies wirkt sich selbstverständlich auch auf die Labore aus", so die Kanzlerin Dr. Helga Schiwek. Deshalb sei es der Hochschule ein besonderes Anliegen, die Studierenden unter anderem optimal durch ausgezeichnete Laborausstattung auf das spätere Berufsleben vorzubereiten und eine praxisnahe Lehre zu ermöglichen. Damit nehme die Hochschule Bremerhaven ihre wissenschaftspolitische Verantwortung im Land Bremen ernst, um den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Innovationskraft Deutschlands zu sichern.

"Diese Zuwendung macht es uns möglich, den Studierenden einen Einblick in die tatsächliche Berufspraxis zu geben. Denn so wie das Gerät jetzt im Hochschullabor steht, ist es Standard im heutigen Laboralltag", sagt Laborleiter Prof. Dr. Stefan Wittke.

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