Senatorin für Bildung und Wissenschaft besucht Hochschule Bremerhaven

Zu Gast an der Hochschule: Bildungssenatorin Prof. Dr. Quante-Brandt experimentiert mit Kindern im Schullabor.
Zu Gast an der Hochschule: Bildungssenatorin Prof. Dr. Quante-Brandt experimentiert mit Kindern im Schullabor.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Prof. Dr. Eva Quante-Brandt trifft Kinder bei der Veranstaltung "Multikulti im Labor"

Vorsichtig tröpfelt Mustafa Zitronensaft in ein Glas mit tiefblauem Blaukrautwasser. "Die Flüssigkeit färbt sich rot", beobachtet der Achtjährige. Im Schullabor der Hochschule Bremerhaven lernt er, wie man mithilfe des Blaukrautwassers zwischen Säuren und Laugen unterscheiden kann. Normalerweise experimentiert er nur mit Gleichaltrigen, doch an diesem Tag steht ihm ein besonderer Gast zur Seite: Prof. Dr. Eva Quante-Brandt. Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft besucht die Hochschule Bremerhaven, um sich über Förderangebote für Studium und Lehre zu informieren.

"Multikulti im Labor", ein speziell für Kinder mit Migrationshintergrund zugeschnittenes Angebot im Schullabor, ist ein Projekt, das bereits früh die Lust auf ein Studium wecken will. Eine Idee, die Frau Prof. Quante-Brandt unterstützt: "Es ist sehr wichtig, Kinder schon in jungem Alter für naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern, besonders auf solch anschauliche und spielerische Weise."

"Ich freue mich sehr, dass sich Frau Prof. Dr. Quante-Brandt ein persönliches Bild über die Maßnahmen und Projekte macht, die wir an der Hochschule Bremerhaven in Hinblick auf die Verbesserung der Qualität der Lehre eingeführt haben", sagt Hochschulrektor Prof. Dr. Josef Stockemer.

Die Verbesserung von Lernen und Lehren - hauptsächlich angestoßen durch den 2009 gewonnenen Wettbewerb "Exzellente Lehre" des Stifterverbands - wird an der Hochschule Bremerhaven groß geschrieben und dank zahlreicher externer Auszeichnungen stetig weiterentwickelt. Seit 2006 gewann die Hochschule am Meer allein in acht Wettbewerben des Stifterverbands Fördermittel von rund 1,5 Millionen Euro.

"Wir setzen diese Gelder für eine Vielzahl an unterstützenden Angeboten für Studierende und Lehrende ein, von der Lernberatung für Erstsemester bis zur hochschuldidaktischen Weiterbildung der Professorinnen und Professoren ", sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Konrektor für Studium, Lehre und Forschung.

Letztendlich gehe es darum, gezielter auf die individuellen Biographien der Studierenden und ihre Bedürfnisse einzugehen: Beispielsweise auf Menschen, die als sogenannte Studienpioniere als erste in ihrer Familie studieren, solche, die durch Kinder oder Berufstätigkeit lange Pausen zwischen Abitur und Studium haben oder auch Menschen mit Migrationshintergrund. "Die Hochschule Bremerhaven stellt sich vorbildlich mit diesen vielfältigen Maßnahmen auf die immer heterogener werdende Studierendenschaft ein, ohne die Anforderungen an die fachliche Qualität zu vernachlässigen. Davon profitieren alle: die Studierenden, die Lehrenden und das Land Bremen", sagt Bildungssenatorin Prof. Eva Quante-Brandt.

Auch "Multikulti im Labor" kann gezielt auf die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eingehen. Denn: "Immer noch finden sie viel seltener den Weg an die Hochschule als Menschen ohne Migrationsvergangenheit", erklärt Nadine Metzler, Mitarbeiterin im Projekt Migration der Hochschule Bremerhaven. "Wir wollen diesen Kindern und Jugendlichen zeigen, dass sie die gleichen Chancen haben, wie alle anderen auch und natürlich, dass die naturwissenschaftliche Arbeit großen Spaß machen kann."

Viele Rätsel haben die 18 Kinder unterschiedlicher Herkunft im Labor schon gelöst: Zum Beispiel, warum Teig beim Backen aufgeht oder Kohlenstoffdioxid eine Kerzenflamme erstickt. Auch Mustafa ist begeistert: "Wir haben hier so viel gelernt."

Zugehörige Dokumente

  • Hochschule BremerhavenDie Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt (mitte) gemeinsam mit Hochschulrektor Prof. Dr. Josef Stockemer bei "Multikulti im Labor".

    JPG2.3 MB

Zurück zur Übersicht