Altes Fährhaus wird zu Studienort

Der Schlüssel ist übergeben: Von nun an können Studierende im Fährhaus lernen, arbeiten und kreativ werden.
Der Schlüssel ist übergeben: Von nun an können Studierende im Fährhaus lernen, arbeiten und kreativ werden.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH (STÄWOG) vermietet Gebäude an Hochschule Bremerhaven

564 Quadratmeter Studien- und Lernräume stehen den Studierenden der Hochschule Bremerhaven ab sofort zusätzlich zur Verfügung. Mit der Hochschule am Meer hat die STÄWOG eine hervorragende Mieterin für das Alte Fährhaus direkt an der Geeste gefunden, freut sich STÄWOG-Geschäftsführer Sieghard Lückehe: „Darüber sind wir sehr froh und haben deshalb die notwendigen Investitionen gerne getätigt.“ Oberbürgermeister Melf Grantz betonte, dass die Hochschule am Meer ein attraktives Gebäude zusätzlich bekommen habe: „Damit erhält die Forschungs- und Entwicklungsmeile unserer Stadt einen weiteren Baustein für ihr Profil als Wissenschaftsstandort.“ In den vergangenen Monaten wurden die Räume direkt an der Weserfähre umgebaut, um den Studierenden ein zusätzliches Angebot an attraktiven Studien- und Lernräumen zu bieten.

„In Zukunft finden Studierende sowie unsere Existenzgründerinnen und -gründer hier genau den passenden Raum, um Projekte zu verwirklichen und außerhalb des Curriculums innovative Entwicklungsideen anzugehen“, so Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Rektor der Hochschule Bremerhaven. Durch das Alte Fährhaus habe sich der Hochschule am Meer eine Ausweitung der Studien- und Lernräume geboten, die die Qualität des Studienortes weiter erhöhe. Durch die Anmietung der Räumlichkeiten in den kommenden fünf Jahren können Studierende in kleinen Gruppen die Räume belegen. So hat sich beispielsweise bereits eine studentische Arbeitsgruppe aus der Informatik zusammengefunden, um eine Art MakerSpace aufzubauen. Die Werkstatt zur Anfertigung von individualisierten Einzelstücken plant das Team um Philipp Ludewig, Christian Leuth und Hendrik Mahrt im Erdgeschoss. In der ersten Etage haben Dr. Julia Köhn, Vanessa Heise und Jonas Niedergesäß ein Büro bezogen, um im Rahmen des EXIST-Gründerstipendiums die Entwicklung eines intelligenten Logistiksystems für regionale Lebensmittel voranzutreiben. Direkt daneben kümmern sich die Studierenden Hendrik Mundt und Stephan Krüger um die Organisation der Bundesfachschaften-Konferenz im Sommer. „In den ausgesprochen attraktiven Räumlichkeiten finden die  Studierenden ausreichend Platz, um zu lernen oder über Forschungsfragen nachzudenken“, so Prof. Ritzenhoff.

Das Fährhaus wurde ursprünglich im Stil des Jugendstils für die Weser-Dampfschiffahrts-Gesellschaft 1912 gebaut. Das Gebäude wurde beim großen Bombenangriff auf Bremerhaven im September 1944 schwer beschädigt und beim Wiederaufbau 1950 für Büros der Weserfähre nur provisorisch hergerichtet. Als die STÄWOG das Gebäude 2001 übernommen hat, wurde es für das damalige Design-Labor umfangreich renoviert. Dabei konnte es im Inneren aufgrund der desolaten baulichen Situation nicht denkmalschutzgerecht rekonstruiert werden, sondern wurde für die modernen Nutzungszwecke hergerichtet. In der insgesamt stilgerechten Renovierung der Außenansicht blieb die wappengeschmückte Säulenvorhalle erhalten, neu entstanden ist der ursprünglich vorhandene Flaggenturm als sehr attraktiver Sitzungsraum. Mit der Auflösung des Design-Labors 2012 und dem Auszug der Designer stand das Gebäude lange verwaist. „Natürlich hätte es mehrere Möglichkeiten gegeben, das Gebäude an so attraktiver Lage zu vermieten“, erklärte Oberbürgermeister Melf Grantz, „doch ich habe deutlich gemacht, dass aus städtebaulicher und wissenschaftspolitischer Sicht eine Nutzung im Bereich Kreativwirtschaft und Wissenschaftsnutzung wünschenswert ist.“ Die STÄWOG als Dienstleistungsunternehmen der Stadt Bremerhaven habe das nicht anders gesehen, ergänzte Geschäftsführer Lückehe. „Wir haben uns um die Hochschule als unsere neue Mieterin schon lange bemüht“, betont er. „Es war ein weiter Weg bis hierher, aber wir haben der Hochschule Zeit gelassen.“ Für die Nutzung der Hochschule am Meer mussten einige Verbesserungen im Brandschutz eingebaut werden. Für den über 200 m2 großen Veranstaltungsraum im 1. Geschoss musste ein zweiter Fluchtweg durch den Bau einer neuen Fluchttreppe geschaffen werden. Außerdem wurden die Sanitäranlagen komplett erneuert und vermehrt.

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