An Bord des Forschungsschiffs Maria S. Merian: Untersuchungen in drei arktischen Fjorden

Kongsbreen
Kongsbreen
Quelle: Boris Koch

Jana Geuer und Urban Wünsch, Absolventen der Hochschule Bremerhaven, berichtet im Hochschulblog von der Expedition

Dreieinhalb Wochen lang werden Jana Geuer (Absolventin des Masterstudiengangs Biotechnologie und Doktorandin), Urban Wünsch (Absolvent des Masterstudiengangs Biotechnologie und Doktorand), Claudia Burau (Ingenieurin für den Bereich Biotechnolgie sowie Maritime Technologien) und Prof. Dr. Boris Koch (Dozent und Fahrtleiter der Expedition) als Teil der wissenschaftlichen Besatzung an Bord des Forschungsschiffes Maria S. Merian forschen. Die vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Bremerhaven wollen im Rahmen der Expedition MSM-56 einen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten "Welchen Einfluss hat die globale Klimaerwärmung auf die Chemie und die Ökologie arktischer Fjorde und Küsten?" Dazu sollen drei unterschiedlich gut erforschte Fjordsysteme untersucht werden, die sich in Größe, Süßwassereintrag und Umweltbedingungen stark unterscheiden.

Hintergrund der Forschungsexpedition ist, dass Klimaaufzeichnungen und -prognosen für die Zukunft eine besonders schnell voranschreitende Erwärmung der Atmosphäre in der Arktis zeigen. Als Folge wird eine verstärkte Schmelze der Gletscher und des Grönländischen Eisschildes beobachtet. Dies führt zu einer Änderung des Wasserhaushaltes, des Salzgehaltes, des Materialtransportes und der Ökologie in arktischen Fjorden und Küstengewässern. 22 Chemiker, Biologen und Physiker wollen genau diese Veränderungen in drei verschiedenen arktischen Fjorden untersuchen. Hauptuntersuchungsgebiet wird der grönländische Scoresby Sund, der größte Fjord der Welt, über den nur sehr wenige Studien existieren. Zum Vergleich werden der gut untersuchte Kongsfjord (Spitzbergen) und der eisfreie Arnarfjörður (Island) beprobt.

Nach drei Jahren Planungszeit war bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und den USA die Vorfreude auf diese Expedition groß. Dank der großartigen Zusammenarbeit mit der Crew der Merian sind die Feldarbeiten jetzt in vollem Gange.

Von ihren Eindrücken berichtet Jana Geuer noch bis zum Ende der Expedition am 25. Juli regelmäßig im Hochschulblog.

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