Vom Ort, an dem gezaubert wird

Tim David Müller-Zitzke, Deborah Leunig und Prof. Volker Engel gaben Einblicke ins Making Of von Independence Day - Wiederkehr
Tim David Müller-Zitzke, Deborah Leunig und Prof. Volker Engel gaben Einblicke ins Making Of von Independence Day - Wiederkehr
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Volker Engel gab Studierenden einen exklusiven Einblick ins Making Of von Independence Day - Wiederkehr

Wie entstehen die Aliens auf der Leinwand? Was hat sich bei der Machart der Visuellen Effekte im Vergleich zum ersten Teil vor 20 Jahren verändert? Und wie ist eigentlich die Arbeit mit Roland Emmerich, Liam Hemsworth und Jeff Goldblum? Im Rahmen eines exklusiven Vortrags zeigte Oscarpreisträger und Honorarprofessor Volker Engel den Studierenden der Hochschule Bremerhaven den Technologie-Sprung vom ersten Film "Independence Day" im Vergleich zum neuen Hollywood-Blockbuster "Independence Day - Wiederkehr". In einer Wohnzimmeratmosphäre mit rund 100 Interessierten ging der Visual Effects Supervisor ins Eingemachte und demonstrierte eindrucksvoll das Making Of im digitalen Zeitalter.

"Manchmal schwelge ich in Erinnerungen an die Zeiten, in denen wir noch Modelle verwendet haben und Spielzeugautos mit Druckluft in die Luft katapultiert haben", so der gebürtige Bremerhavener. Im neuen Film sei dagegen voll auf die digitale Inszenierung gesetzt worden. "Es gibt fast keine Szenen im Bild, in der wir nicht unsere Finger im Spiel hatten und wenn wir nur den Mond nachträglich reingesetzt haben", so Engel. Wie vom Storyboard über die Pre-Production bis zur Post-Production der fertige Hollywood Blockbuster entstand, demonstrierte der 51-Jährige anhand zahlreicher Filmsequenzen.

Ein besonderes Highlight: zwei Studierende des Studiengangs Digitale Medienproduktion waren im Rahmen ihres Praktikums in seiner Firma Uncharted Territory an der Entstehung des Films beteiligt und berichteten von ihrer Zeit in Hollywood. "Ich durfte nicht nur den Profis über die Schultern sehen, sondern selbst im Bereich Previsualisierung mitarbeiten", so Deborah Leunig. Dabei habe sie nicht nur ihre 3-D-Kenntnisse erweitert, sondern auch gelernt, wieviel Planung, Organisation und Präzision von Beginn an zur Filmerstellung gehöre. Wieviel Zeit benötigt wird, um 10 Sekunden Film zu produzieren, lernte auch Tim David Müller-Zitzke kennen. Auch er hat sein Praktikum in Los Angeles absolviert und einen kleinen Teil zur finalen Version von Independce Day - Wiederkehr beigetragen. "Ich habe beim sogenannten Compositing, dem letzten Schritt der Visual Effects, mitgearbeitet", so der Student der Digitalen Medienproduktion. Da sei dann zu ihm gesagt worden "Mach, dass es genial aussieht."

"Hier ist der Ort, an dem gezaubert" - unter diesem Arbeitsmotto stand schließlich die Virtual Production. "Es ist faszinierend, wenn wir Roland Emmerich bereits auf seinem Monitor während des Drehs eine Szene mit hunderten von startenden Düsenjets zeigen können, obwohl die Schauspieler im selben Moment nur vor einer Bluescreen standen", so Prof. Engel. Es sei ihm ein besonderes Vergnügen gewesen, den Studierenden einmal die Entwicklungsschritte eines Science-Fiction-Films zu präsentieren und dabei von den Dreharbeiten und den visuellen Herausforderungen zu berichten.

Am Donnerstag, den 14. Juli, hat Independence Day - Wiederkehr Deutschlandpremiere. Dank des exklusiven Vortrags ihres Honorarprofessors werden die Studierenden der Hochschule Bremerhaven die Invasion der Außerirdischen durch eine ganz andere Brille sehen.

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