Zu Gast an der Biologischen Anstalt Helgoland

Gruppenfoto der Studierenden auf Forschungsexpedition
Gruppenfoto der Studierenden auf Forschungsexpedition
Quelle: Lucille Exler

10 Tage Feldforschung für Studierende der Hochschule Bremerhaven

Wie sieht die typische Tier- und Pflanzenwelt in der Nordsee unter dem Mikroskop aus? Und wie groß ist die Plastikbelastung der Helgoländischen Küste im Vergleich zur Ästuar Bremerhaven? Diesen und weiteren Fragen konnten insgesamt 15 Studierende des Studiengangs Maritime Technologien mit dem Studienschwerpunkt Marine Biotechnologie im Rahmen ihres Forschungsaufenthalts in der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) nachgehen.

Die BAH ist eine meeresbiologischen Forschungs- und Serviceeinrichtung auf der Nordseeinsel Helgoland und Teil des Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. (AWI). Unter der Leitung von Prof. Dr. Bela H. Buck und Dr. Bernadette Pogoda konnten in Kooperation mit dem AWI zwei Kurse durchgeführt werden.

Im ersten Kurs "Marine Flora und Fauna II", wurden den Studierenden typische marine Lebewesen der Nordsee und deren Lebensräume nähergebracht. Dazu präparierten sie unter anderem die Fauna verschiedener Tierstämme und fertigten Habitus- und Präparationszeichnung an. Zudem gab es die Möglichkeit, an Forschungsausfahrten zur Planktonbeprobung mit dem Forschungsschiff Aade teilzunehmen und die entsprechenden Probenahmetechniken zu erfahren. Besonders aufschlussreich für die Nachwuchsforscherinnen und -forscher war die Untersuchung des lebenden Planktons unter dem Binokular. Ein weiteres Highlight der Forschungsreise war eine Expedition in das Felswatt der Insel Helgoland, bei der auch Proben an der "Langen Anna" entnommen wurden. Für die Studierenden deshalb besonders spannend, da das Helgoländer Felswatt zum Naturschutzgebiet Helgoländer Felssockel zählt und das einzige Habitat dieser Art in Deutschland ist.

Während des zweiten Teils des Helgolandaufenthalts arbeiteten sechs Studierende an eigenen Projekten. Als letzte Vorbereitung vor der Praxisphase oder der Bachelorarbeit lernten sie hierbei eigenständig ein wissenschaftliches Projekt zu organisieren und durchzuführen. Dabei standen diesmal Themen wie "Mikro- und Makroplastikbelastung der Helgoländischen Küste im Vergleich Ästuar Bremerhaven" und "Schaffung von alternativen Futtermitteln und/oder Futtermitteladditiven - Ermittlung der Fett-/Aminosäurezusammensetzung mittels Gaschromatographie und Kalorimetrie" im Fokus ihrer Forschungsarbeit.

Zugehörige Dokumente

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