Mutterschaftsgeld

Das Thema Mutterschaftsgeld ist sehr weitläufig und individuell verschieden. Die Zahlung des Mutterschaftsgeldes unterscheidet sich für freiwillig, gesetzlich versicherte Mütter von familienversicherten Müttern. Grundsätzlich gilt für Schwangere ein festgeregelter Zeitraum, in dem sie keiner Tätigkeit nachgehen dürfen. Laut Mutterschutzgesetz dürfen werdende Mütter sechs Wochen vor der Entbindung und acht Wochen nach der Geburt nicht arbeiten. Für diese Zeitspanne erhalten die Mütter das sogenannte Mutterschaftsgeld. Einen Teil des Mutterschaftsgeldes zahlt jeweils die Krankenkasse, das Bundesversicherungsamt und der Arbeitgeber.

Sozialhilfeempfängerinnen haben keinen Anspruch auf das Mutterschaftsgeld. Ihnen steht während der Schwangerschaft ein Mehrbedarfzuschlag von 20 Prozent zu. Zudem können sie bei der zuständigen Behörde Beihilfe für Umstandskleidung, Babyausstattung beantragen.

Bei gesetzlich Versicherten zahlen die Krankenkassen während der Schutzfristen sowie für den Entbindungstag bis zu 13 Euro pro Tag. Der Arbeitgeber stockt den Betrag auf, bis die Summe dem durchschnittlichen Nettoverdienst vergangener drei Monate entspricht. Voraussetzung für eine Leistungszahlung in Form des Mutterschaftsgeldes ist ein Beschäftigungsverhältnis. Das Arbeitsverhältnis wird auf Grund der Schwangerschaft vom Arbeitgeber unterbrochen. Das Mutterschafsgeld wird, wenn die Mutter selbst bei der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, für den gesamten Zeitraum der Mutterschutzfrist gezahlt. Ist die Mutter über ihren Partner oder die Eltern familienversichert, bekommt sie kein Geld von ihrer Krankenkasse.

Freiwillig versicherte Frauen, die bei Beginn der Schutzfrist in keinem Arbeitsverhältnis stehen, haben einen Anspruch auf die Zahlung, wenn sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind. Dann erhalten sie das Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes. Familienversicherte Frauen mit geringfügiger Beschäftigung erhalten vom Bundesversicherungsamt ein Mutterschaftsgeld von bis zu 210 Euro. Der Arbeitgeber zahlt einen gewissen Zuschuss.

Das Bundesministerium für Soziales, Familie und Jugend hat eine sehr informative Broschüre zum Thema Mutterschutzgesetz veröffentlicht. Darin sind nicht nur die Regelungen für das Mutterschaftsgeld enthalten, sondern auch weitere wichtige Auskünfte rund um die Problematik Schwangerschaft und Arbeit. Wann informiert man den Arbeitgeber über die Schwangerschaft? Wann teile ich dem Arbeitgeber von der bevorstehenden Elternzeit mit? Und für wen gilt das Mutterschutzgesetz? Für diese und weitere Fragenstellungen ist die Broschüre eine gute Literatur.

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