Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement an der Hochschule Bremerhaven

Die Hochschule Bremerhaven versteht sich als Fachhochschule aus Überzeugung, deren Handeln sich an einer hochwertigen Ausbildung der Studierenden orientiert. Diese Überzeugung ist in unserem Leitbild verankert und die Handlungsmaxime für alle Studiengänge. Unser Leitbild macht außerdem den hohen Stellenwert der Lehre und deren Qualität deutlich.

Grundlage für unser Qualitätsmanagement bildet das vom Akademischen Senat beschlossene Qualitätssicherungskonzept in Studium und Lehre – QSL 2015. Darin enthaltene Kernelemente
sind die Etablierung von Qualitätskreisläufen und die Festlegung von Verantwortlichkeiten insbesondere auf der Ebene der Studiengänge, die Etablierung von Prozessen zum reflexiven Austausch über Lernen und Lehren sowie die Einrichtung von Serviceangeboten und angemessenen Steuerungselementen.
Das QSL 2015 beschreibt die Einführung eines Qualitätskreislaufsystems, mit dem regelmäßig der Ist-Stand strukturiert kritisch hinterfragt wird, Maßnahmen geplant und durchgeführt werden und nach einer vereinbarten Zeit deren Wirksamkeit analysiert wird, um neue Aktivitäten zu planen (Plan-Do-Check-Act-Zyklus).

 

                                               

                            Abb.: Qualitätskreislauf Lehre im Studiengang,aus QSL 2015, Seite 13

 

Eine Priorität legen wir dabei auf den praktischen Nutzen; eingesetzte Verfahren dienen der Strukturierung und sollen effizient gestaltet sein. Elementar ist für uns sowohl die Beteiligung aller Lehrenden als auch die der Studierenden, Absolventen_innen und Arbeitgeber_innen in unterschiedlichen Formen.

Ziel des QSL 2015 ist die Förderung einer Qualitätskultur, die als gelungene Kommunikation der an Lehre und Studium Beteiligten verstanden wird und die Ziel- und Profilvorstellungen der
Studiengänge einbezieht. Der Kreislauf beinhaltet die Erfassung der Studien- und Lernwirklichkeit sowie die Festlegung von Verbesserungsmöglichkeiten unter Einbindung aller Beteiligten und kombiniert dies mit einer gemeinsamen Auswertung der diversen Informationsquellen zur Studien- und Lehrsituation. Der Qualitätskreislauf steht dabei in einem engen Zusammenhang mit dem Projekt Guugle, in dem ein reflexiver Austausch über unterschiedliche Themenbereiche des Lernens und Lehrens erfolgt.


Als strukturierendes Element der Qualitätssicherung dient die Betrachtung des Student-Life-Cycle. Anhand der typischen Phasen eines Studienverlaufs erfolgt sowohl die Analyse im Rahmen des Projektes Datenanalyse und Qualitätskreislauf als auch die Gliederung der Maßnahmendokumentation in der „QSL-Matrix“ als Bestandteil des QSL 2015. Die „QSL-Matrix“ zeigt auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme das Spektrum der Maßnahmen zur Erhöhung des Studienerfolgs auf, aus dem je nach individueller Situation der Studiengänge einzelne Elemente ausgewählt werden.


Eine standardisierte Lehrevaluation mit relevanten Kernfragen wird flächendeckend an unserer Hochschule jedes Semester durchgeführt. Parallel finden individuelle Befragungen von Lehrenden nach Bedarf in unterschiedlichem Umfang statt. Die Ergebnisse werden in unterschiedlichen Formaten mit den Studierenden und Lehrenden rückgekoppelt. Die Beteiligung an der allgemeinen Lehrevaluation liegt derzeit bei geringen 15 bis 20 %, die wir weiter steigern möchten.

Ergänzend führen wir im Abstand von drei Jahren eine allgemeine Studierendenbefragung zur Gesamtsituation (letzte Rücklaufquote: 51 %!).

Vorläufig abgerundet wird die Betrachtung des Student-Life-Cycle durch die Befragung der Absolventen. Diese werden ca. 1,5 Jahre nach Abschluss des Studiums zu diesem befragt und die Ergebnisse ausgewertet.

Zur Steigerung der Qualitätskultur und um die Wertschätzung der Lehre zu erhöhen, schreibt die Hochschule jährlich Preise für gute Lehre („Teaching Award“) und die Entwicklung innovativer Lehrkonzepte aus. Eine ähnliche Zielrichtung hatte die Entwicklung des Leitbildes „Unser Verständnis von Lernen und Lehren“.

Konzept zur Qualitätssicherung