Nachteilsausgleiche

Nachteilsausgleiche im Prüfungsbereich

Um einen Anspruch auf Nachteilsausgleich geltend machen zu können, müssen die Studierenden eine längerfristige Beeinträchtigung nachweisen, die die Kriterien einer Behinderung oder chronischen Erkrankung erfüllen. Entscheidend ist, dass nachgewiesen wird wo und auf welche Weise sich die Behinderung oder Beeinträchtigung auf die Durchführung der Prüfung auswirkt und sich dadurch eine Benachteiligung gegenüber Mitstudierenden ergibt.

Nicht alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen können durch Nachteilsausglich kompensiert werden.

Studierende müssen grundsätzlich in der Lage sein, die in den jeweiligen Prüfungsordnungen geforderten Kompetenzen zu erwerben und diese Kenntnisse durch Prüfung nachzuweisen. Ein möglicher Ausgleich kann sein: eine angemessene Verlängerung der Bearbeitungszeiten, die Zulassung zusätzlicher Arbeits- oder Hilfsmittel, das Ablegen der Prüfungen in einer anderen Form, individuell abgestimmte Prüfungstermine, eine Verlängerung und/oder Einrichtung von Pausen während des Prüfungszeitraumes, Fristverlängerungen bei der An- und Abmeldung zur Prüfung.

Ein Antrag auf Gewährung eines Nachteilsausgleichs sollte frühzeitig, vor Beginn der Prüfungsplanung, über das Immatrikulations- und Prüfungsamt gestellt werden und im Antrag der geeignete Nachteilsausgleich benannt werden. Zur Begründung des Antrags kann beispielsweise, eine Kopie des Schwerbehindertenausweises, eine ärztliche Bescheinigung oder ein sozialpädagogisches oder psychologisches Gutachten vorgelegt werden. Aus den Nachweisen müssen die gesundheitlichen Beeinträchtigung und deren konkrete prüfungsrelevante Auswirkung hervorgehen.