Über das Projekt

GUUGLE: Projektgeschichte und Ausblick

Wie alles anfing...

Als kleine Fachhochschule verfügt die Hochschule Bremerhaven über keine Planstelle für Personalentwicklung und auch über kein entsprechendes eigenes Programm. Lehrende hatten zuweilen die Möglichkeit, an hochschuldidaktischer Weiterbildung der Universität Bremen und weiterer Universitäten Norddeutschlands teilzunehmen. Doch stießen diese Angebote stets nur auf geringes Echo. Qualifizierungsprogramme für Hochschullehrende auf freiwilliger Basis werden meist nur von einer kleinen Gruppe Interessierter genutzt. Hinzu kommt, dass hochschuldidaktische Kurse häufig nur von geringer oder kurz anhaltender Wirkung auf die Lehre der Teilnehmer zu sein scheinen, während das kollegiale Umfeld, das gelebte Verständnis von Professionalität, die informelle Hochschulkultur und die (nicht) bestehenden Anreizsysteme sich deutlich stärker und nachhaltiger auf die Lehrpraxis auswirken.

Aus diesem Grund wird in der Literatur die Vorstellung kritisiert, schlechte Hochschullehre sei vorrangig ein individuelles Problem; tatsächlich sei es vielmehr ein systemisches. Personalentwicklung greife zu kurz und müsse mit Organisationsentwicklung verbunden werden. Zwei Professoren der Hochschule waren der festen Überzeugung, dass Wandel an einer so überschaubaren Hochschule am besten durch kollegial veranlasste und durchgeführte Maßnahmen erreichbar ist. Deshalb und weil sie sich mehr kollegialen Austausch über Lernen und Lehren wünschten entwickelten Prof. Dr. Wolfgang Lukas und Prof. Dr. Michael Vogel das Konzept von GUUGLE.

GUUGLE startete Ende 2009 als ein Maßnahmenpaket, das Personal- und Organisationsentwicklung vereint, Lehrende und Studierende einbindet und auf Freiwilligkeit, Kooperation und Selbststeuerung setzt. Bereits nach kurzer Zeit wurden viele neue Möglichkeiten des individuellen und kollektiven Lernens, der Beteiligung und der Mitgestaltung angeboten.

GUUGLE baute von Anfang an auf folgende vier Komponenten auf:

  • In den Professionellen Lehr-/Lern-Gemeinschaften arbeiten die Lehrenden zusammen.
  • Die studentischen Arbeitsgruppen sind den Studierenden vorbehalten.
  • Die Lehr-/Lern-Konferenz, die jährlich stattfindet, bringt Lehrende, Studierende und externe Gäste zusammen.
  • Diese drei Komponenten werden durch begleitende Forschung einerseits und durch Kommunikation, Koordination und Unterstützung andererseits flankiert.

Einen guten Überblick über das bisherige GUUGLE Projekt und seine Struktur finden Sie hier.


Im Herbst 2011 startete GUUGLE in eine neue Phase...

Da die Hochschule Bremerhaven als einzige Hochschule im Bundesland Bremen bereits in der ersten Runde mit ihrer Bewerbung um Mittel aus dem „Qualitätspakt Lehre“ überzeugen konnte, will die Hochschule ihr Angebot rund um das Thema „gut und gerne lernen und lehren“ weiter ausbauen und zahlreiche bereits vorhandene Aktivitäten unter einem Dach bündeln und fördern. Auch sollen strukturelle Projekte zur Verbesserung des Studiums und der Qualität der Lehre und des Lernens bearbeitet werden.

Die Programmstruktur von GUUGLE verändert sich dadurch und wird auf eine noch umfassendere Basis gestellt.

Alle Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen des GUUGLE Teams finden Sie hier.