Eingangsphase für neue ProfessorInnen

Neuberufene ProfessorInnen werden zwar im Rahmen ihres Auswahlverfahrens auch hinsichtlich ihrer didaktischen Fähigkeiten von der Berufungskommission bewertet, jedoch verfügen sie in der Regel nicht über hochschuldidaktische Fortbildungen oder Formalqualifikationen. Die neuen HochschullehrerInnen müssen sich demnach die hochschuldidaktischen Kompetenzen selbst erarbeiten und sind gleichzeitig intensiv damit beschäftigt, ihre Lehrveranstaltungen inhaltlich aufzubauen.

Eine im Sommer 2010 durchgeführte Umfrage bei den neu berufenen ProfessorInnen hat gezeigt, dass keiner der ProfessorInnen im ersten halben Jahr eine didaktische Fortbildung besucht hat. Als Grund wurde ausnahmslos die fehlende Zeit aufgrund der hohen Anfangsbelastung angegeben. Neue Lehrende brauchen demnach einen Freiraum, der es ihnen ermöglicht, die didaktischen Kompetenzen aufzubauen und die in der Regel vorliegenden Erfahrungen in der Lehre durch  hochschuldidaktische Kurse, die in der Hochschule angeboten werden sollen, zu ergänzen.

Zusätzlich sollen die Neuberufenen neben der didaktischen Weiterbildung an einem Mentoringkonzept teilnehmen. MentorIn und NeukollegIn sollen sich gemeinsam über die Lehrmethoden und -konzepte austauschen und können so beide voneinander profitieren.

Der Erfolg des Projektes kann durch eine gesonderte Auswertung der Lehrevaluationen in Bezug auf neue Lehrende sowie anhand der Reaktion der beteiligten Lehrenden überprüft werden. Geplant ist zudem weiterhin eine Befragung neuer ProfessorInnen, die auch eine Evaluation der neuen Eingangsphase beinhalten wird. Beide Erfahrungen ermöglichen zusammen eine laufende Bewertung und geben Hinweise auf Anpassungsnotwendigkeiten im Projektverlauf.

Die Koordination des Projektes erfolgt durch die Servicestelle Lernen & Lehren in Zusammenarbeit mit den Studiendekanen der Fachbereiche und dem Konrektor für Lehre.

Hier finden Sie die im Rahmen des Projektes entwickelten Angebote für Neuberufene.

Projektleiterin: Sabine Seemann