Projekt Mut zu MINT

Hintergründe und Ziele

Warum sind weniger Studentinnen in den technischen und informationstechnologischen Studiengängen der Hochschule zu finden? Und wie kann das geändert werden? Das Projekt "Mut zu MINT" entwickelt Lösungen für diese Fragestellungen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik: ein Studien- und Berufsfeld, das Frauen - und Männern - mit seinem Zukunftspotential enorme Karriere- und Entfaltungsmöglichkeiten bietet.

Zielsetzung

Das Projekt „Mut zu MINT“ wirkt daher auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in den Technik- und Informatik-Studiengängen der Hochschule hin. Ziel ist, die Vielfalt der Berufsfelder und seiner Akteurinnen und Akteure in den Mittelpunkt zu rücken. Das Projekt setzt Impulse in der Curricula-Entwicklung und Lehrgestaltung, um Frauen und Männer in ihrer Vielfalt anzusprechen und die Fächerkulturen stärker für Heterogenität zu öffnen.

Alle erreichen! Gender-Diversity in die Lehre

Wie wirkt sich eine vielfalts- und geschlechtersensible Lehre auf den Frauenanteil in den Studiengängen aus? Das "Wunder" an der Carnegie Mellon University, USA, gibt einen ersten Anhaltspunkt. Innerhalb von sieben Jahren, von 1995 bis 2002, vervielfachte sich der Anteil von Informatik-Studentinnen von 7% auf 45%.

Was war geschehen? Neben strukturellen Maßnahmen werden Innovationen im Lehrstil und Curriculum entwickelt, während das Informatik-Programm der Hochschule eines der anspruchvollsten der USA bleibt. Interdisziplinäre Projekte, aktivierende Gruppenarbeit und wertschätzende Kommunikation bereichern die Didaktik und sprechen Studentinnen wie Studenten in ihrer Vielfalt an.

Eine gender-diversity-sensible Lehrgestaltung wirkt sich auf eine Öffnung der (männlich konnotierten) Fächerkultur aus.  Der "Gender"-Ansatz bezieht gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen von Geschlechterverhältnissen ein. "Diversity" bezieht sich auf die Herangehensweise, die vielfältigen und individuellen Hintergründe der Studierenden als wertvolle Ressource zu betrachten.

Angebote

Unter dem Motto "Alle erreichen! Chancen innovativer und partizipativer Lehrmethoden" bietet das Projekt "Mut zu MINT" in Kooperation mit der Servicestelle Lernen & Lehren Workshops und Weiterbildungen an. Unser Anliegen ist, das Angebot lehrendenzentriert auszugestalten und gemeinsam praktikable Lösungen zu entwickeln.

  • Workshop in der Eingangsphase für neue ProfessorInnen
  • Training für Lehrende
  • Checkliste zu partizipativer, gender-diversity-sensibler Lehre

 Geplant sind:

  • E-Learning-Kurs für Lehrende zu innovativer, vielfaltsgerechter Lehre
  • Beratungs- und Hospitationsangebot für Lehrende

Bildquelle: Tomizak / pixelio.de

Textreferenz Daten Carnegie Mellon University: Universität Duisburg-Essen, Spectrum - SciLOGs

Akquirierung von Studieninteressentinnen

Das Projekt "Mut zu MINT" engagiert sich in enger Kooperation mit der Kontaktstelle "Schule - Hochschule" dafür, Studentinnen für ein Studium in den Technik- und IT-Fächern zu gewinnen, z.B. durch Teilnahme an Berufsmessen für Schülerinnen.

Messe-Stände:

  • "MINTeresse"-Berufsmesse für Mädchen und junge Frauen
  • Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen: „meet.ME - Fachtagung und Karriere-Auftakt“

Die Kontaktstelle "Schule - Hochschule" organisiert zudem verschiedene "MINT-Schnupper-Angebote" für Mädchen und Schülerinnen, wie den "Girls'Day" oder eine "Robotik-Projektwoche".

Darüberhinaus werden im Projekt innovative Konzepte für die Beantragung von Drittmitteln entwickelt, um weitere Initiativen und Maßnahmen initiieren zu können.

Bildquelle: Hochschule Bremerhaven

 

 

 

Women-Networking und Rhetorik-Training

Get together! Unter diesem Motto fand am 4.11.2016 das erste Women-Networking-Café an der Hochschule Bremerhaven statt. Die Unternehmensberaterin Petra Schomburg leitete den Workshop „Authentische Selbstpräsentation“ für Studentinnen, Mitarbeiterinnen und Professorinnen.

Auf dem Weg in den Beruf und in Führungspositionen verleiht uns eine souveräne Selbstpräsentation Durchsetzungsvermögen und Selbstvertrauen. Wie macht mein Ausdruck Eindruck? Wie bleibe ich in Konfliktsituationen souverän? Mit vielen Übungen gingen wir diesen Fragen im Workshop nach.

Inhalte und Ziele

  • Ausstrahlung und Präsenz durch Körpersprache
  • Klare Stimme für einen klaren Ausdruck
  • Atem als Motor für die Stimme begreifen und einsetzen
  • Kritische Situationen und Killerphrasen entkräften
  • Persönliche Angriffe elegant meistern
  • Üben an Gesprächssituationen
  • Feedback zur Stimme und Präsentation

Im anschließenden Get-Together mit Imbiss kamen wir miteinander ins Gespräch und vernetzten uns.

Flyer-Download

Bildquelle: istockphoto.com