Studiendarstellung

Zielsetzung

Studierende beim Filmdreh

Der Ausgangspunkt des Studiengangskonzepts ist die Analyse eines hoch dynamischen Arbeitsmarktes im Bereich der technologiegestützten Gestaltungs- und Medienberufe im Rahmen einer sich permanent wandelnden Gesellschaft. In Agenturen und Unternehmen sind technologisches Wissen und die Beherrschung neuer medialer Gestaltungswerkzeuge in der Praxis ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dies erfordert Mitarbeiter/innen, die zum einen die nötigen hochaktuellen Fertigkeiten mitbringen und die zum anderen die Fähigkeit erlernt haben, einmal erworbenes Wissen permanent weiterzuentwickeln. Darüber hinaus sollen sie in der Lage sein, ihre Aufgaben im Kontext der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung reflektieren zu können. Hiermit sind bereits die drei zentralen Ausbildungsziele benannt: Vermittlung des aktuellen gestalterischen und technischen Wissens, die Anwendung dieses Wissens in praktischen Projekten und zum dritten die Befähigung, das eigene Wissen und Können weiterzuentwickeln.

Die Lehre fördert eine interdisziplinäre und vielseitige Auseinandersetzung mit den medialen Einsatzgebieten. Die studentische Arbeit ist projektorientiert und findet in Laboren statt. Sie wird begleitet von Vorlesungen und Seminaren, die unter anderem die theoretischen Grundlagen der Medienproduktion und -rezeption vermitteln.

Auf der fachlichen Ebene erwerben die Studierenden fundierte Kenntnisse der Mediengestaltung und -entwicklung (mit der Vertiefungsrichtung Audiovisuelle Medien oder Crossmediales Publizieren). Spezifische Anteile der Medieninformatik und Grundlagenwissen aus den Bereichen des Medienmanagements und der Medientheorie ergänzen diese Kenntnisse. Die systematische Entwicklung der jeweiligen Fachkompetenzen und ihr Zusammenwirken ist also eine notwendige Bedingung für die Herausbildung einer Übersichtskompetenz im Berufsfeld der Medienproduktion.

Durch die Vermittlung fachübergreifender Qualifikationen und den hohen Praxisbezug mit Praxissemester und Projektarbeit werden die Studierenden in die Lage versetzt, im Berufsumfeld spezifische Probleme zu identifizieren und Problemlösungen zu entwickeln. Sie können Teams leiten und übernehmen Verantwortung für die Teamarbeit.

Auf der Ebene der Schlüsselkompetenzen sollen die Studierenden Kommunikationsfähigkeiten ausbilden und befähigt werden, die Verfahren zur Produktion von Medien, dem Gebrauch von Medien und die Produkte selbst kritisch einzuschätzen und zu hinterfragen. Besonders ethisch-moralische Fragen bei der Arbeit mit Bildmedien und Fragen zum Urheberrecht sind hier von großer Bedeutung.

Abschlussgrad

Bachelor of Arts

Regelstudienzeit

7 Semester

Studienformen

Vollzeitstudium

Hauptunterrichtssprache

Deutsch

Zulassungsmodus

Örtliche Zulassungsbeschränkung

Zulassungssemester

nur Wintersemester

Sachgebiete

Informationstechnik; Film; Mediendesign

Einsatzfelder und Branchen

Studierende am Filmset

Die Berufsfelder für zukünftige Absolvent/innen der Digitalen Medienproduktion sind vielfältig. Studierende, die sich für die Vertiefung Audiovisuelle Medien entscheiden, haben gute Chancen im Bereich von Film, Fernsehen und Internet-TV (inkl. On-Air- und 3D-Gestaltung). Eine Stärke von Absolventen/innen des Studiengangs DMP ist die Schnittstellenkompetenz zur Gestaltung und das Wissen um crossmediale Gestaltungsfragen. Innerhalb von Agenturen sind zunehmend auch audiovisuelle Kompetenzen gefragt, die etwa im Bereich Promotion oder Pitches häufig den entscheidenden Unterschied zu Mitbewerber/innen ausmachen. Eine besondere Branche innerhalb der Produktions- und Designlandschaft ist das Application Design, also Entwurf und Programmierung digitaler Anwendungen, die einen besonderen Fokus auf Usability und User experience haben. Absolventen/innen von DMP haben gute Voraussetzungen, weil sie sowohl mit der Programmierung als auch mit Prototypenentwicklung, Interface-Design und Animation/Visualisierung vertraut sind. Auch für den Markt des Game-Designs bringen Absolventen/innen notwendige Kenntnisse mit. Ein ebenfalls großer Markt sind Kommunikations- und Entwicklungsabteilungen in Mittelstand und Industrie.

Auch der strukturpolitischen Ausrichtung auf die Förderung der Kreativen Industrien im Land Bremen wird mit dem Studiengang DMP Rechnung getragen. Ziel ist insbesondere, die vielfältige Kultur- und Kreativwirtschaft in Bremerhaven zu stärken. Damit löst die Hochschule die Forderung der Politik ein, die Potenziale einer Innovationsbranche, die für die Ansiedlung von Unternehmen verschiedenster Wirtschaftsbereiche wichtig ist, standortnah zu unterstützen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das im Studiengang DMP ausgebildete Kompetenzfeld mittlerweile auch in vielen Industrieunternehmen gesucht ist und die Absolventinnen und Absolventen auch in einem ingenieurwissenschaftlich geprägten Umfeld gute Berufsaussichten haben. Die Kultur- und Kreativwirtschaft der Seestadt kann ein Innovationsmotor für die maritimen  Branchen sein und einen Beitrag zur Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit anderer Wirtschaftszweige leisten.

Tätigkeitsbereiche

 

Mögliche Tätigkeitsbereiche sind:

  • Entwicklung und Gestaltung digitaler Mediensysteme zur Vermittlung von Wissen

  • Entwicklung interaktiver multimedialer Anwendungen im Kulturbereich

  • Konzeption und Umsetzung crossmedialer Publikationen

  • Corporate-Design-Entwicklung

  • Konzeption und Entwicklung audiovisueller Medien

  • Entwicklung digitaler Medien für Freizeit und Unterhaltung

  • Entwicklung und Gestaltung von Kommunikationskonzepten

  • Kommunikationsanwendungen im Bereich Marketing und Public Relations

  • Usability-Engineering, Schulung und Beratung

  • Mobile Anwendungen

Besonderheiten

Visuelle Darstellung von Musik

Im zweisemestrigen Medienprojekt entwerfen und gestalten die Studierenden ein komplexes Mediensystem oder Medienprodukt in eigenverantwortlicher Arbeit. Sie organisieren selbstständig die Rollenverteilung und Arbeit im Team und stellen die Fähigkeit unter Beweis, systematisch zu arbeiten und spezifische Problemlösungskonzepte innerhalb eines vorgegebenen Zeitbudgets zu entwickeln. Dabei werden Grundprinzipien des Projektmanagements ebenso in der Anwendung erlernt wie die systematische, technische und gestalterische Entwicklung der jeweiligen Arbeitsschritte sowie die Implementierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Das Modul „Soziale Projektarbeit“ verpflichtet die Studierenden, sich während des Studiums ehrenamtlich für eine gemeinnützige oder öffentliche Einrichtung bzw. für Vereine oder auch für einzelne Mitmenschen zu engagieren. Dieses Engagement ist primär projektorientiert, kann aber über die bloße Projektarbeit hinaus erweitert werden: So können die Studierenden beispielsweise Werbe- und Kommunikationskonzepte für Kindergärten oder Schulen gestalten, Websites oder AV-Produktionen für gemeinnützige Vereine entwickeln, aber auch Internetkurse für Senioren in Altenheimen anbieten. Das Modul soll dazu beitragen, dass die Studierenden bei der Arbeit mit Medien nicht nur wissenschaftliche, kreative oder wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen, sondern sich auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden.