Labore & Selbstlernzentrum

Zur Vertiefung der in den Vorlesungen erworbenen Kenntnisse werden in den Laboren des Studiengangs praktische Übungen und Unterweisungen durchgeführt sowie Praktikums-, Bachelor- und Masterarbeiten umgesetzt. Den Studierenden werden in den Laboren praktische Kenntnisse und Wissen über aktuelle Techniken und neuartige Entwicklungen aus den Bereichen der Ingenieurmedizin, der Medizinischen Apparatetechnik, der Medizininformatik und der technikaffinen Chirurgie vermittelt. Hierbei stehen komplexe computergestützte Anwendungen und Apparate im Mittelpunkt, die eine wichtige Rolle z. B. im Bereich der medizinischen Bildverarbeitung, der Telemedizin oder in den medizintechnischen Prozessketten spielen.

Zentrallabor Medizintechnik (ZLMT)

Eine zentrale Funktion im Studiengang besitzt das Zentrallabor Medizintechnik, das der praktischen Ausbildung der Studierenden sowie der anwendungs- orientierten Forschung und Entwicklung dient. Die Kernbereiche des Zentrallabors bilden eine breite Basis medizintechnischer Geräte und eine aktuelle Informations- und Kommunikationsinfrastruktur mit leistungsstarken Komponenten, die den Datenaustausch innerhalb des Labors und mit anderen Einrichtungen der Hochschule sowie extern mit Krankenhäusern und weiteren Institutionen des Gesundheitswesens sicherstellt.

Die inhaltlichen Schwerpunkte des Zentrallabors sowie seine Ausstattung in den Bereichen Apparatetechnik, Ingenieurmedizin und Medizininformatik haben sich bewährt und sind im Laufe der Zeit weiter optimiert worden. Basis des Labors ist eine abgestimmte Auswahl medizintechnischer Geräte aus den folgenden Bereichen:

• Bildgebende Systeme

• Funktionsdiagnostische Geräte

• Therapiegeräte

• Systeme zur Bilddatenverarbeitung und Bilddatenanalyse

Labor Beschichtungs- und Fügezentrum (BFZ)

Das Labor Beschichtungs- und Fügezentrum ist auf die praktische Ausbildung der Studierenden und anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung ausgerichtet. Es umfasst die Schwerpunktbereiche Handhabungssysteme, Fügetechnik sowie das Thermische Spritzen. Seit 2011 ist die Thematik der Generativen Fertigungs- verfahren (Rapid Prototyping) als weiterer Laborschwerpunktbereich eingeführt worden. Aktuell wurden die genannten Schwerpunkte durch den analytischen Arbeitsbereich der Digitalen Mikroskopie ergänzt.

Robotik ist Bestandteil der diagnostischen und therapeutischen Medizin. Das im Labor installierte Handhabungssystem simuliert robotergestützte medizinische Einsätze. Zudem werden Handhabungssysteme in der Fertigung medizintechnischer Produkte eingesetzt, beispielsweise im Bereich des prozessorientierten Laserschweißens. Das vorhandene Handhabungssystem erlaubt die Umsetzung der genannten Anwendungen.

Exemplarisch für das Rapid Prototyping wird das Polymerdruckverfahren zur Herstellung physikalischer Produkte u. A. für den Einsatz in der Operationsplanung und/oder zur Einbindung in medizintechnische Prozessketten  eingesetzt. Die erforderlichen Prozessdaten werden hierbei von den bildgebenden Verfahren und Geräten der Medizintechnik bereitgestellt.

Labor Minimalinvasive Chirurgie (MIC)

Die Technologie der Minimalinvasiven Chirurgie ist als ein weiteres Schwerpunkt- thema im Jahr 2010 in das Curriculum aufgenommen worden und besitz eine hohe Akzeptanz sowohl bei den Studierenden als auch bei der medizintechnischen Industrie. Vor diesem Hintergrund ist das Labor neu eingerichtet worden.

Das Labor ist auf die Vermittlung von medizintechnisch relevanter Funktionen in der Minimalinvasiven Chirurgie ausgerichtet und stellt zudem als ingenieurwissenschaftlich orientiertes Operationslabor eine Entwicklungsplattform für die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung dar. Das Labor ist für minimalinvasive Operationen vollständig eingerichtet. Für Praktika oder für die Bearbeitung spezieller Fragestellungen aus dem medizinischen Umfeld der MIC-Operationstechnik wird das Labor zeitnah und den Anforderungen entsprechend um das notwendige Equipment ergänzt.

Multimediales Studienzentrum Medizintechnik (MSM)

Das Studienprogramm Bachelor und Master besitzt eine ausgeprägte IuK-Orientierung, wobei inhaltlich die Erzeugung und Verarbeitung multimedialer Daten z. B. in integrierte Informationsverarbeitung in Prozessketten zur Fertigung von Implantaten, Kopplung von bildgebenden Verfahren und bildverarbeitenden Systeme oder Bild- und Sprachübertragung zum Zweck der Telekooperation eine wichtige Rolle spielen. Zudem ist im Bachelorstudiengang eine Studienorganisation mit dem Element des Selbststudiums der Studierenden vorgesehen. Sowohl die inhaltlichen Studienschwerpunkte als auch das Selbststudium erfordern den umfangreichen Einsatz von IuK-Technologien in Verbindung mit medizintechnischen Multimedia-Anwendungen. Dies setzt voraus, dass die dafür notwendige Technik vorgehalten wird und Lehr- bzw. Lerneinheiten verfügbar sind.

Die Studiengangsverantwortlichen haben daher dafür Sorge getragen, das die o. G. Anwendungen sowie das Selbststudium praktiziert werden können und haben hierzu das Multimediale Studienzentrum Medizintechnik (MSM) eingerichtet. Das MSM ist fachspezifisch ausgerichtet, bietet Möglichkeiten für multimediale Anwendungen in der Medizintechnik und wird den Anforderungen eines Selbststudiums gerecht.