Life Sciences -
Im Bereich Life Sciences bündeln sich Kompetenzen aus Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie, Medizintechnik und dem Physician Assistant. Die angewandte Forschung reicht von Meereschemie, Algenbiotechnologie und Aquakultur bis hin zu Themen wie Bioanalytik, Lebensmittelmikrobiologie und Verpackungstechnik. Durch die Zusammenarbeit Forschungseinrichtungen und Unternehmen entstehen praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Wissenschaft und Industrie.
Ein Futtermittelherstellverfahren für Forellen in Kreislaufanlagen basierend auf alternativen lokalen Ressourcen wie Mehlkäferlarve und Seestern
In Zusammenarbeit mit dem AWI und dem IFF aus Braunschweig, soll ein nährstoffoptimiertes Futtermittel für Forellen in Kreislaufanlagen entwickelt werden. Basierend auf angepasstem Insektenprotein, soll das Futtermittel auch optimale physikalische Eigenschaften für die Verfütterung aufweisen.
Projektförderung
Mittelgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und EnergieFörderkennzeichen
01|F23358NFördersumme
713.900 €Laufzeit
01.08.25 - 31.01.27
ILB - Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik
Kooperationspartner
Das Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (ILB) der Hochschule Bremerhaven forscht und entwickelt in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik und ist eng mit der Lehre verknüpft. Schwerpunkte sind die Themengebiete alternative Proteinquellen und Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik.
- Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
- Forschungsinstitut Futtermitteltechnik der IFF e.V.
Ziel und Hintergrund
Die Produktion von Fisch und Meeresfrüchten aus Aquakultur übersteigt inzwDie Produktion von Fisch und Meeresfrüchten aus Aquakultur übersteigt inzwischen die Menge aus Fangfischerei. Somit stellt diese Produktion einen der am stärksten wachsenden Zweige in der Lebensmittelherstellung dar. Der hohe Bedarf an Fischerzeugnissen bedeutet allerdings auch eine hohe Abhängigkeit vom aktuell genutzten Fischmehl als Proteinquelle und vom Fischöl als Fettkomponente. Beide Produkte stammen aus der Wildfang-Fischerei und müssen aus politischen und Nachhaltigkeitsforderungen durch regionale Alternativen ersetzt werden. Zudem erfodern Kreislaufanlagen eine Minimierung der Wasserverschmutzung durch Verringerung der Ausscheidungen und Darreichung stabiler Futterpellets.
Es konnte bereits durch eigene und fremde Studien gezeigt werden, dass sich Mehlkäferlarven (T. molitor) bzw. deren Protein als Grundlage für Fischfutter eignen. Die Anreicherung für Forellen wichtiger Amino- und Fettsäuren soll im Rahmen des Projektes durch eine gezielte Fütterung der Mehlkäferlarven erfolgen. Dies beruht darauf, dass Insekten in der Lage sind, zugefütterte Amino- und Fettsäuren anzureichern. Die Insekten dienen somit als ideale Grundlage für ein nährstoffoptimiertes Futtermittel. Als Quelle der so supplementierten Amino- und Fettsäuren sollen aufgrund der geforderten Nachhaltigkeit regionale Lebensmittelnebenströme dienen.
Regional erzeugte Leguminosen und marine Booster sollen nicht nur die Formulierung sondern auch die physikalischen Parameter des Futters optimieren, denn hier sind Eigenschaften wie Schwimm- und Sinkverhalten und die Verdaulichkeit durch die Forellen zu beachten.
Das Verbundprojekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Die Hochschule Bremerhaven übernimmt hierbei die Mast und Anpassung der Zusammensetzung Mehlkäferlarve, welche im Anschluss am IFF in Braunschweig zu Pellets weiterverarbeitet wird. Letztlich werden diese Pellets am AWI in Kreislaufanlagen mit Forellen getestet.