Life Sciences -
Im Bereich Life Sciences bündeln sich Kompetenzen aus Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie, Medizintechnik und dem Physician Assistant. Die angewandte Forschung reicht von Meereschemie, Algenbiotechnologie und Aquakultur bis hin zu Themen wie Bioanalytik, Lebensmittelmikrobiologie und Verpackungstechnik. Durch die Zusammenarbeit Forschungseinrichtungen und Unternehmen entstehen praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Wissenschaft und Industrie.
Qualitätsicherung für Mikroalgen aus Aquakulturen
Ziel des QuasiMA Projektverbundes ist es, eine innovative, kulturunabhängige Methode zur Identifizierung und Charakterisierung mikrobieller Gemeinschaften zu entwickeln und damit eine Qualitätssicherung in der Produktion zu gewährleisten. Ein Analyseworkflow, der mit einem Kulturpellet beginnt und über DNA-Extraktion und qPCR zur Bewertung der Reinheit führt, soll entwickelt werden. Die Anwendung in der Algenproduktion wird anhand repräsentativer Ko-Kultivierungsversuche und Proben aus der Produktion im Labor getestet. Am Ende der Projektlaufzeit soll mittels zentrifugaler Mikrofluidik ein standardisierter und automatisierter Prozess entwickelt sein, mit dem eine präzise und quantitative Bestimmung der Reinheit und etwaiger Kontaminanten möglich ist.
Projektförderung
Mittelgeber
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und HeimatFörderkennzeichen
281E124C23Fördersumme
165.929,39 €Laufzeit
01.12.2025 – 30.11.2028
Fakten
AquaEcology GmbH & Co. KG
biome-id GbR
Universität Freiburg
Hintergrund und Ziele
Mikroalgen sind ein nachwachsender Rohstoff, welcher in vielen Anwendungsbereichen Einsatz findet, von Lebensmitteln über Futtermittel bis zu Kosmetik und Biotreibstoffen. Die gewonnene Biomasse ist reich an Lipiden, Proteinen, Antioxidantien und weiteren wertvollen Substanzen.
Eine Herausforderung in der industriellen Mikroalgenproduktion stellt die Kontamination mit pathogenen Organismen dar (z.B. Pilze, Protozoen, Bakterien und Viren), die zu signifikanten Produktionsverlusten führen können oder die Qualität des Produkts mindern. Diese Problematik wird zunehmend anerkannt und verschiedene Maßnahmen wurden entwickelt, um den Schutz der Kultur zu gewähren, bzw. die Produktion zu erhalten. Konventionelle Methoden zur Beurteilung der Kulturreinheit sind meist kulturabhängig, hochspezifisch und zeitaufwendig, wodurch ihre Anwendbarkeit für die frühzeitige und umfassende Detektion von Verunreinigungen begrenzt ist. Doch trotz entwickelter Maßnahmen ist ohne ein sensitives Erkennungssystem der Kipppunkt der Kultur meist bereits erreicht. Dazu kommt, dass bisher wenig über die Artenvielfalt und das Zusammenspiel von Mikroalgen und pathogener sowie probiotischer Organismen in einer Kultur bekannt ist.
Ziel des QuasiMA Projektverbundes ist es, eine innovative, kulturunabhängige Methode zur Identifizierung und Charakterisierung mikrobieller Gemeinschaften zu entwickeln und damit eine Qualitätssicherung in der Produktion zu gewährleisten. Ein Analyseworkflow, der mit einem Kulturpellet beginnt und über DNA-Extraktion und qPCR zur Bewertung der Reinheit führt, soll entwickelt werden. Die Anwendung in der Algenproduktion wird anhand repräsentativer Ko-Kultivierungsversuche und Proben aus der Produktion im Labor getestet. Am Ende der Projektlaufzeit soll mittels zentrifugaler Mikrofluidik ein standardisierter und automatisierter Prozess entwickelt sein, mit dem eine präzise und quantitative Bestimmung der Reinheit und etwaiger Kontaminanten möglich ist.