Entwicklung der Weiterbildungsallianz Nordwest

Das Projekt AufWind kooperiert im Rahmen der Weiterbildungsallianz Nordwest mittlerweile eng mit

  • der Bildungsallianz mint.online,
  • dem Netzwerkknoten Nord,
  • dem Bündnis für Arbeit,
  • der Arbeitsnehmerkammer Bremen,
  • der Handelskammer Bremen, dem Women of Wind Energy e.V.,
  • dem Industriemeisterverband e.V. Hannover,
  • sowie seinen weiteren assoziierten Partnern.

Über die Antragstellung zur Aufnahme des berufsbegleitenden B. Sc. Windenergie in das Angebot der Fraunhofer Academy wird wegen bislang unklarer Finanzierung erst im Sommer 2017 entschieden.

Der offizielle Antrag auf Aufnahme des berufsbegleitenden B. Sc. Windenergie in das Angebot der mint.online Bildungsallianz soll anlässlich des offiziellen Starts der Bildungsallianz im September 2017 gestellt werden.

Perspektivisch wird geprüft, ob das Thema Weiterbildung auch im Kontext des nordwestdeutschen Forschungsverbundes Windenergie (ForWind, DLR, Fraunhofer IWES) sinnvoll zur weiteren Vernetzung und Nutzung von Synergien platziert werden könnte.

Auf der Grundlage zahlreicher Gespräche mit Akteuren des Windenergiesektors sowie der Kenntnisse über bereits bestehende bzw. im Aufbau befindliche Netzwerke wurde beschlossen, bereits existierende Strukturen zu nutzen. Es wird als sinnvoller und erfolgversprechender angesehen, diese Strukturen zu stärken, sie auszudifferenzieren und damit die Nachhaltigkeit der Vernetzung zu stärken, anstatt eine weitere parallele Struktur neu zu schaffen.

Sektorüberblick

Den Bedarf für die Entwicklung der Weiterbildungsallianz zeigt eine umfassende, von der Hochschule Bremerhaven mit Unterstützung des Fraunhofer IWES durchgeführte, windenergiespezifische Marktrecherche,  durch die rund 390 Unternehmen und weitere Einrichtungen (u. a. akademische und berufliche Bildungsträger, F&E-Institute) identifiziert werden konnten, die in der und für die Windenergiebranche tätig sind. Die Tätigkeitsbereiche der Unternehmen geben Aufschluss darüber, zu welchen Themenbereichen Studienmodule im Curriculum entwickelt werden müssen, um fachlichen Ansprüchen in der Windenergiebranche der Region Nordwest genügen zu können.

In der Zusammenfassung erstrecken sich die Tätigkeitsfelder in der betrachteten Region Nordwest über den gesamten industriellen Wertschöpfungsprozess von der Produktion einzelner Komponenten über die Know-how-Bereiche Projektierung, Engineering und Beratung bis hin zur Errichtung und Wartung der Windkraftanlagen an Land und auf See. Daneben sind diverse Bildungsdienstleister und –einrichtungen zu finden (siehe Abbildung).

Die Tätigkeitsfelder stellen sich im einzelnen wie folgt dar:

  • Hersteller: Fundamente, Türme, Gondeln, Rotorblätter
  • Technische Umsetzung: Betrieb, Service, Wartung
  • Know-how-Sektor: Projektierung, Planung, Engineering, Consulting
  • Logistik: On- und Offshore
  • Meerestechnik
  • Netzwerke
  • Berufliche Aus- und Weiterbildung: Fortbildungszentren, Fachschulen (40%) und Firmen (60%)
  • Akademische Aus- und Weiterbildung: Unternehmen (10%) und wissenschaftliche Einrichtungen (90%)

Die Tatsache, dass über die Hälfte der erfassten Unternehmen im Know-how-Sektor der Windenergiebranche tätig sind, begründet u.a. den hohen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften/Ingenieuren in Bremerhaven als Zentrum in der Region Nordwest. Mit dem breiten Tätigkeitsspektrum bestätigt sich das bereits bewährte Konzept „Die Windenergieanlage als Ganzes verstehen“, welches dem laufenden Bachelorstudiengang „Maritime Technologien“ und dessen Schwerpunkt „Windenergie“ an der Hochschule Bremerhaven zugrunde liegt und somit auch dem zu entwickelnden, berufsbegleitenden B. Sc. als Leitbild dienen darf. Die Struktur des zu entwickelnden Curriculums als „Spiegel der Branche“ orientiert sich in der Auswahl der Grundlagenfächer und spezialisierten Fach- und Zertifikatsmodule dementsprechend an dem damit einhergehenden Anspruch, breites Fachwissen und die Fähigkeit, dies praktisch anzuwenden, zu vermitteln.

 

Eine detaillierte Darstellung findet sich in Analyse des Bedarfs für die Entwicklung der Weiterbildungsallianz.