"Battle of Print"

Fabian Giering vor seinem gestalteten Albumcover
Fabian Giering vor seinem gestalteten Albumcover
Quelle: Prof. Andreas Teufel

Student der Digitalen Medienproduktion Fabian Giering gewinnt Designwettbewerb

„Den Fußballspieler mit Brille – eigentlich der Keyboarder der Band -  erkennt man noch. Den Rest hab ich aufs Wesentliche reduziert und nur noch die Farben des Originals aufgenommen“, beschreibt Fabian Giering sein neu gestaltetes Plattencover. Wer das Cover „The Beautiful Game“ von der Musikband Vulfpeck kennt, erkennt darin sofort Gierings witzige Hommage. Damit ergatterte der Student der Digitalen Medienproduktion (DMP) der Hochschule Bremerhaven den  ersten Platz im Designwettbewerb „Battle of Print“.

Unter dem Motto „Hands on Vinyl“ lud der Kommunikationsverband Nordwest beim diesjährigen Wettbewerb dazu ein, LP-Plattencover neu zu interpretieren und zu gestalten. Die zwölf besten Re-Designs wurden in einem Kalender geehrt. Ebenfalls im Kalender konnte sich Gierings Kommilitone Marco Focke verewigen. Sein Neuentwurf des Albumcovers „Computerwelt“ der Band Kraftwerk hat die Jury ebenfalls überzeugt.

Gegen rund 90 Illustratorinnen und Illustratoren, Grafikerinnen und Grafiker, Fotografinnen und Fotografen, Typografinnen und Typografen sowie Designstudierende mussten sich Giering und Focke durchsetzen. Allein 20 Einsendungen kamen von DMP-Studierenden der Hochschule Bremerhaven. Axel Stiehler, Lehrbeauftragter im Studiengang DMP an der Hochschule Bremerhaven und Organisator des „Battle of Print“, verband sein Seminar „Schrift und Layout“ gleich mit dem Wettbewerb: „Ich wollte einen Anreiz für die Studierenden setzen, ihre erstellten Designs auch mal der Öffentlichkeit zu zeigen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass so viele ihre Arbeiten tatsächlich eingesendet haben.“  Neben der professionellen Konkurrenz hatte es auch die Jury in sich. Klaus Voormann, der  1967 einen Grammy für das Cover der Beatles-Platte „Revolver“ gewann und unter anderem als Studiomusiker für John Lennon oder Ringo Starr arbeitete, bewertete die entworfenen Designs.

Alle Einreichungen zum Wettbewerb und Einblicke in die Geschichte der LP-Coverdesigns gab es dann in einer Ausstellung im Bremer Wilhelm-Wagenfeld-Haus zu sehen. „Selbst meine Studierenden, die nicht am Wettbewerb teilgenommen haben, waren bei der Siegerehrung anwesend und gespannt, wer das Rennen nun macht“, so Stiehler. Giering selbst rechnete nicht mit dem Sieg. „Das Albumcover hatte für mich etwas Spannendes, Ungewöhnliches und Verrücktes, weswegen ich mich daran ausprobieren wollte. Ich selbst war jedoch nicht von meiner Arbeit überzeugt“, gesteht Giering. Umso glücklicher ist er jetzt, dass er den Entwurf doch noch kurz vor Abgabeschluss abgeschickt hat.

Den Kalender gibt es noch bis Weihnachten für 10 Euro im Wilhelm-Wagenfeld-Haus (Am Wall 209, Bremen).

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