Professorinnenprogramm III

Hochschule Bremerhaven im Begutachtungsverfahren erfolgreich

In der dritten Programmphase des von Bund und Ländern initiierten Professorinnenprogramms hat die Hochschule Bremerhaven mit ihrem Gleichstellungskonzept sowie der Dokumentation der Umsetzung des ersten Professorinnenprogramms überzeugt. An dem unabhängigen Begutachtungsverfahren der ersten Auswahlrunde der aktuellen Phase des Professorinnenprogramms hatten sich insgesamt 111 Hochschulen aus 16 Bundesländern beteiligt. 86 Hochschulen erhielten ein positives Ergebnis der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und sind damit berechtigt bis zu drei Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von Frauen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren im Professorinnenprogramm zu beantragen.

Ziel des 2008 erstmals aufgelegten Professorinnenprogramm ist es, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern, die Anzahl von Frauen in Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern. So strebt auch die Hochschule Bremerhaven mit ihrem Gleichstellungskonzept an, das Engagement in den Bereichen der strukturellen Verankerung von Gleichstellung, die Akquise von Studentinnen für MINT-Studiengänge und die Förderung von Studentinnen während ihres Studiums und im Übergang zum Berufseintritt weiter zu verstärken. "Es wird angestrebt, den Anteil an Professorinnen und Frauen in Spitzenpositionen zu erhöhen und Karrierewege von Nachwuchswissenschaftlerinnen zu unterstützen. Außerdem werden Maßnahmen für eine genderreflektierte Lehre vorgesehen", so die Konrektorin für Studium und Lehre Prof. Dr. Karin Vosseberg.

"Das Professorinnenprogramm hat einen Professionalisierungsschub der Gleichstellungsarbeit an Hochschulen ausgelöst. Gleichwohl: Mit rund 24% ist der Frauenanteil an den Professuren alles andere als zufriedenstellend", erklärt die Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Bundesministerin Anja Karliczek. "Um eine strukturelle Veränderung in Richtung auf mehr Chancengerechtigkeit an den Hochschulen nachhaltig zu unterstützen, haben wir die Fördermittel für die dritte Phase des Professorinnenprogramms deutlich erhöht. Insgesamt werden 200 Mio. Euro zu Verfügung gestellt. Damit geben Bund und Länder den Hochschulen den Anstoß, mehr weibliche Vorbilder zu gewinnen, Gleichstellung neu zu denken, innovative Maßnahmen zu konzipieren und zu erproben sowie Bewährtes zu verstetigen", erläutert die stellvertretende GWK-Vorsitzende und Bremer Senatorin für Wissenschaft, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt. Die aktuelle Programmphase geht bis 2022.

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