GoodWind! - Good Practice Betrieb Windenergie

Projektförderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Bremen
Projektförderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Bremen
Quelle: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung Bremen

Neues Projekt zur Schadensvermeidung in Windparkanlagen gestartet

Wenn Windenergieanlagen durch einen Schaden ausfallen, muss wieder das Kohlekraftwerk einspringen. Die Ausfallzeit der Windparks führt dann zu einem erhöhtem CO2-Ausstoß und Ressourcenverbrauch bis die Ersatzteile geliefert und montiert werden. Um diesen Ausfall  vorzeitig entgegen zu wirken, wäre eine frühe Schadenserkennung genau richtig. Zurzeit arbeitet Prof. Dr.-Ing. Carsten Fichter der Hochschule Bremerhaven genau daran. Gemeinsam mit den Bremer Unternehmen Deutsche Windtechnik AG, windmanager GmbH & Co KG, Nordwest Assekuranzmakler GmbH & Co. KG sowie der fk-wind:, dem Institut für Windenergie an der Hochschule Bremerhaven, entwickelt er im Projekt „GoodWind!“ eine softwaregestützte Lösung und einen Leitfaden um die CO2 Emissionen und die Kosten für Windenergieanlagen im Betrieb.

„Die Idee ist, die eigenständigen Bereiche eines Windparks, wie zum Beispiel die Betriebsführung und den Service, zu vernetzen, damit frühzeitig drohende Schäden erkannt werden“, so Prof. Fichter. Diese Daten sowie die Zusammenarbeit sollen dann helfen, einen ressourceneffizienten und längerfristigen Betrieb von Windenergieanlagen zu gewährleisten. „Ersten Berechnungen zufolge wird bei einer frühzeitigen Schadenserkennung im Gegensatz zur Reparatur eines Schadens und dem daraus folgendem Ausfall der Windenergieanlage bis zu 80% CO2 ausgestoßen“, erklärt Prof. Fichter.

Im Projekt werden die erhobenen Daten und Abläufe der untersuchten Unternehmen in ein Modell eingespeist werden. Endprodukt soll die Software und der Leitfaden „Good Practice Betrieb Windenergie“ werden, der Unternehmen zur Verfügung gestellt und zur Verbesserung von DIN-Vorschriften angeboten wird.

Unterstützung bekommt das Projekt dabei von BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Angewandte Umweltforschung“ des bremischen Senators für Umwelt, Bau und Verkehr des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Gesamtprojekt hat ein Finanzvolumen von ca. 200.000 Euro.

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