Herausforderungen an die betriebliche Sicherheit

Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens beim Vortrag
Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens beim Vortrag
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Expertinnen- und Expertenrunde zur Sicherheit in der Logistik tagt an der Hochschule Bremerhaven

Innerbetriebliche Transportunfälle, Unfälle bei Gefahrgutbeförderungen und Ladungsdiebstähle - die Zahlen sind steigend in der Logistikbranche in den letzten Jahren. Schäden für die Unternehmen summieren sich mittlerweile auf mehrere Millionen Euro jährlich. Um sich über diese aktuellen Sicherheitsthemen in der Logistik austauschen, lud Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens Sicherheitsexpertinnen und -experten aus der Region Bremen und Bremerhaven an die Hochschule Bremerhaven ein. "Die Digitalisierung wird nicht nur den Einsatz neuer Technologien befördern, sondern auch zu einer deutlichen Veränderung der Transport- und Organisationsketten in der Logistik führen", so Prof. Arens in seinem Vortrag.

Die Kernbotschaft seines Vortrages: Die Herausforderungen an die Sicherheit werden künftig steigen. Diese Entwicklungen würden sich auch auf die Arbeitsweisen und damit auch auf die Sicherheit in den Unternehmen auswirken. So übernehmen schon derzeit in vielen Unternehmen fahrerlose Transportsysteme den innerbetrieblichen Warenfluss. Für den überbetrieblichen Verkehr werden Konzepte zum autonomen Fahren entwickelt. Ebenfalls vermehrt werden in diesem Bereich Assistenzsysteme eingesetzt, wie Datenbrillen oder Exoskelette - also am Körper getragene Stützstrukturen, um körperlich schwere Arbeiten zu erleichtern.

Aber nicht nur die physische Sicherheit wird sich verändern, auch die virtuelle spielt eine immer wichtigere Rolle, laut Prof. Arens. Insbesondere wenn es darum gehe, Unternehmen vor virtuellen Angreifern zu schützen. Neben den Prognosen für die Logistik 4.0 ist für Prof. Arens klar: "Nicht zuletzt ist die Logistik ein wichtiger Teil der kritischen Infrastrukturen, die durch ihre Leistungsfähigkeit dazu beitragen, die Versorgung der Bevölkerung mit den lebenswichtigen Gütern zu gewährleisten."

Am Ende der Expertinnen- und Expertenrunde wurde besonders eins deutlich: In Zukunft soll ein regelmäßiger Austausch stattfinden, um langfristig ein offenes und regionales Sicherheits-Netzwerk zu bilden. Dieses soll von der Hochschule Bremerhaven koordiniert werden.

Sicherheitsexpertinnen und -experten können sich bei Interesse an einer Mitwirkung im Netzwerk bei Prof. Dr.-Ing. Uwe Arens unter uarens@hs-bremerhaven.de oder Lieselotte Prax unter lprax@hs-bremerhaven.de melden.

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