„In Hollywood wird auch nur mit Wasser gekocht“

Jan Stoltz
Jan Stoltz
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Visual Effects Supervisor Jan Stoltz besucht Hochschule Bremerhaven

"Ich wusste erst, dass ich ein Visual Effects Supervisor bin, als ich es schon längst war", so Jan Stoltz. Der gebürtige Bremerhavener ist in der Filmanimationsbranche tätig und arbeitete bereits an großen Filmproduktionen mit. Fast & the Furious 8, Captain America, The Green Hornet - die Liste der Hollywood-Blockbuster, an denen er mitgewirkt hat, ist lang. Trotz seines beeindruckenden Werdegangs nimmt sich Stoltz für den Nachwuchs Zeit: Zu Gast an der Hochschule Bremerhaven erzählt der freiberufliche Visual Effects (VFX) Supervisor den Studierenden der Digitalen Medienproduktion (DMP), wie er es in der Branche so weit gebracht hat und gibt Einblicke in seine Arbeit.

"Früher wurde der Beruf des Animators noch mit dem des Animateurs verwechselt. Erst seit es Making-Ofs von Filmen gibt, verstehen die Leute auch, was ich überhaupt beruflich mache", scherzt Stoltz. Als VFX Supervisor hat Stoltz ein Team von Animatoren unter sich, das für die praktische Umsetzung der animierten, digitalen Figuren im Film zuständig ist. Dabei besteht der Beruf vor allem aus Nachforschen und Beobachten. Für den Film "Jim Knopf" schauten sich die Animatoren für die Figur des Nepomuk zum Beispiel die Hautfalten und Nasenhöhlen verschiedener Tiere an, um das Fabelwesen realistischer darzustellen. Gedreht wird am Set mit Platzhaltern und Green Screen. Das 3D-Modell des Nepomuk wird später beim Compositing einkopiert.

Der Besuch von Stoltz lag besonders DMP-Studiengangsleiter Prof. Dr. Holger Rada am Herzen. Als er erfuhr, dass Stoltz zur Schulkinowoche nach Bremerhaven kommen würde, fragte Prof. Rada ihn für einen Besuch an der Hochschule an. "Auf diesem Weg können die Studierenden aus erster Hand erfahren, was die Voraussetzungen für den Beruf sind und wie der Alltag eines Animators aussieht", so Prof. Rada. Besonders wichtig sei jedoch ein anderer Punkt, meint Prof. Rada: "So eine Erfolgsgeschichte zu hören, spornt die Studierenden an, ihr Bestes im Studium zu geben".

 

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