Konzept für Kleinwindenergieanlage an Hochschule

(v.l.): Jörn Böcker, Karsten Korsch, Laurence Wagner, Niklas Mävers, Arne Goymann, Sonja Achterberg, Alina Hanke, Prof. Dr. Holger Lange
(v.l.): Jörn Böcker, Karsten Korsch, Laurence Wagner, Niklas Mävers, Arne Goymann, Sonja Achterberg, Alina Hanke, Prof. Dr. Holger Lange
Quelle: Sandra Bartel

Studierende der Maritimen Technologien arbeiten an Projekt für Energieversorgung mithilfe von Windenergie

Energie auf dem eigenen Dach gewinnen und für die Forschung sowie den Laborbetrieb nutzen – so das Konzept der Studierenden der Maritimen Technologien (MAR) an der Hochschule Bremerhaven. Dafür setzen die Studierenden Sonja Achterberg, Arne Goymann, Alina Hanke, Karsten Korsch, Niklas Mävers und Laurence Wagner in ihrem Konzept auf Windenergie mit Hilfe einer Kleinwindenergieanlage, die mit einem Speicherlabor verbunden werden soll, welche die Energie langfristig speichert. „Zwar wäre mit einer Kleinwindenergieanlage, die bis zu 400 Watt erzielt, noch keine autonome Energieversorgung des Labors möglich, jedoch können die Studierenden hier mit Energiequellen, Speichern und Verbrauchern Versuche machen und damit das reale Netz in Teilen nachbilden“, so Jörn Böcker vom Studiengang Maritime Technologien der Hochschule Bremerhaven.

Eine Herausforderung, die die Studierendengruppe im Projekt bewältigen musste, war beispielweise die dauerhafte Speicherung der von der Kleinwindenergieanlage generierten Energie. „Das Speicherlabor erlaubt die zeitliche Entkopplung von Energieerzeugung und -verbrauch.   Dank einer Batterie, eines Elektrolyseurs und einer Brennstoffzelle können wir überschüssige Energie speichern um sie dann zur Verfügung zu stellen, wenn mal weniger Wind weht“, so Studentin Laurence Wagner.

Bereits eine Gruppe aus dem höheren Semester arbeitete an der Kleinwindenergieanlage. Die sechs Studierenden nahmen sich dieses Konzept vor und erweiterten es. So konnten sie sich beispielsweise auf bereits vorgenommene Messungen stützen. „Mittels eines Gebläses in Haus Z hat die Vorgängergruppe die abgegebene Leistung bei gewissen Windgeschwindigkeiten ermittelt, um die Herstellerangaben zu prüfen. Auch bei der Entscheidung für einen geeigneten Standort, konnten wir uns auf die Standortuntersuchungen unserer Vorgänger beziehen“, so Wagner.  Das Ergebnis zeigte, dass die Kombination aus Windbedingungen und Infrastruktur auf Haus L ideal für die Kleinwindenergieanlage wären.

Neben dem Speicherlabor und den Messungen befassten sich die Studierenden jedoch auch mit bürokratischen Aufgaben, zum Beispiel welche Genehmigungen für die Aufstellung der Anlage eingeholt werden müssten. „Besonders die Auseinandersetzung mit den Genehmigungsanträgen fand ich interessant, da es auch zu einem realistischen Projekt in der freien Wirtschaft gehört, sich mit den rechtlichen Grundlagen und Behördengängen auseinanderzusetzen“, so Wagner.

Für Böcker ist das Projektstudium im Studiengang Maritime Technologien, das inzwischen von zwei auf vier Semester erweitert wurde, ein wichtiger Baustein, um die Studierenden auf den späteren Beruf vorzubereiten, da sie hier Gelerntes anwenden und eigene Ideen entwickeln und verwirklichen können. „Ebenfalls soll das Projekt an die Studierendengruppe im nächsten Semester weitergereicht werden, die dieses fortführen und weiterentwickeln sollen, so können die Studierenden voneinander lernen“, so Böcker.

Unterstützt wurden die Studierenden bei der Projektarbeit von Prof. Dr. Carsten Fichter, Prof. Dr. Holger Lange und Jörn Böcker von der fk-wind: an der Hochschule Bremerhaven sowie der Otto Ganter GmbH & Co. KG.

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