Nanopartikeln auf der Spur

Nanopartikeln auf der Spur
Nanopartikeln auf der Spur
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Neuer Physikkurs lockt Zwölftklässler des Beruflichen Gymnasiums an die Hochschule

Wie kann man mithilfe optischer Messtechnik Stoffe charakterisieren? Dieser Frage widmeten sich erstmalig elf Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik der Max-Eyth-Schule in Schiffdorf. Im Schullabor der Hochschule Bremerhaven synthetisierten sie unter Anleitung von Prof. Dr. Benedikt Klobes Nanopartikel und untersuchten die Proben mit einem Spektrometer. Der ganztägige Kurs „Nanoanalytik mit einem Photospektrometer“ ist ab sofort auch von anderen Oberstufen über die Kontaktstelle Schule-Hochschule der Hochschule Bremerhaven buchbar.

Gleich zu Beginn seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule Bremerhaven stellte Benedikt Klobes fest, dass im Kursangebot für Schülerinnen und Schüler ein Bereich fehlte. „Bisher gab es keinen Physikbezug im Schullabor“, erzählt der Physikprofessor, der im Bachelorstudiengang Nachhaltige Energie- und Umwelttechnologie und im Masterstudiengang Process Engineering and Energy Technology unterrichtet. Grund genug, dies mit einem eigenen Kursangebot zu ändern. „Wichtig ist, dabei einen Bezug zum realen technischen Leben herzustellen.“ Daher versetzen sich die Teilnehmenden in die Rolle von Ingenieurinnen und Ingenieuren hinein, die einen Marker für schnelle Abwasser-Screenings entwickeln sollen.Dazu gehört nicht nur die Herstellung und Charakterisierung der Nanopartikel, sondern auch das Erstellen und Präsentieren eines Datenblatts.Um die dafür nötige Ausstattung kaufen zu können, warb Klobes mit Unterstützung der Max-Eyth-Schule Fördergelder bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ein.

Der Kurs schließt an bereits vorhandenes Wissen der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern an und schlägt eine Brücke zwischen grundlegender Physik und einem aktuellen interdisziplinären Thema. Die Aufgaben werden selbstständig und in Kleingruppen bearbeitet. Physiklehrerin Andrea Kück gefällt das neue Angebot der Hochschule. „An einem ganzen Projekttag in Ruhe und konzentriert arbeiten zu können, bringt den Schülern wirklich viel“, erklärt sie. Daher habe sie das Angebot, mit ihrer Klasse am ersten Probedurchlauf teilzunehmen, gern angenommen. Neben der praktischen Auseinandersetzung mit Nanopartikeln und einem Spektrometer habe der Kurs noch einen weiteren Lerneffekt. „Die Schülerinnen und Schüler sehen hier, dass es auch in der Physik Berührungspunkte zur Chemie gibt. Das kann man sonst gar nicht so deutlich machen.“

Nach dem erfolgreichen Probedurchlauf wurde der Kurs „Nanoanalytik mit einem Photospektrometer“ nun in das Angebot des Schullabors aufgenommen. Lehrkräfte der Sekundarstufe II, die sich dafür interessieren, können ihre Anfragen direkt an die Kontaktstelle Schule-Hochschule richten.

Zugehörige Dokumente

Zurück zur Übersicht