Senat beschließt Wasserstoff Modellprojekt

Pressekonferenz im Rathaus: Prof. Dr. Carsten Fichter von der Hochschule Bremerhaven, Senatssprecher Christian Dohle, Wissenschafts- und. Häfensenatorin Dr. Claudia Schilling, Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und Prof. Dr.-Ing. Jan Wenske vom Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme
Pressekonferenz im Rathaus: Prof. Dr. Carsten Fichter von der Hochschule Bremerhaven, Senatssprecher Christian Dohle, Wissenschafts- und. Häfensenatorin Dr. Claudia Schilling, Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und Prof. Dr.-Ing. Jan Wenske vom Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme
Quelle: Senatspressestelle

Hochschule Bremerhaven, Fraunhofer IWES und ttz forschen gemeinsam

Der Senat hat das Projekt "Wasserstoff – grünes Gas für Bremerhaven" beschlossen. Im Rahmen dieses Modellprojektes wird das Fraunhofer IWES gemeinsam mit der Hochschule Bremerhaven und dem ttz Bremerhaven Wasserstoff als zukünftige Energiequelle erforschen. "Es handelt sich hierbei um ein Projekt, das in hervorragender Weise die zukunftsgerichteten Entwicklungen der Hochschule Bremerhaven insbesondere dem Institut für Windenergie (fk-wind:) bestätigt. Die enge fachliche Zusammenarbeit mit dem IWES und dem ttz sind eine gute Grundlage für den Erfolg des Vorhabens, das zudem das Potenzial hat, bestehende Schwerpunkte Bremerhavens zu einem neuen für die Region prägenden Hotspot zusammenzuführen", so der Rektor der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Peter Ritzenhoff.

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling: "Die Nutzung von Wasserstoff als Speichermedium für regenerativ erzeugten Strom ist die Herausforderung und Chance zugleich, die Energiewende tatsächlich voranzutreiben. Wir wollen Bremerhaven zu einem Kompetenzzentrum für Wasserstoff machen. Die Entwicklung von Wasserstoffproduktion und Wasserstoffanwendung hin zur Wettbewerbsfähigkeit ist das übergeordnete Ziel, das mit dem heute beschlossenen Projekt verfolgt wird. Mit diesem Projekt im südlichen Fischereihafen werden wir auch die Entwicklung des nachhaltigen Gewerbegebiets LuneDelta und die Etablierung der green economy in Bremerhaven vorantreiben."

Auf dem Gebiet des ehemaligen Flugplatzes befindet sich unter anderem eine acht Megawatt Windenergieanlage, die das Fraunhofer IWES (Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme) derzeit im Rahmen eines Großforschungsprojektes gemietet hat. Der hieraus gewonnene Strom soll im Rahmen des Modellprojektes für die Umwandlung in Wasserstoff durch Elektrolyse genutzt werden. Der stellvertretende Institutsleiter des Fraunhofer IWES, Prof. Dr.-Ing. Jan Wenske, erklärt: "Wir werden das Verfahren der direkten Elektrolyse mit Windstrom im Megawatt-Bereich herstellerunabhängig prüfen und optimieren."

Das perspektivische Ziel ist es jedoch, anschließend in einem Forschungsbetrieb privaten Kunden die Möglichkeit zu geben, die elektrischen Eigenschaften von neuen Elektrolyseuren im Zusammenspiel mit der fluktuierenden Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien, wie beispielsweise der Windkraft, zu testen. Auch moderne Steuerungs- und Überwachungssysteme in Bezug auf Netzstabilisierung mit Hilfe der Wasserstoffspeicherung sowie Speichermethoden sollen erforscht und entwickelt werden.

Denn Wasserstoff könnte sich zu dem Energieträger der Zukunft entwickeln. Prof. Dr. Carsten Fichter von der Hochschule Bremerhaven: "Ziel der Forschung ist es, für insgesamt vier Anwendungsfelder eine CO2 neutrale Versorgung mittels Wasserstoff zu erreichen. Wir wollen beispielsweise durch die Kopplung von Windstrom und Wasserstoff alternative Kraftstoffe für die maritime Wirtschaft und Schifffahrt nutzbar machen."

Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Kristina Vogt, verspricht sich von dem Projekt auch große regionalwirtschaftliche Auswirkungen: "Wir wollen Bremerhaven als Standort eines neuen Wirtschaftszweiges positionieren und letztendlich neue, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Vor dem Hintergrund der vorhandenen Kompetenz in Bremerhaven bin ich sicher, dass dieses Projekt mit vorzeigbaren Ergebnissen abschließen wird."

Das Modellprojekt ist zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren, von Januar 2020 bis Dezember 2021, geplant. Die Mittel von rund 20 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfe aus EU- und Landesmitteln bereitgestellt.

Zugehörige Dokumente

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