Studienunterbrechung statt Studienabbruch für eine betriebliche Ausbildung

Land in Sicht
Land in Sicht
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Hochschule Bremerhaven bietet Beurlaubung vom Studium bei einer zwischengeschalteten Berufsausbildung an

Weitermachen oder Abbrechen? Bei einigen Studierenden kommen während des Studiums Zweifel auf, ob ein Studium die richtige Wahl war. Oder sie haben nach ersten Studienerfahrungen den Wunsch, einen direkten Praxiseinblick zu bekommen, wofür sich eine Berufsausbildung anbietet. Hierfür musste jedoch das Studium bislang abgebrochen werden. Mit ihrem Projekt „Land in Sicht“ (LiS) bietet die Hochschule Bremerhaven nunmehr eine Beurlaubung vom Studium für den Zeitraum einer beruflichen Ausbildung an. Für die teilnehmenden Studierenden bedeutet dies, dass bislang erbrachte Studienleistungen nicht verfallen und das Studium nach der Ausbildung nahtlos fortgesetzt werden kann. „Nach unserem Kenntnisstand ist dieses Programm in dieser Form  deutschlandweit neuartig und stellt eine Sonderform eines dualen Studiums dar“, so Prof. Dr. Gerhard Feldmeier, Konrektor der Hochschule für Forschung, Transfer und Internationalisierung.

„Viele Studierende haben den Wunsch geäußert, ein Duales Studium aufzunehmen oder mehr Berufserfahrung zu sammeln, da sie beispielsweise bei Studienbeginn noch sehr jung sind und sich ausprobieren wollen. Mit diesem Programm wollen wir eine Alternative zum klassischen Dualen Studium in Form einer betrieblichen Ausbildungsphase zwischen einzelnen Studienabschnitten bieten“, so Annika Koppe vom Career Service Center der Hochschule Bremerhaven. So erhalten die diese Option in Anspruch nehmenden Studienzweifler eine Rückkehrgarantie ins Studium nach ihrer betrieblichen Ausbildung, da ihr Studienplatz während dieser aufrechterhalten bleibt. Eine derartige Beurlaubung vom Studium gilt jedoch nur für die betriebliche Ausbildungszeit - unabhängig von der gewählten Ausbildungsrichtung. Somit muss während der Ausbildungszeit eine Immatrikulation an der Hochschule Bremerhaven vorliegen. Außerdem müssen für eine derartige Studienbeurlaubung im Vorfeld mindestens 30 ECTS an Studienleistungen erbracht worden sein, welche für eine Wiederaufnahme des Studiums nach der Ausbildung im eingeschriebenen Studiengang erforderlich sind.

Nach dem Berufsabschluss kann dann entweder das Studium an der Hochschule im alten Studiengang direkt in Vollzeit als auch berufsbegleitend in Teilzeit wieder aufgenommen werden. Im Idealfall können während der betrieblichen Ausbildung erbrachte Praxisleistungen für das Weiterstudium anerkannt werden oder das Praxissemester und  die Studienabschlussarbeit im alten Ausbildungsbetrieb absolviert werden. Alternativ bietet sich nach der Ausbildung ein Verbleib in der betrieblichen Praxis als Fachkraft an mit dortigen alternativen beruflichen Aufstiegsqualifikationen, so dass eine Rückkehr ins Studium nicht zwingend geboten ist.

Da dieses Projekt in aktuellen Studienjahr erstmalig  an der Hochschule beworben und durchgeführt wird, sollten sich Interessenten für dieses beim Career Service Center melden, um mit diesen mögliche berufliche Ausbildungswege auszuloten und Vermittlungswege in das duale Ausbildungssystem mit Unterstützung der Projektpartner Handelskammer und der Agentur für  Arbeit aufzuzeigen. „Wir wollen alle Studierenden individuell beraten, da je nach Einzelfall und Studiengang entschieden werden muss, wie eine Beurlaubung vom Studium und die mögliche Wiederaufnahme des Studiums aussehen soll“, so Koppe.

Weitere Informationen zum Programm „Land in Sicht“ gibt es unter www.hs-bremerhaven.de/LiS oder im Career Service Center der Hochschule unter der E-Mail csc@hs-bremerhaven.de und per Telefon unter 0471 4823-365.

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