Studierende der Maritimen Technologien untersuchen SEUTE DEERN nach Absacken

Kimberly Henschke, Emely Piccon, Andreas Bauhammer und Caspar Ebner unterstützen mit dem ROV die Untersuchung der SEUTE DEERN
Kimberly Henschke, Emely Piccon, Andreas Bauhammer und Caspar Ebner unterstützen mit dem ROV die Untersuchung der SEUTE DEERN
Quelle: DSM/Mareike Heger

Unterwasserroboter taucht für das Deutsche Schifffahrtsmuseum ab

Studierende der Maritimen Technologien (MAR) unterstützen das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte durch Unterwasseraufnahmen der abgesackten SEUTE DEERN. Das historische Museumsschiff war im Alten Hafen zunächst in eine Schieflage geraten und dann abgesackt. Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine fachgerechte Bergung. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat bereits Gutachter bestellt, die sich derzeit ein Bild von den entstandenen Schäden verschaffen und die Sicherung des Schiffes koordinieren. Mit dem sogenannten Remotely Operated Vehicle (ROV) leisten die Studierenden Kimberly Henschke, Emely Piccon, Andreas Bauhammer und Caspar Ebner einen wichtigen Beitrag zum anstehenden Bergungsprozess.

Es ist nicht der erste Einsatz unter Wasser: Bereits im Juli hatte eine Gruppe Studierender mit dem ROV den Schiffsrumpf der SEUTE DEERN untersucht und hilfreiche Informationen für die Sanierungsplanung geliefert. Nunmehr ist zu prüfen, inwieweit sich der Zustand des Schiffs durch die Schieflage und das Absacken weiter verändert hat. „Durch die Unterwasseraufnahmen kann festgestellt werden, wie tief die SEUTE DEERN im Schlick des Hafenbodens steckt und ob neue Öffnungen entstanden sind, die zunächst geschlossen werden müssen“, erklärt Lars Kröger, Projektleiter der geplanten Sanierung.  Es sei nun wichtig, möglichst schnell viele Daten zu sammeln, damit die Gutachter die Bergung vorbereiten können. „Wir sind dankbar, dass wir durch die Hochschule Bremerhaven so kurzfristig und schnell Unterstützung bekommen.“

Für die Studierenden bedeutet die Unterwasserexpedition vor allem eine Gelegenheit, kurz vor dem Studienabschluss das Erlernte erneut anzuwenden. „Dadurch, dass wir jetzt diese Erfahrungen sammeln können, bekommen wir auch gleich noch mehr Zugang zu dem Bereich“, sagt die Studentin Emely Piccon, die bei der ersten Tauchfahrt im Juli nicht dabeisein konnte. Auch Studiengangsleiter Prof. Dr. Axel Bochert bewertet die Anfrage des Deutschen Schifffahrtsmuseums positiv: „Dass die Studierenden erneut mit der Unterwasserinspektion angefragt wurden, können sie als Beweis für ihre gute Arbeit sehen.“

Die Unterwasserbilder werden nun von den Gutachtern ausgewertet. Die dabei gewonnenen Daten sollen bei der Einschätzung helfen, wie das 100 Jahre alte Holzschiff geborgen werden kann. Ein Rettungskonzept wurde bereits vorgeschlagen. Aufgrund der Wetterverhältnisse soll die Bergung möglichst zeitnah erfolgen.

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