Wie machen wir aus Wind Energie?

Gruppenfoto
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Quelle: Mareike Heger

Schülerinnen und Schüler stellen Projektergebnisse vor

Was ist nötig, damit aus Wind Energie wird? Diese Frage haben sich 32 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Technik der Max-Eyth-Schule Schiffdorf gestellt. In Kooperation mit dem Institut für Windenergie fk-wind: der Hochschule Bremerhaven entstand hierzu ein mehrtägiges praxisbezogenes Projekt. In sechs Kleingruppen erarbeiteten sie selbstständig verschiedene Fragestellungen zu Themen wie Rotorblattaerodynamik, Rotorblattdruck, Messtechnik und Windkanaluntersuchung. Unterstützt wurden sie dabei durch Dipl.-Ing. Jörn Böcker und Studierende des Studiengangs Maritime Technologien. Die Ergebnisse wurden nun präsentiert.

"Die Windenergieanlage als Ganzes verstehen!" - so lautet nicht nur das Motto der fk-wind:. Herauszufinden, wie genau aus Wind Energie wird, war auch das Ziel der Schülerinnen und Schüler, die am Projekt teilnahmen. Beginnend bei der Form des Rotorblatts über Messungen im selbstgebauten Windkanal bis hin zur Gewinnung von elektrischer Energie wurde jede Fragestellung von den Teilnehmenden selbstständig bearbeitet. Dabei mussten die Kleingruppen eng zusammenarbeiten und unter anderem Absprachen bezüglich der Rotorblattentwicklung und der Messdatenerhebung treffen. "Einer so großen Gruppe viele Gestaltungsfreiheiten zu geben und dennoch ein bestimmtes Projektziel zu erreichen, ist auch für uns Lehrende eine Herausforderung", sagt Jörn Böcker von der fk-wind:. Die Aufgaben nicht klar zu definieren, wie das sonst in der Schule üblich ist, sei ein Experiment gewesen und habe sehr gut geklappt. "Man lernt besonders viel, wenn Probleme auftreten. Aus Erfahrungen." Besonders die Kommunikation zwischen den Gruppen habe Anlaufschwierigkeiten gehabt. Auch die Nutzung eines 3D-Druckers habe gezeigt, dass man erst Erfahrung sammeln muss. Davon, dass diese Erfahrungen Teil des Lernerfolgs waren, konnten sich die Besucherinnen und Besucher der Abschlusspräsentation überzeugen.

Durch die Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven haben die Schülerinnen und Schüler der Max-Eyth-Schule Schiffdorf regelmäßig die Möglichkeit, sich nachhaltig auf einen Beruf oder ein Studium an einer Fachhochschule vorzubereiten. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere gemeinsam entwickelte Projekte, unter anderem zu Leichtbaurobotern und zu Biosignalen. "Es ist toll zu beobachten, wie Schülerinnen und Schüler an einem Thema Gefallen finden, wenn sie sich erstmal eingearbeitet haben", sagt Stefanie Uhe, Lehrerin an der Max-Eyth-Schule. Sie besucht jährlich mit ihren Schulklassen im Fach Mechatronik das Labor für Werkstofftechnik und führt dort Härte- und Zugprüfungen durch. Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule Technik eine praxisbezogene Auseinandersetzung mit Windenergie zu ermöglichen, war nicht nur ihre Idee, sondern auch die von ihrem Kollegen Udo Hasenkamp. Mit dieser Anfrage waren sie bei der Hochschule Bremerhaven goldrichtig: Die fk-wind: betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der Windenergietechnik und arbeitet eng mit dem Bachelorstudiengang Maritime Technologien sowie mit dem Masterstudiengang Windenergietechnik zusammen. "Die Ausbildung an der Hochschule Bremerhaven ist gut, die Jobchancen hervorragend", so die Lehrerin, die selbst an der Hochschule studiert hat. Doch auch als außerschulischer Lernort ist die Hochschule beliebt - nicht nur bei Lehrkräften. "Den Schülerinnen und Schülern gefällt es an der Hochschule. Auch, weil es so familiär ist."

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