50 Studierende erhalten finanzielle Beihilfen aus dem Sozialfonds der Hochschule Bremerhaven

Wenn in der Gastronomie die Tische und Stühle leer bleiben, verlieren Studierende häufig ihre Arbeitsmöglichkeiten.
Wenn in der Gastronomie die Tische und Stühle leer bleiben, verlieren Studierende häufig ihre Arbeitsmöglichkeiten.
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Hochschulleitung dankt Unterstützerinnen und Unterstützern für große Spendenbereitschaft

Die Ersparnisse sind aufgebraucht, den Familien fehlt das Geld zur weiteren finanziellen Unterstützung: Durch die noch andauernden bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geraten zunehmend mehr Studierende unverschuldet in eine finanzielle Notlage. Kurzfristige Hilfe ermöglicht der spendenbasierte Sozialfonds der Hochschule Bremerhaven, der Anfang April eingerichtet wurde. Finanzielle Engpässe, beispielsweise bis zur Gewährung eines Studiendarlehens aus dem Fonds des Studierendenwerks, können so überbrückt werden. Dank der großen Spendenbereitschaft konnte aus diesen Mitteln nun erstmalig fünfzig Studierenden eine Beihilfe von bis zu 300 Euro pro Person gewährt werden.

Die Gründe, wie es zu der finanziellen Notsituation kam, sind bei allen Antragstellenden ähnlich. „Viele Studierende finanzieren ihren Lebensunterhalt durch Nebenjobs, hauptsächlich in der Systemgastronomie“, weiß Annika Koppe, Mitarbeiterin des Career Service Centers an der Hochschule Bremerhaven. Da ein Großteil dieser Betriebe aufgrund der aktuellen Maßnahmen schließen musste, falle diese Beschäftigungsmöglichkeit nun weg. Auch ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld bestehe wegen der häufig prekären Beschäftigungsverhältnisse in der Regel nicht. Wenn auch die Familien durch die Coronavirus-Krise vor großen finanziellen Herausforderungen stehen und nicht mehr unterstützen können, geraten die Studierenden in finanzielle Notlagen. Im schlimmsten Falle kann ein Studienabbruch die Folge sein. Um dies zu verhindern, unterstützt der Sozialfonds der Hochschule Bremerhaven, wenn dringende Bedarfe des täglichen Lebens, wie Miete und Lebensmittel, nicht mehr bezahlt werden können. Unter den fünfzig Unterstützten sind nationale und internationale Studierende sämtlicher Studiengänge der Hochschule Bremerhaven vertreten.

Um den Sozialfonds einrichten zu können, hatte die Hochschulleitung einen Spendenaufruf gestartet, dem sehr viele Unterstützerinnen und Unterstützer gefolgt sind. „Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern“, sagt Prof. Dr. Gerhard Feldmeier, Konrektor für Forschung, Transfer und Internationalisierung an der Hochschule Bremerhaven. „Ohne ihre Großzügigkeit wäre es nicht möglich gewesen, so vielen Studierenden schnell und unbürokratisch zu helfen.“ Ein besonderer Dank gilt hierbei insbesondere dem Verein zur Förderung der Hochschule sowie dem AStA der Hochschule, deren Spendenbeiträge zusammen mehr als die Hälfte des gesamten Förderbudgets umfassen.  Dank  dieser  können nun in einer zweiten Förderrunde auch jene bedürftigen Studierenden unterstützt werden, die bisher noch aus eigenen Mitteln für ihren Lebensunterhalt sorgen konnten, aber zwischenzeitig in finanzielle Notlagen gerieten. Anträge können bis Donnerstag, den 14. Mai, über das CSC gestellt werden. Weitere Hinweise zur Antragsstellung unter www.hs-bremerhaven.de/csc.

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