Akademischer Jahresempfang 2020 zum Thema „Digitale Lehre“

Die Studierenden Vivian Zadow und Erik Beste beim Akademischen Jahresempfang der Hochschule Bremerhaven
Die Studierenden Vivian Zadow und Erik Beste beim Akademischen Jahresempfang der Hochschule Bremerhaven
Quelle: Hochschule Bremerhaven

Hochschule Bremerhaven begrüßte Gäste auf einem virtuellen Campus

Es schien fast so, als sei zum Akademischen Jahresempfang 2020 niemand außer den Referentinnen und Referenten erschienen. Doch der Schein trügt! Denn die Rektorin Prof. Dr.-Ing. Karin Vosseberg begrüßte zum ersten virtuellen Akademischen Jahresempfang rund 100 Gäste vor ihren Bildschirmen zu Hause. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der traditionelle Blick auf das Semester kurzerhand in den virtuellen Raum verlegt. Passend dazu stand bei der Veranstaltung das Thema "Digitale Lehre" im Fokus. In ihrem Grußwort ging Prof. Vosseberg besonders auf die Herausforderungen, die die Hochschule Bremerhaven im vergangenen Semester zu bewältigen hatte ein und lobte das Engagement bei der Umstellung auf die digitale Lehre: "Ich freue mich jetzt sehr, dass die Hochschule Bremerhaven heute die Gelegenheit nutzt, sich darüber auszutauschen, welche gelungenen Entwicklungen sie aus dem digitalen Sommersemester mit in die Zukunft nehmen möchte, wie das hybride Wintersemester 2020/2021 zu bewältigen ist und wie die Zukunft nach der Pandemie aussehen kann."

Mit dem berühmten "Sprung ins Kalte Wasser" verglich Prof. Dr. Sander, Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Hochschule Bremerhaven und Ehrensenator den Notbetrieb und den Start in ein digitales Semester. Auch er lobte den Einsatz aller Beteiligten. Dennoch hofft er, dass ein großer Teil der Lehre bald wieder in Präsenz stattfinden kann. Das wünscht sich auch Rektorin Prof. Dr.-Ing. Karin Vosseberg: "Wir vermissen alle das Gewusel aus dem Veranstaltungsbetrieb." Sie gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene akademische Jahr. In vier kurzen Gesprächsrunden lenkte daraufhin Stadtrat Michael Frost als Moderator den Blick auf verschiedene Aspekte der Digitalen Lehre.

In der ersten Runde berichteten Prof. Dr. Axel Bochert, Professor im Bachelorstudiengang Maritime Technologien und Prof. Dr. Benedikt Klobes, Professor im Bachelorstudiengang Nachhaltige Energie- und Umwelttechnologien und im Masterstudiengang Process Engineering and Energy Technology, darüber, was sich für sie und ihre Vorlesungen verändert hat. Neben den ganzen Herausforderungen sieht Professor Bochert auch eine Chance in der Krise: "Diese Krise hat eigentlich, und das merke ich auch bei vielen Kollegen, uns dazu gebracht, noch mal überhaupt über Wissensvermittlung nachzudenken. Über neue Methoden und noch mal die alten Methoden in Frage zu stellen und das ist ein enormer Teil gewesen, der glaube ich auch für die Zukunft der Studierenden ein enormer Vorteil ist."

Auch Prof. Dr. Miriam O´Shea, die im Bachelorstudiengang Transportwesen/Logistik und im Masterstudiengang Logistics Engineering and Management unterrichtet und Prof. Dr.- Ing. Henrik Lipskoch, Professor für die Bachelorstudiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik haben sich für ihre Studierenden individuelle Lösungen einfallen lassen, um eine Leistungskontrolle zu gewährleisten und auf die Studierenden einzugehen. Ihre Methoden und Eindrücke berichteten sie in der zweiten Gesprächsrunde.

Die Interviewpartner in der dritten Gesprächsrunde, Prof. Dr.-Ing. Oliver Radfelder Professor in den Bachelorstudiengängen Wirtschaftsinformatik und Informatik und Fabian Lignitz, Student des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsinformatik haben das Digitale Semester aus einer anderen Perspektive erlebt. Sie haben im Zuge ihrer Arbeit in der Infrastrukturgruppe, einer freiwilligen Gruppe bestehend aus Studierenden und Lehrenden, gemeinsam mit der Zentralen Betriebseinheit Rechnerversorgung, die Voraussetzung für die digitale Lehre geschaffen.

Positiv überrascht von der schnellen Umsetzung sind die beiden Studierenden Erik Beste (7. Semester BWL) und Vivian Zadow (7. Semester Digitale Medienproduktion). "Ich war beeindruckt, wie schnell die digitale Infrastruktur stand", so Erik Beste, der sich zu Beginn des Notbetriebs noch in seinem Auslandssemester in Brasilien befand. Auch wenn sie sich gut auf die neue Situation einstellen konnten, sind sie sich einig, dass man die fehlenden sozialen Kontakte und Angebote wie Hochschulfeten nicht kompensieren kann. "Einfach das Spontane, was man hier hatte, wenn man in der Mensa zum Essen saß und danach gesagt hat: lass uns noch an den Deich gehen oder eine Runde spazieren gehen, noch in die Sonne setzen. Das ist einfach total weggefallen und das lässt sich glaube ich nicht so schnell wiederbeleben", erzählte Vivian Zadow im Gespräch mit Moderator Michael Frost.

Nach Beendigung der vier Gesprächsrunden nutzten etwa 50 Gäste die Möglichkeit, sich in einem virtuellen Café auszutauschen.

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